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So klappt das automatische Laden in einer automatisierten Garage

Video zeigt ein automatisiertes Parkhaus in Kalifornien, bei dem die geparkten Autos auch noch von einem Roboter geladen werden.

Automatisches Laden in einem kalifornischen Parkhaus
02:42
Bild von: Sotefin Automated Parking

In einem Parkhaus in Menlo Park (bei San Francisco) wird das Elektroauto nicht nur automatisiert eingeparkt, sondern auch noch automatisch geladen. Wie das funktioniert, zeigt das obige Video: Man fährt das Auto in einen Übergabebereich und verlässt das Gebäude. Der Ladevorgang wird per Smartphone-App angefordert. Dabei kann man den gewünschten Ladestand angeben. Der Rest geschieht automatisch.

Das Auto wird automatisch per Lift zu dem Parkplatz mit Laderoboter gebracht. Dort steckt ein Roboterarm den Stecker in den Ladeport des Autos. Sobald der gewünschte Ladezustand erreicht ist, wird das Fahrzeug abgestöpselt und zu einem normalen Parkplatz gefahren. Die Ladebucht ist dann für ein anderes Elektroauto frei.

Geladen wird per "Level 2 Charging", berichtet InsideEVs.com. Das heißt, nicht mit Gleichstrom, sondern per Wechselstrom, also relativ langsam. In den USA bedeutet Level 1 die langsamste Stufe, dabei wird einphasig an einer US-typischen Haushaltssteckdose mit 120 Volt geladen; so ergeben sich maximal 16 Ampere x 120 Volt = 1,92 kW Ladeleistung. Bei Level 2 wird mit 208 oder 240 Volt geladen. So ergeben sich mit 80 Ampere maximal 19,2 kW – die Ladeleistung ist also höher als bei den meisten Wallboxen hierzulande, die 11 kW schaffen. Um 50 kWh nachzuladen, sind also knapp drei Stunden nötig. Und wenn nur ein Ladeplatz vorhanden ist, kann auch nur ein Auto geladen werden.

Das vollautomatische Parkhaus mit Laderoboter für Elektroautos wurde 2025 fertiggestellt. Das Gebäude befindet sich in einem Überschwemmungsgebiet, weshalb der Bau von Tiefgaragen untersagt war. Zudem begrenzte der Bebauungsplan die maximale Gebäudehöhe. Die Lösung bestand in einem dreistöckigen, automatisierten Parksystem mit über 450 Stellplätzen. Das automatisierte Parksystem wurde vom Schweizer Unternehmen Sotefin entwickelt und von der kalifornischen Firma Parkworks installiert. Die dazugehörigen Gebäude enthalten 441 Wohnungen, Coworking-Spaces, einen Pool und ein Yogastudio.

Ein platzsparendes Parksystem mit Auflademöglichkeit bietet auch die Münchner Firma VePa Vertical Parking an. Dabei wird das Auto ebenerdig in einem Turm eingeparkt und dann automatisch per Paternoster auf einen freien Parkplatz gehievt. Das Laden geschieht allerdings per Hand: Man schließt das Elektroauto selbst an eine Wallbox an. Dort wird also ebenfalls mit Wechselstrom geladen.

Ein erster solcher Parkturm wurde im Münchner Werksviertel nahe dem Ostbahnhof aufgestellt. Bis zu 20 Ladepunkte können so auf nur 50 Quadratmetern Raum entstehen. Das System hat zudem den Vorteil, dass es innerhalb weniger Wochen aufgebaut und auch wieder entfernt werden kann, so der Anbieter.

Unter dem Strich

Wenn der Parkraum knapp ist, sind automatische Parkhäuser das Mittel der Wahl. Dann kann man das Auto allerdings nicht selbst an eine Wallbox anschließen, ein Laderoboter wird nötig. Diese Ausstattung bietet eine interessante Anlage im Raum San Francisco.

Da der Laderoboter bei 19,2 kW in einer Acht-Stunden-Nacht aber nur eine einstellige Zahl von Ladevorgängen schafft, reicht das für eine Wohnanlage mit über 400 Wohnungen nie und nimmer – es sei denn, es gibt viel mehr davon. Unklar bleibt auch, wie der Ladeport geöffnet wird. Muss man selbst daran denken oder erledigt das eine App? Das Video zeigt, dass dieser beim Abstellen und Verfrachten noch geschlossen ist, auf dem Ladeplatz ist er dann offen.