78 km Reichweite laut Datenblatt, aber in der Praxis?

Aus dem im November 2014 eingeführten Audi A3 e-tron ist der A3 40 TFSI e geworden. Die Systemleistung von 204 PS ist immer noch die gleiche. Aber natürlich hat die A3-Generation gewechselt. Wir haben die neue Version im Raum Ingolstadt getestet.

Der Antrieb basiert immer noch auf dem alten 1.4 TFSI mit 150 PS, dazu kommt die gleiche E-Maschine mit 80 kW (109 PS), die wie gehabt in das S-tronic-Getriebe integriert ist. Viel getan hat sich jedoch beim Akku, der nun für 78 statt 50 Kilometer elektrische Reichweite sorgen soll - nach NEFZ-Norm, wohlgemerkt.

In der Praxis kam ich genau 40 Kilometer weit - deutlich weniger als nach Norm. Zum Teil dürfte das an den winterlichen Temperaturen liegen. Der Vortrieb ist auch im 109 PS starken E-Modus für meine Bedürfnisse ausreichend. Das liegt wohl am hohen Drehmoment von 330 Newtonmeter, die aus dem E-Motor kommen. 

Geblieben ist dem A3 die verwirrende Zahl der Modi: Da gibt es vier Hybridmodi, dazu die normalen Drive-Select-Fahrmodi und zu allem Überfluss auch noch die zwei Getriebemodi (D und S). Und wie beim alten A3 e-tron greifen die Modi ineinander.

Einfach und benutzerfreundlich ist auch die Einstellung der Hybridmodi über die "EV"-Taste in der Mittelkonsole. Ungewöhnlich ist, dass sich der Ladeanschlussvorne vorne links befindet. Geladen wird mit maximal 2,9 kW Wechselstrom. Das ist nicht viel Ladeleistung, aber auch so ist der kleine Akku nach vier Stunden wieder voll. Serienmäßig an Bord sind gleich zwei Ladekabel: das Ladesystem kompakt (zum Anschluss an die Schuko-Steckdose oder an eine Industriesteckdose) und ein gelbes Ladekabel mit Typ-2-Steckern auf beiden Seiten für die öffentliche Ladesäule.

Unabhängig vom Antrieb ist der neue A3 ein tolles Auto. So hat er große, brillante Displays, in der gefahrenen Version gute Sportsitze. Der Platz im Fond ist klassentypisch, bei mir bleiben jeweils ein paar Zentimeter Raum über dem Kopf und vor den Knien. Der Kofferraum ist (abgesehen von der Tasche mit den Ladekabeln) gut nutzbar. Das Volumen ist mit 280 bis 1.100 Litern allerdings deutlich kleiner als als bei der konventionellen Version (380 bis 1.200 Liter).

Fazit: 9/10

Insgesamt hat mir der A3 mit Plug-in-Hybrid-Antrieb gut gefallen. Beeindruckt haben mich wieder mal die Displays von Audi, daneben die gute Nutzbarkeit des Kofferraums und dass der Elektroantrieb auch alleine völlig ausreicht. Weniger beeindruckend war die erzielte Reichweite, die nur etwa halb so groß wie nach NEFZ war.

Bei Motor1 finden Sie den kompletten Test des Audi A3 40 TFSI e mit Bildern und Daten.