Citroen e-C3 Aircross jetzt auch mit 400 km Reichweite bestellbar
Modellübersicht mit Daten und Preisen (Update)
Der Citroen e-C3 Aircross ist sozusagen die Langversion des e-C3. Oder die Citroen-Version des Opel Frontera. Mit 4,40 Meter Länge ist der Wagen ein Kompakt-SUV, kostet aber viel weniger als in dieser Klasse üblich. Zunächst nur mit 44-kWh-Akku für rund 300 km Reichweite erhältlich, gibt es ihn nun auch mit 54 kWh für einen WLTP-Wert von 400 km – die ursprünglich angegebenen 50 kWh waren ein Fehler von Citroen. Die neue Version ist ab 30.690 Euro zu haben.
Der Citroen e-C3 wurde im Oktober 2023 vorgestellt. Schon damals wurde eine Langversion mit sieben Sitzen angeteasert. Allerdings gibt es nur den Mildhybrid mit sieben Sitzen; beim Elektroauto sind es aus Platzgründen nur fünf Sitzplätze möglich.
Der e-C3 Aircross ist fast 40 cm länger als der e-C3
Citroen bezeichnet den Wagen mal als Kompakt-SUV, mal als B-SUV, was sich eigentlich widerspricht, denn ein B-SUV ist ein Kleinwagen-SUV. Der Grund dürfte sein, dass der Wagen von den Abmessungen her schon in die untere Kompaktklasse gehört, das Auto technisch aber auf einer Kleinwagenplattform basiert – wie übrigens auch der Citroen e-C4.
Antrieb und Akkus
Denn wie der Citroen e-C3, Fiat Grande Punto, Opel Frontera und angeblich auch der kommende Jeep Renegade basiert der e-C3 Aircross auf der Smart Car Plattform des Stellantis-Konzerns. Für den Antrieb sorgt wie beim e-C3 ein 83-kW-Motor. Der gleiche M2-Maschine von Emotors treibt auch die neue Akkuvariante an.
Die neue Batterieversion sollte nach der Citroen-Pressemeldung und nach dem Preis-Datenblatt 50 kWh speichern, was 4 kWh weniger gewesen wären als bei der neuen Version des ansonsten baugleichen Opel Frontera. Es handelte sich jedoch um einen Fehler, wie uns Citroen auf Anfrage mitteilte – die Speicherkapazität beträgt wie bei Opel 54 kWh. Und zwar netto, wie es bei Opel hieß. Im PDF-Preisliste, die noch den Stand vom 16. Juli hat, war der Fehler am 24. Juli noch nicht berichtigt.
Wie bei Opel ist der Verbrauch der neuen Variante um etwa 2 kWh niedriger als bei der Version mit kleiner Batterie. Der Grund sei, dass der Akku die Energie effizienter abgibt; Näheres dazu konnte uns keine der beiden Presseabteilungen nicht mitteilen – unsere Vermutung wäre ein effizienter arbeitender Inverter. Die Sprintzeit wird von Citroen nicht angegeben, wir führen die Werte für den Opel Frontera in Klammern an:
| e-C3 Aircross Std. Range | e-c3 Aircross Ext. Range | |
| Antrieb | FWD 83 kW, 125 Nm | FWD 83 kW, 125 Nm |
| 0-100 km/h | (12,1 Sek.) | 14,2 Sek. |
| Höchstgeschwindigkeit | 143 km/h | 143 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 18,1-18,6 kWh | 16,1-16,7 kWh |
| Akku netto | 44 kWh | 54 kWh |
| WLTP-Reichweite | 299-307 km | 384-400 km |
| Ladeleistung AC/DC | 7 (opt. 11) / 100 kW | 7 (opt. 11) / 100 kW |
| DC-Ladedauer 20-80% | ca. 26 min | ca. 28 min |
Beim Energiespeicher gibt es nun zwei Optionen, die beide mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) arbeiten. Mit der 44-kWh-Batterie ergeben sich WLTP-Reichweiten von bis zu 307 km, mit dem größeren Akku bis zu 400 km. Bei beiden Werten handelt es sich um Nettowerte; die Bruttokapazität beträgt 45 kWh.
Aufgeladen wird serienmäßig nur einphasig, mit 7,4 kW Wechselstrom. Wegen der Schieflastverordnung sind in Deutschland auf einer Phase sogar nur 4,6 kW (20 Ampere mal 230 Volt) erlaubt. Einen dreiphasigen 11-kW-Bordlader gibt es optional für 400 Euro Aufpreis. Serienmäßig ist außerdem das Laden mit bis zu 100 kW Gleichstrom möglich. Damit soll man die kleine Batterie in 26 Minuten von 20 auf 80 % bringen; beim großen Akku werden 28 Minuten angegeben.
Maße
Mit 4,40 Meter ist der Citroen e-C3 Aircross gleich 38 cm länger als der e-C3. Der Radstand ist jedoch nur um 13 cm größer, der Großteil des Längenzuwachses geht also auf das Konto der Überhänge.
| Länge | Breite | Höhe | Bodenfreiheit | Radstand | Kofferraum | |
| Citroen e-C3 | 4,02 m | 1,76 m | 1,58 m | 0,16 m | 2,54 m | 310 Liter |
| Citroen e-C3 Aircross | 4,40 m | 1,79 m | 1,66 m | ca. 0,20 m | 2,67 m | 460-1.600 Liter |
Außerdem ist der Aircross 12 cm höher, wovon etwa vier cm auf das Konto der größeren Bodenfreiheit gehen. Der größere Abstand zum Boden schützt nicht nur den Unterboden, sondern erleichtert auch das Ein- und Aussteigen und bedingt eine höhere Sitzposition für mehr Übersicht im Verkehrsgetümmel.
Der Kofferraum fasst 460 bis 1.600 Liter. Mit aufrecht stehenden Fondsitzen und halbhoher Beladung ist das Volumen damit 150 Liter größer als beim e-C3 (310 Liter). Das Maximalvolumen des e-C3 hat Citroen bisher nicht genannt.
Exterieur
Optisch unterscheidet sich der Neuling hauptsächlich durch andere Proportionen vom e-C3. Unsere Vergleichsbilder zeigen aber auch eine etwas andere Frontschürze, während Scheinwerfer, Grill und das neue Markenlogo in der Mitte völlig identisch sind:
Citroen e-C3
Citroen e-C3 Aircross
Seitlich fällt die andere Gestaltung der C-Säule auf, genauso wie die längere Fondtür und die gerade, nach hinten nicht abfallende Dachlinie. Wie beim kleinen Bruder gibt es optional ein Dach in Kontrastfarbe (Weiß oder Schwarz) sowie austauschbare Farbclips an der Frontschürze und an der C-Säule. Beim Aircross sind sie allerdings senkrecht und nicht waagerecht angebracht.
Citroën ë-C3
Citroen C3 Aircross
Am Heck gibt es die gleichen Rückleuchten und die gleiche schwarze Querleiste mit dem Doppelwinkel in der Mitte wie beim e-C3. Dazu kommt aber (wie vorne) eine andere Schürze. Außerdem zieht sich die Heckscheibe um die Ecken herum. Citroen verspricht eine niedrige Ladekante.
Citroen e-C3
Citroen C3 Aircross
Interieur
Innen hat der e-C3 Aircross wie der e-C3 in der Basisversion You serienmäßig nur eine Smartphone-Halterung. Bei der gehobenen Variante Max gibt es stattdessen einen 10,25-Zoll-Touchscreen im Querformat. Dazu kommt stets ein kleines Instrumentendisplay, das vom Hersteller irreführend als "Head-Up-Display" bezeichnet wird. Das Lenkrad ist klein gehalten und abgeflacht, so dass die Anzeigen darüber erscheinen.
Der Touchscreen hat nur die Max-Version, bei der Basisvariante gibts nur eine Smartphone-Halterung
Citroen verspricht eine sehr gute Knie- und Ellenbogenfreiheit im Fond. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 40/60 geteilt umklappen. Im Kofferraum gibt es einen verstellbaren Boden mit zwei Positionen, mit dem sich eine völlig ebene Ladefläche erreichen lässt, wenn die Fondlehnen umgeklappt sind.
Ausstattung und Preise
Wie erwähnt hat die Basisversion You nur eine Smartphone-Halterung statt einem Touchscreen. Gesteuert wird das Handy über Bedienelemente am Lenkrad. Zur sonstigen Serienausstattung gehören eine Klimaanlage, ein Anti-Kollisionssystem, ein aktiver Spurhalteassistent, ein Tempomat, eine Verkehrszeichenerkennung, Parkpiepser hinten, ein höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische Fensterheber vorne, elektrisch einstellbare Außenspiegel, geteilt umklappbare Rücksitze und 16-Zoll-Stahlräder.
Die Plus-Variante besitzt größere Felgen (17 Zoll), LED-Scheinwerfer, anklapp- und beheizbare Außenspiegel, eine Rückfahrkamera, elektrische Fensterheber auch hinten, einen Fernlicht-Assistenten, Regensensor, eine Dachreling, einen Kofferraum-Einlegeboden, Advanced-Comfort Sitze, Klimaautomatik und zwei USB-C-Anschlüsse.
Die Max-Version besitzt neben dem 10,25-Touchscreen mitsamt Navi und Kompatibilität zu Apple CarPlay und Android Auto auch noch 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Rückleuchten, die Bicolor-Optik mit Dach in Weiß oder Schwarz, kabelloses Aufladen von Smartphones, Totwinkel-Warnung und Parksensoren auch vorne.
Eine Wärmepumpe wird nicht angeboten; auch eine Vorkonditionierung des Akkus oder ein Abstandstempomat (ACC) fehlt. Sechs Farben werden offeriert: Schwarz, Grau, Weiß, Rot, Blau und Grün.
Die Preise des Citroen e-C3 Aircross beginnen bei 26.490 Euro. Damit ist die Langversion rund 3.000 Euro teurer als der e-C3 (ab 23.300 Euro), aber deutlich günstiger als der Opel Frontera, den es erst ab rund 29.000 Euro gibt. Der Aufpreis für die Extended-Range-Variante beträgt genau 2.000 Euro, wobei sich der große Akku aber nicht mit der Basisausstattung kombinieren lässt:
| e-C3 Aircross Std. Range | e-C3 Aircross Ext. Range | |
| You | 26.490 Euro | – |
| Plus | 28.690 Euro | 30.690 Euro |
| Max | 30.890 Euro | 32.890 Euro |
Neben der Elektroversion werden auch ein 100-PS-Benziner und ein 136 PS starker Mildhybrid offeriert. Alle Versionen für Europa werden im slowakischen Trnava produziert.
Unter dem Strich
Wer geglaubt hat, mit dem Citroen e-C3 Aircross käme ein günstiger Siebensitzer mit Elektroantrieb auf den Markt, hat sich getäuscht: Aus Platzgründen bleibt die dritte Sitzreihe den Verbrennern vorbehalten. Doch auch so bleibt der Neuling eine interessante Alternative zu viel teureren Kompakt-SUVs.
Durch den größeren Akku wird der Wagen noch interessanter. Diese neue Version verbessert sich auch deutlich beim Verbrauch. Alles in allem eignet sich das Modell zum Beispiel als Zweitwagen zum Chauffieren der Kinder, zum Einkaufen (auch von Gartengerät oder Torf). Den 11-kW-Lader sollte man aber in der Regel dazubestellen, denn mit 4,6 kW ist das Wechselstrom-Laden nicht in acht Stunden abgeschlossen (50 kWh/4,6=10,9h).
Letzte Änderung am 24. Juli 2025: Antwort der Presseabteilung zur Speicherkapazität eingefügt.
Bildergalerie: Citroen e-C3 Aircross und C3 Aircross (06/2024)
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