Kia EV2 (2026): Übersicht mit allen Daten und Preisen
Der kleine Bruder des EV3 bietet nur rund 100 kW Antriebsleistung und kleinere Akkus. Die Reichweiten betragen maximal 453 km.
Als Studie wurde der Kia EV2 schon im Februar 2025 gezeigt, das Serienmodell stand dann im Januar 2026 auf dem Brüsseler Autosalon. Der Wagen soll sich nicht nur als Zweitauto, sondern auch als einziges Auto eignen.
Das kleine Elektro-SUV unterhalb des EV3 ist mit zwei verschiedenen Motor-Akku-Kombinationen erhältlich; die Maximalreichweite liegt bei 453 km nach WLTP. Es werden Vier- und Fünfsitzer angeboten, wobei es den Viersitzer auch mit verschiebbaren Rücksitzen gibt. Die Preise beginnen bei 26.600 Euro.
Bildergalerie: Kia EV2 und EV2 GT-Line (2026)
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Ausstattung/Preise
Exterieur
Mit 4,06 Metern ist der EV2 gleich 24 cm kürzer als der EV3, beim Radstand beträgt der Unterschied aber nur elfeinhalb Zentimeter. Auch die Breite ist etwas geringer. Der Kofferraum hängt davon ab, welche Version man bestellt: Der Viersitzer mit starrer Rückbank sowie der Fünfsitzer bietet 362–1.160 Liter, der Viersitzer mit verschiebbarer Rückbank 403–1.201 Liter. Im letztgenannten Fall ist er gar nicht so viel kleiner als beim EV3. Auch einen 15 Liter großen Frunk besitzt der EV2.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Kia EV2 | 4.060 mm | 1.800 mm | 1.575 mm | 2.565 mm | bis 403–1.201 Liter 15 Liter Frunk |
| Kia EV3 | 4.300 mm | 1.850 mm | 1.560 mm | 2.680 mm | 460–1.251 Liter 25 Liter Frunk |
Die Optik ist ähnlich wie bei der Designstudie: Das Auto wirkt kastenartig, was dem Innenraumangebot zugutekommen dürfte. Die extravagante "Star Map"-Lichtsignatur ist ähnlich wie bei den übrigen "EV"-Modellen von Kia. Hinten fallen die extrem tief positionierten Rückleuchten auf. Die schwarz hervorgehobenen Radhäuser verleihen dem Auto eine robuste Optik und schützen im Stadtgetümmel vor Beschädigungen. Der EV2 GT-Line hat etwas andere Schweller und Schürzen sowie spezielle Felgen:
Zehn Außenfarben stehen zur Wahl, darunter auch etliche wirklich bunte Farben Serienmäßig ist das dunkelrote Magma-Rot Metallic, aber auch ein Gelb und das Hellblau auf unseren Bildern sind erhältlich. Der EV2 rollt serienmäßig auf 16-Zoll-Stahlfelgen, bei den gehobenen Varianten auf 16-Zoll-Alurädern. 18-Zöller werden optional angeboten, der GT-Line erhält sogar 19-Zöller.
Interieur
Der Innenraum soll für eine ruhige Atmosphäre inmitten des Stadttrubels sorgen. Die Monitorlandschaft fällt ähnlich aus wie bei den anderen Kia-Stromern: Es gibt zwei 12,3-Zoll-Displays, zwischen denen noch ein kleines 5-Zoll-Bedienfeld für die Klimasteuerung integriert ist. Die Ambientebeleuchtung zieht sich bis in die Türen hinein. Beim Blinken leuchtet auch diese Lichtlinie periodisch auf.
Trotz seiner kompakten Abmessungen soll der Kia EV2 beim Innenraum mit größeren Fahrzeugen mithalten können. Neben einem Viersitzer mit fester Rückbank und einem Fünfsitzer mit fester Rückbank wird ein Viersitzer mit verschiebbarer Fondbank angeboten. Bei Letzterem lassen sich die beiden Rücksitze einzeln um acht Zentimeter längs verschieben; zudem kann hier die Neigung der Rückenlehnen eingestellt werden.
Die Kofferraumvolumina unterscheiden sich: Beim Fünfsitzer sind es 362 Liter, beim Viersitzer 403 Liter – wenn die Sitze ganz nach vorn geschoben werden. Das Maximalvolumen liegt bei 1.160 Liter (Viersitzer mit starrer Rückbank und Fünfsitzer) bzw. 1.201 Liter (Viersitzer mit verschiebbarer Rücksitzbank). Alle Varianten haben zudem einen kleinen 15-Liter-Frunk.
Antriebe und Batterien
Technische Basis ist wie beim EV3, 4 und 4 die Plattform E-GMP in der Version mit Frontantrieb. Zwei Motor-Akku-Kombinationen werden angeboten. Die Basisversion besitzt einen 108-kW-Permanentmagnetmotor (PSM), die Variante mit großem Akku erhält seltsamerweise einen schwächeren Antrieb mit 100 kW (ebenfalls PSM). Beide Antriebe haben das gleiche Drehmoment; so liegt die Vermutung nahe, dass die Hardware identisch ist und die Leistung bei der 100-kW-Version durch eine kleinere Drehzahl begrenzt wird. Jedenfalls sind die Antriebe deutlich schwächer als beim EV3 und 4, die beide 150 kW bieten.
Auch die beiden angebotenen Batterien fallen kleiner aus. Statt 58 und 81 kWh brutto wie beim Kia EV3 speichern sie 42,2 und 61,0 kWh. Damit ist auch die Reichweite deutlich geringer. Statt 436 bzw. 605 km sind hier nur 317 bzw. 448 km nach WLTP möglich. Die kleinere Batterie hat eine LFP-Chemie, die größere nutzt NMC-Kathoden.
| Kia EV2 Standard Range | Kia EV2 Long Range | |
| Antrieb | FWD 108 kW, 250 Nm | FWD 100 kW, 250 Nm |
| 0–100 km/h / Vmax | 8,7–8,9 Sek. / 161 km/h | 9,5–9,7 Sek. / 161 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 15,1–15,5 kWh | 15,2–16,3 kWh |
| Autobahnverbrauch | 19,8–20,3 kWh | 19,9–21,3 kWh |
| Akku netto / brutto | ca. 41 kWh / 42,2 kWh LFP | ca. 58 kWh / 61,0 kWh NMC |
| WLTP-Reichweite | 308–317 km | 413–453 km |
Zur maximalen Ladeleistung macht Kia in der Preisliste keine Angaben, laut Pressemappe (PDF) sind bis zu 118 kW möglich. Aufgeladen wird in 29 Minuten (10–80 %) bei der kleinen Batterie und in 30 Minuten beim großen Akku. Mit Wechselstrom sind 11 kW und optional 22 kW möglich – Letzteres eine Neuheit bei Kia.
| Kia EV2 Standard Range | Kia EV2 Long Range | |
| DC-Ladedauer (10-80 %) | 29 min | 30 min |
| DC-Ladegeschwindigkeit | ca. 1,0 kWh/min | ca. 1,4 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 7,7 km/min | bis 10,6 km/min |
Wie immer haben wir aus der Nettokapazität der Akkus Werte für die Ladegeschwindigkeit errechnet. Bei der großen Batterie ergeben sich etwa 58 x 0,7 / 30 min = 1,4 kWh/min. Analog errechnet sich aus der maximalen WLTP-Reichweite ein Wert fürs Nachladen von Reichweite: 453 km x 0,7 / 30 min = 10,6 km/min. Beide Werte sind nicht gut, aber für ein kleines Stadtauto vielleicht ausreichend.
Ausstattung und Preise
Bemerkenswert ist, dass der EV2 hinten eine Verbundlenkerachse erhält und keine Mehrlenkerachse wie die anderen Kia-Stromer. Das dürfte den Fahreigenschaften eher abträglich sein, aber mehr Kofferraum ermöglichen. Diese Wahl bedingt laut Autocar auch, dass kein Allradantrieb möglich ist – während die ebenfalls in Brüssel vorgestellten GT-Varianten des EV3 und 4 ein solches Allradsystem erhalten.
Zu den Sitzvarianten: Die Basisversion Light hat stets vier Sitze und eine feste Rückbank, alle anderen Varianten sind Fünfsitzer mit fester Rückbank. Die verschiebbaren Rücksitze gibt es als Paket für 300 Euro, und zwar ausschließlich für die Varianten Earth und GT-Line.
Zur Serienausstattung des Light gehören LED-Scheinwerfer mit Lichtsensor, Klimaautomatik, Rückfahrkamera sowie Parksensoren vorn und hinten. Verfügbar sind darüber hinaus je nach Ausführung ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz mit Memory-Funktion, Sitzheizung und Sitzventilation vorn, Türgriffe mit automatischer Flush-Funktion, ein 230-Volt-Anschluss (V2L), eine Wärmepumpe und ein Glasschiebedach. Die Standard-Range-Variante rollt auf 16-Zöllern mit Reifen der Größe 205/65 R16, die Long-Range-Version auf 18-Zöllern mit Gummis in der Dimension 215/50 R18 oder 225/45 R19 (GT-Line).
Zudem verspricht Kia einen Routenplaner und Plug & Charge. Auch ein "Kia AI Assistant" ist an Bord. Der Digital Key 2 erlaubt das Entriegeln per Smartphone, OTA-Updates halten die Software aktuell. Außerdem gibt es USB-C-Ladeslots mit 100 Watt. Ein Haustiermodus (der Dog Mode von Tesla lässt grüßen) soll sicherstellen, dass sich der Hund im Fahrzeuginnenraum wohlfühlt.
Die Preise für den EV2 beginnen bei 26.600 Euro; die Version mit großer Batterie gibt es für knapp 7.000 Euro mehr. Es gibt vier Ausstattungen, wobei die Basisausstattung nur mit kleiner Batterie, die hochwertige GT-Line nur mit großer Batterie bestellt werden kann. Hier die Preise:
| Kia EV2 42 kWh | Kia EV2 61 kWh | |
| Light | 26.600 Euro | — |
| Air | 28.990 Euro | 33.490 Euro |
| Earth | 31.290 Euro | 35.790 Euro |
| GT-Line | — | 36.890 Euro |
Die Produktion des Kia EV2 beginnt noch im ersten Quartal 2026 mit dem Standard-Range-Modell, der Long Range und die GT-Line folgen im Laufe des Jahres. Produziert wird das Auto nicht etwa in Korea, sondern im slowakischen Žilina, wo auch der EV4 entsteht.
Unter dem Strich
Kia stellt die Serienversion seines neuen Einstiegsmodells EV2 vor. Mit 4,06 Metern Länge tritt er zum Beispiel gegen den Citroën e-C3, den Jeep Avenger, den Mini Aceman, den Renault 4 und den kommenden VW ID. Cross an. Der Hyundai Inster ist mit nur 3,83 Meter kürzer – der gehört ja auch ins A-Segment, während der EV2 im B-Segment zu Hause ist.
Die Batterien und damit auch die Reichweiten fallen kleiner als beim EV3 aus. Aber das Long-Range-Modell bietet immer noch rund 450 km. Auch der Antrieb fällt eine Nummer kleiner aus. Aber rund 100 kW sind für ein Stadtauto ja auch ausreichend. Und die Preise? Wir hatten unter 25.000 Euro für die Standard-Range-Version, und unter 30.000 Euro für den Long Range vermutet; in Wahrheit verlangt Kia aber doch etwas mehr.
Letzte Änderung: 8. April 2026: Preise und fehlende Angaben aus der Preisliste ergänzt
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