Ähnliche Karosserie, außen sportlicher und innen edler

Ähnlich wie den Modulare Querbaukastens (MQB) und den Modularen Längsbaukasten (MLB) wird der VW-Konzern wohl auch seinen Modularen Elektrobaukasten (MEB) für mehrere Marken nutzen. Der Skoda Enyaq ist offenbar die Skoda-Version des VW ID.4, ein Äquivalent zum ID.3 wurde von den Tschechen bislang nicht vorgestellt. Von Audi kommt demnächst der Q4 e-tron.

Und bei Seat? Bereits auf dem Genfer Autosalon 2019 wurde ein Seat el-Born vorgestellt, offenbar ein spanischer Verwandter des ID.3. Doch dann hat man es sich doch noch anders überlegt und verkündete im November 2020, dass das Modell als Cupra auf den Markt kommt. Der Cupra el-Born soll 2021 starten und das erste Elektroauto der Marke sein. Gebaut wird der el-Born in Zwickau neben dem VW ID.3 und ID.4.

Hinter der Entscheidung dürften Marketing-Gründe stecken. Denn ein sportlich positionierter Cupra, den man mit gehobener Ausstattung, ausschließlich großer Batterie und starkem Antrieb anbieten könnte, würde sich wohl stärker vom ID.3 abheben.

Volkswagen ID.3 (2020) im Test
VW ID.3
Cupra el-Born

Dass sich der el-Born vom ID.3 ableitet, sieht man am einfachsten an der Frontscheibe, die hier deutlich flacher liegt als beim ID.4. Optisch wirkt der Cupra in der Tat sportlicher als der VW: Die Fronthaube ist stärker konturiert als beim eher nüchternen ID.3 und an der hintersten Dachsäule läuft die Glasfläche spitz zu. Zudem hat der Cupra eine seitliche Sicke auf Höhe der Türgriffe und einen anderen Schweller. Anders als der ID.3 scheint der Cupra auch keinen Grill zu haben.

Die Proportionen der Karosserie sind jedoch die gleichen wie beim VW, wie Erlkönigbilder vom September 2020 zeigen. Da läuft die Fensterfront hinten allerdings an der C-Säule ähnlich eckig zu wie beim ID.3, wenn die Tarnung nicht täuscht:

Bildergalerie: Cupra El-Born als Erlkönig (September 2020)

Innen bekommt der Cupra das bekannte kleine Instrumentendisplay und den gleichen Touchscreen wie der ID.3. Auch die Bedienung über das seltsame Element rechts neben dem Instrumentendisplay (für die Fahrmodi P, N, R und D) und die Lichtschalter-Insel links neben dem Lenkrad scheint die gleiche zu sein wie beim ID.3:

Cupra el-Born

Allerdings sind kupferfarbene Zierelemente zu sehen, die zum Markennamen passen – Cupra steht zwar ursprünglich für Cup Racer, aber das Lateinische cuprum (Kupfer) schwingt auch mit. Bei der Gestaltung des Armaturenbretts rechts vor dem Beifahrer ähnelt der el-Born etwas mehr dem ID.4. Auffällig ist auch die Mittelkonsole, die durch das Rollo besonders aufgeräumt wirkt:

Cupra el-Born
Volkswagen ID.3 (2019)
VW ID.3 1ST
Volkswagen ID.4 1ST (2021)
VW ID.4 1ST

Zur Ausstattung sollen ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion und ein Infotainmentsystem mit 12-Zoll-Bildschirm gehören. Auf den Bildern zu sehen sind auch die Schalensitze und das Lenkrad mit der Cupra-Modus-Taste rechts unten. Auch eine sportliche Version der adaptiven Dämpfer (DCC), das Dynamic Chassis Control Sport (DCC Sport), wurde für den el-Born entwickelt.

Zum Antrieb teilte Seat im November nur mit, dass der el-Born den Sprint von 0 auf 50 km/h in 2,9 Sekunden schafft. Für die Stromzufuhr sorgt die mittlere Batterie mit 77 kWh netto (82 kWh brutto). Damit soll der Cupra el-Born 500 Kilometer schaffen. Zu den Ladeoptionen heißt es, dass man in 30 Minuten Strom für 260 Kilometer nachladen kann.

Bildergalerie: Cupra el-Born (Bilder vom Juli 2020)