Offenbar auf Basis von MMA, der neuen Plattform für Kompakt- und Mittelklasse

Die derzeitigen Elektroautos von Mercedes wie EQA und EQC basieren noch auf Verbrenner-Plattformen. Mit den noch 2021 startenden Modellen EQS und EQE (sowie deren 2022 folgenden SUV-Versionen EQS SUV und EQE SUV) soll sich das ändern.

Ola Källenius bezeichnete die diesen Autos zugrundeliegende Plattform bei einem Strategie-Event im Oktober 2020 als Electric Vehicle Architecture (EVA), aber Modulare Elektro-Architektur (MEA) ist offenbar ein Synonym dafür.

Wenn mit EQS und EQE die Oberklasse und die obere Mittelklasse verarztet sind, stellt sich die Frage, was mit der Mittelklasse werden soll. Autocar fragte nun nach einem Äquivalent der C-Klasse. Markus Schäfer, Chief Operating Officer von Mercedes Cars, antwortete, dass ein solches Auto wohl frühestens 2024 starten wird und nicht auf MEA, sondern wahrscheinlich auf einer anderen neuen Plattform namens MMA basieren wird.

Diese Mercedes-Benz Modular Architecture wurde ebenfalls bereits bei dem Strategie-Event im Herbst erwähnt. Sie ist "electric first", was wohl bedeutet, dass sie vor allem auf den Elektroantrieb ist, aber nicht nur.

Bildergalerie: Mercedes-Benz Strategy Update (Oktober 2020)

Während EVA offenbar für die Oberklasse (EQS) und die obere Mittelklasse (EQE) gedacht ist, ist MMA eine Basis für Autos der Kompakt- und Mittelklasse. Im Oktober hieß es, MMA werde ab 2025 eingesetzt, also erst ein Jahr später, als Schäfer nun sagte.

MMA "wird für Kompaktwagen eingesetzt werden und hat das Potenzial, auch in das Mittelklassesegment vorzudringen", sagte Schäfer gegenüber Autocar. "Wir sind da mitten drin in der Arbeit und das könnte ein potenzielles Angebot für mehr reine Elektroautos sein, auch in dieser Klasse."

Ob die elektrische C-Klasse nun 2024 startet oder 2025, sie wird wohl nicht EQC heißen. Denn dieses Kürzel ist schon für die Elektro-Version des GLC reserviert. Der Neuling wird wohl auch nicht die neue C-Klasse ersetzen, die gerade erst vorgestellt wurde, und die noch auf der Verbrenner-Plattform MRA aufsetzt. Zu den interessantesten Neuheiten der neuen Baureihe W 206 aus Sicht des Elektroauto-Fans sind die Plug-in-Hybride, die mit ihrem 25-kWh-Akku nun 100 km elektrische Reichweite haben sollen. Wie gehabt wird es wieder ein Benziner- und ein Diesel-PHEV geben.