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Ionity in Gesprächen über Ausbau des Ladenetzes

Auch Städte und weniger frequentierte Autobahnen sollen bestückt werden

Ionity will sein Ladenetz erweitern

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

2. Mär. 2021 um 19:33 Uhr

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Ionity will sein Ladenetz in Europa erheblich ausbauen, um mit der steigenden Zahl der Elektrofahrzeuge Schritt zu halten. Deswegen befindet sich Ionity in Gesprächen mit seinen Anteilseignern über eine neue Finanzierungsrunde. Das berichtet nun Bloomberg.

Ionity ist ein 2017 gegründetes Joint Venture, an dem die Autohersteller BMW, Ford, Hyundai, Mercedes, VW, Audi und Porsche beteiligt sind. Jeder Anteilseigner hat bisher rund 200 Millionen Euro in die GmbH investiert. Das Ziel der ersten Ausbauphase, 400 Schnellladestationen in Europa, war Ende 2020 zu 80 Prozent abgeschlossen. Die Standorte befinden sich an den wichtigsten Autobahnen. Jeder Standort bietet zwischen zwei und zehn Schnelllader (HPC, High Performance Charger) mit bis zu 350 kW Ladeleistung.

Die Hersteller fürchten nach dem enormen Elektroauto-Verkaufserfolg im Jahr 2020 lange Schlangen vor den Ladestationen. Eine neue Finanzierungsrunde soll nun mehr Ladestationen ermöglichen. "Zusätzliche Investitionsmöglichkeiten werden in Betracht gezogen", sagte Ionity-Chef Michael Hajesch in einem Interview. Dabei stehen Städte und weniger frequentierte Autobahnen im Fokus, wo Ionity bisher nicht vertreten ist.

Im letzten Jahr stiegen die Zulassungen von Plug-in-Hybriden und Elektroautos um 144 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und allein VW plant, die Auslieferungen von Elektroautos in diesem Jahr noch einmal zu verdoppeln – schließlich ist der ID.4 gerade erst gestartet.

So ist klar, dass die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden muss. Es geht nun darum, wer dafür zahlen soll. So setzen sich die Hersteller dafür ein, dass die Europäischen Union bis 2024 eine Million öffentliche Ladepunkte einrichtet. Das wäre etwa eine Vervierfachung gegenüber den 224.500 Ladepunkten, die es 2020 gab.

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Quelle: Bloomberg

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