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Estrema Fulminea: Supersportler mit Festkörperakku und Supercaps

Estrema Automobili will auch eine Festkörperakku-Fabrik bauen

Estrema Fulminea: Ein Elektro-Supersportler mit 1.500 KW

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

14. Mai 2021 um 08:13 Uhr

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Das italienische Startup Estrema Automobili hat den im Februar 2021 angeteaserten Fulminea enthüllt. Der rein elektrisch angetriebene Supersportwagen verfügt über vier E-Motoren mit zusammen 1.500 kW und sprintet damit in weniger als 10 Sekunden auf Tempo 320 km/h.

Eine Besonderheit ist der Hybrid-Energiespeicher, der aus einem Lithium-Ionen-Festkörperakku und Ultrakondensatoren besteht. Dabei sorgt offenbar der Feststoffakku für die Reichweite, während die Supercaps für die Sportlichkeit zuständig sind: Sie nehmen bei der Rekuperation Energie besonders schnell auf und geben sie auch sehr schnell wieder ab, wenn man sie braucht. Die Interaktion zwischen beiden Komponenten wird von einer Software namens EVE-Ai gesteuert, die zusammen mit Electra Vehicle entwickelt wurde. Die Festkörper-Zellen stammen von ABEE (Avesta Battery Energy Engineering).

Bildergalerie: Estrema Fulminea (2023)

Estrema Fulminea (2023)

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Estrema Fulminea (2023) Estrema Fulminea (2023) Estrema Fulminea (2023) Estrema Fulminea (2023) Estrema Fulminea (2023) Estrema Fulminea (2023)

Die Speicherkapazität liegt bei 100 kWh, das Gewicht bei nur 300-320 Kilo. Daraus errechnet sich eine Energiedichte von rund 320 Wh/kg. Seltsamerweise gibt Estrema auf seiner Website aber eine Energiedichte von 450 Wattstunden pro Kilo an – möglicherweise ist dies die Energiedichte auf Zellebene. Die WLTP-Reichweite wird mit rund 520 km angegeben.

Der Extreme Lightning wird in Modena hergestellt und soll Ende 2023 auf den Markt kommen. Eine erste Charge soll 61 Stück umfassen, die Preise vor Steuern beginnen bei 1.961.000 Euro, mit deutscher Mehrwertsteuer sind das rund 2,3 Millionen Euro.

Damit aber noch nicht genug. Estrema Automobili will auch eine Produktion für Festkörperbatterien aufbauen. Sie soll 2025 fertig sein und nur 400 bis 500 Millionen Euro kosten. Die "Gigafactory" soll aber auch nur eine Jahresproduktion von 2,5 GWh erreichen – im Vergleich zu Werken für normale Akkus mit flüssigem Elektrolyt ist das wenig.

Entstehen soll die Fabrik in Italien, und zwar möglichst in der Nähe von Modena, wo der Fulminea gebaut wird. Durch die größeren Stückzahlen sollen die Kosten des Festkörperakkus sinken, die derzeit noch bei rund 3.000 Euro pro kWh betragen. Das heißt, derzeit kostet der 100-kWh-Akku des Fulminea noch etwa 300.000 Euro.

Technische Daten des Estrema Fulminea

Quelle: InsideEVs Italien, Estrema Automobili

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