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Elektrische C-Klasse kostet mit Mercedes-Rabatt 64.325 Euro

Der C 400 4Matic mit 800-Volt-System und 753 km WLTP-Reichweite ist nun konfigurierbar. Ein Hecktriebler mit 800 km Reichweite folgt.

Mercedes C 400 4Matic EQ (2026) in Lavender Silver
Bild von: Mercedes-Benz

Die elektrische C-Klasse von Mercedes ist nun konfigurierbar. Zum Start gibt es den C 400 4Matic EQ mit 360 kW; das ist die Motorisierung, die wir schon vom GLC EQ kennen. Dafür verlangt Mercedes 67.711 Euro oder 64.325 Euro mit Herstellerrabatt. Damit liegt der Preis knapp 3.600 Euro unter dem des GLC EQ. Die WLTP-Reichweite der Basisversion liegt laut Konfigurator bei 753 Kilometer.

Die elektrische Mittelklasse-Limousine wurde am 20. April 2026 vorgestellt. Sie basiert wie der GLC EQ auf der 800-Volt-Plattform MB.EA. Bei der Modellbezeichnung entfällt das notorische "mit EQ-Technologie"; offiziell heißt das Modell nun anscheinend C 400 4Matic elektrisch (analog zum VLE 300 elektrisch). Wir bleiben der Einfachheit halber bei dem angehängten Kürzel EQ.


ExterieurInterieurAntrieb/Akku | Ausstattung 


Bildergalerie: Mercedes C 400 4Matic EQ (2026)

Exterieur

Die elektrische C-Klasse ist rund vier Zentimeter länger als der GLC EQ, der Radstand ist dagegen genau einen Zentimeter kürzer. Die Front ähnelt der des SUVs; so prangt auch hier ein großer Chromgrill mit mittigem Stern. Dazu kommen große Lufteinlässe. Die Scheinwerfer enthalten wie beim GLC nur einen Stern pro Seite.

  Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum
C-Klasse EQ 4.883 mm 1.892 mm 1.503 mm 2.962 mm 470 Liter
101 Liter Frunk
GLC EQ 4.845 mm 1.938 mm 1.644 mm 2.972 mm 570–1.740 Liter
128 Liter Frunk

Mit dem optionalen "Keyless-Go mit Hands-free Access"-System verfügt die Elektrolimousine über bündig eingelassene Türgriffe. Die Seitenansicht ist eher die eines Coupés als die einer Stufenhecklimousine, doch wie die Verbrennerversionen hat auch die elektrische Variante nur einen kleinen Kofferraumdeckel. Darauf gibt es eine kleine Spoilerlippe. Die Rückleuchten zeigen pro Seite zwei Sterne mit einem oben angeschnittenen Kreis darum herum – wie beim GLC. Unten schwingt sich eine Chromspange ums Heck.

Im serienmäßigen Avantgarde-Look rollt die Elektrolimousine auf 18-Zoll-Alurädern und mit dem Chromgrill an. Illuminiert ist er jedoch nicht. Der "ikonische Grill mit beleuchtetem Panel" ist nur als Bestandteil des "Advanced-Plus-Paket mit Digitalen Extras" bestellbar, das 3.570 Euro kostet.

Mercedes C 400 4Matic EQ (2026): Die Technik

In der elektrischen C-Klasse gibt es drei verschiedene Displaylandschaften

Bild von: Mercedes-Benz

Interieur

Das Cockpit der elektrischen C-Klasse wurde bereits im Detail vorgestellt. Hier wird entweder der 39,1 Zoll große Hyperscreen oder der Superscreen aus drei separaten Displays (10,3 plus zweimal 14 Zoll) verbaut. Die Navigation basiert auf Google Maps. Dazu kommt eine hohe Mittelkonsole mit zwei Handy-Ladeschalen. Die Fahrmodi P, N, R und D werden mit einem Hebel am Lenkrad aktiviert. Zudem werden das Sky-Control-Glasdach sowie ein Burmester-Soundsystem angeboten.

Der Kofferraum fällt mit 470 Litern um 100 Liter kleiner aus als beim GLC EQ. Der Frunk fasst mit 101 Litern ebenfalls weniger als beim SUV (128 Liter). Auch die maximale Anhängelast fällt mit 1,8 Tonnen deutlich geringer aus (GLC EQ: 2,4 Tonnen).

Mercedes C 400 4Matic EQ (2026): Die Technik

Der Frontantrieb mit DCU

Bilder von: Mercedes-Benz
Mercedes C 400 4Matic EQ (2026): Die Technik

Der Heckantrieb mit dem Zweigang-Getriebe

Bilder von: Mercedes-Benz

Antrieb und Batterie

Wie der GLC 400 4Matic EQ hat auch die elektrische C-Klasse ein 800-Volt-System. Zwei Permanentmagnet-Motoren mit zusammen 360 kW sorgen für den Vortrieb. Dabei wird die Vorderachse über eine mechanische Kupplung (Disconnect Unit, DCU) abgekoppelt, wenn nicht die volle Power gebraucht wird.

  Mercedes C 400 4Matic EQ
Antrieb AWD 360 kW, 800 Nm
0–100 km/h / Höchstgeschwindigkeit 4,0 Sek. / 210 km/h
WLTP-Verbrauch 14,1–18,5 kWh/100 km
Akku netto 94,5 kWh
WLTP-Reichweite 592–762 km

An der Hinterachse arbeitet ein Zweigang-Getriebe. Im ersten Gang wird die Kraft über Klauen und im zweiten Gang über Scheiben übertragen. Der erste Gang hat eine kurze Übersetzung von 11:1, was eine gute Beschleunigung aus dem Stand, eine hohe Anhängelast und geringe Stadtverbräuche ermöglicht. Der zweite Gang ist mit einer Übersetzung von 5:1 auf hohe Effizienz auf der Autobahn ausgelegt. Die Rekuperation speichert elektrische Energie mit bis zu 300 kW Leistung in den Akku zurück. Dieser Maximalwert dürfte wie üblich beim Bremsen erreicht werden, aber nicht im Schub. Die Schubrekuperation wird über Wippen eingestellt.

Mercedes C 400 4Matic EQ (2026): Die Technik
Bild von: Mercedes-Benz

Die Batterie ist mit 94,5 statt 94 kWh netto minimal größer als beim GLC; vermutlich ist einfach der Puffer zwischen Brutto- und Nettowert geringfügig kleiner. Wohl wegen der deutlich kleineren Stirnfläche und des niedrigeren Gewichts ergeben sich hier jedoch bis zu 762 statt 673 km WLTP-Reichweite. Eine Long Range Edition wie beim GLC EQ gibt es hier nicht. Eine höhere Reichweite bietet jedoch ein später folgender Hecktriebler, der etwa 800 km am Stück schaffen soll.

  Mercedes C 400 4Matic EQ
Max. Ladeleistung AC/DC 11 (optional 22) kW / 330 kW
DC-Ladedauer 10–80 % 22 min
DC-Ladegeschwindigkeit 3,0 kWh/min
Reichweite-Nachladen bis 24,2 km/min

Das Aufladen mit 800 Volt Gleichspannung erfolgt wie beim GLC EQ mit bis zu 330 kW. Die Ladedauer beträgt wie dort 22 Minuten (10–80 %). Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 94,5 kWh x 0,7 / 22 min = 3,0 kWh/min. Für das Nachladen von Reichweite ergeben sich bestenfalls 762 km x 0,7 / 22 min = 24,2 km/min.

Für eine 400-Volt-Lademöglichkeit wird wie beim GLC ein Aufpreis verlangt. Den dafür nötigen Konverter erhält man wie beim GLC für 655 Euro; damit kann man zum Beispiel am Tesla-Supercharger laden, allerdings nur mit ziemlich bescheidenen 100 kW. 

Technische Daten des Mercedes C 400 4Matic EQ als PDF zum Download

Sonstige Technik und Ausstattung

Das Fahrwerk ist serienmäßig ein Stahlfahrwerk mit frequenzselektiven Dämpfern; optional ist eine Luftfederung mit elektronisch geregelten Dämpfern und variabler Fahrwerkshöhe (Airmatic) verfügbar. Wie beim neuen EQS nutzt das System Car-to-X-Informationen, um die Dämpfer auf vorausliegende Temposchwellen einzustellen. Zu den weiteren technischen Besonderheiten gehört eine Hinterradlenkung mit einem Einschlagswinkel von 4,5 Grad. Damit soll sich der Wendekreis auf 11,2 Meter verkleinern – das ist fast der gleiche Wert wie beim VW Golf (11,1 Meter). Die Elektro-Mittelklasse verfügt über die Fähigkeit zum bidirektionalen Laden.

Die elektrische C-Klasse konkurriert mit dem BMW i3. Hier eine kleine Vergleichstabelle:

  Mercedes C 400 4Matic EQ BMW i3 50 xDrive
Antrieb AWD 360 kW AWD 345 kW
Akku netto 94,5 kWh 108,7 kWh
WLTP-Reichweite bis 762 km bis ca. 900 km
DC-Ladeleistung / -dauer 320 kW / 22 min 400 kW / 21 min
DC-Ladegeschwindigkeit 3,0 kWh/min 3,6 kWh/min
Reichweite-Nachladen bis 24,2 km/min bis ca. 30 km/min
Basispreis 64.325 Euro
(mit Mercedes-Rabatt)
k.A.

Unter dem Strich

Die elektrische C-Klasse startet mit der gleichen Motorisierung wie der GLC EQ und mit einer sehr ähnlichen Batterie. Damit ergeben sich bis zu 762 km WLTP-Reichweite. Der konkurrierende BMW i3 schafft 900 km. Die Ladeperformance ist ebenfalls deutlich schlechter. Auch wenn Reichweite und Laden nicht alles ist: Das ist dann doch etwas enttäuschend. Dazu kommt, dass der Mercedes nur gegen Aufpreis an 400-Volt-Säulen laden kann und auch dann nur mit unterirdischen 100 kW. Zu den Vorteilen des Mercedes gehört vor allem die optionale Luftfederung.