"Commercial Japan Partnership" von Toyota umfasst nun auch Minifahrzeuge

Suzuki und Daihatsu schließen sich der Commercial Japan Partnership (CJP) an, einem im März angekündigten und im April 2021 gegründeten Nutzfahrzeug-Joint-Venture, zu dem bisher Toyota, Toyotas Nutzfahrzeugsparte Hino und Isuzu gehören. Das Gemeinschaftsunternehmen soll die Zusammenarbeit bei Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb und autonomen Fahrfähigkeiten fördern.

Suzuki und Daihatsu erwerben nun jeweils 10 Prozent der CJP-Aktien von der Toyota Motor Corporation. Jeweils weitere 10 Prozent gehören Hino sowie Isuzu, während Toyota den Großteil der Aktien (60 Prozent ) hält.

Suzuki und Daihatsu Firmen sind besonders stark im Bereich der kleinen Nutzfahrzeuge, die in Japan etwa 31 Millionen der insgesamt 78 Millionen Fahrzeuge ausmachen – also stolze 40 Prozent des japanischen Fuhrparks. Besonders in ländlichen Gebieten tragen sie zur Versorgung der Bevölkerung bei. Außerdem sind die Mini-Nutzfahrzeuge als Last-Mile-Lieferfahrzeuge in den engen Großstädten am Werk. Mit der Ausweitung auf die Minifahrzeuge deckt CJP nun die gesamte Nutzfahrzeugpalette bis hin zu großen Lkw ab.

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Zusammen wollen die Partner nun die Einführung von Elektrofahrzeugen und autonomen Fahrzeugen beschleunigen. Dabei sollen die "CASE"-Technologien von Toyota genutzt werden, wobei das Kürzel für die Schlagwörter "Connected" (vernetzt), "Autonomous" (autonom), "Shared" (geteilt) und "Electric" (elektrisch) steht. 

Eine Herausforderung bei der Elektrifizierung und der Einführung autonomer Fahrtechnik in kleineren Fahrzeugen besteht darin, die Kosten unter Kontrolle zu halten, denn in den preisgünstigen Segmenten sind die Kunden besonders preissensibel.

Das folgende Video zeigt die gemeinsame Pressekonferenz der vier Firmen mit englischer Synchronisierung:

Toyota und Suzuki sind seit zwei Jahren aneinander beteiligt; Daihatsu wurde bereits 2016 eine Tochtergesellschaft von Toyota. Die Marke Toyota verkauft keine Nutzfahrzeuge; der Konzern vertreibt sie unter der Marke Hino. Allerdings steuert die Pkw-Marke CASE-Technologie bei.

Bei der Gründung der CJP hieß es, die Unternehmen sollten gemeinsam an der Entwicklung von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen (FCEVs), autonomen Fahrtechnologien und elektronischen Plattformen arbeiten, die sich auf den Bereich der kleinen Nutzfahrzeuge konzentrieren. So sollten die Fahrzeugkosten sinken.

Akio Toyoda, President and Representative Director, Toyota Motor Corporation / Soichiro Okudaira, President, Daihatsu Motor Co., Ltd. / Toshihiro Suzuki, Representative Director and President, Suzuki Motor Corporation / Hiroki Nakajima, President, Commercial Japan Partnership Technologies Corporation
Von links nach rechts: Akio Toyoda (Toyota), Soichiro Okudaira (Daihatsu), Toshihiro Suzuki (Suzuki) und Hiroki Nakajima (CJP)

Außerdem sollen die Firmen ihre Connected-Systeme miteinander verknüpfen, um eine Plattform für Nutzfahrzeuge aufzubauen. Das soll es ermöglichen, verschiedene Logistiklösungen anzubieten, die die Transporteffizienz von Nutzfahrzeugen verbessern und zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen.