CATL, der größte chinesische Batteriehersteller, hat in einem neuen Batteriewerk mit der Serienproduktion begonnen. Der neue Standort ist das bislang größte Werk der Firma. Die geplante Produktionskapazität liegt bei 120 Gigawattstunden (GWh) jährlich. 

Das neue Werk mit der schlichen Bezeichnung Plant 2 befindet sich in Fuding, etwa auf halbem Weg zwischen Shanghai und Hongkong an der Küste gelegen. Damit liegt es nur etwa 140 Auto Kilometer nördlich von CATLs Zentrale in Ningde. Laut CATL verging von Baubeginn bis zur Inbetriebnahme weniger als ein Jahr.

Die 120 GWh entsprechen laut Cnevpost etwa der Kapazität, die in den ersten elf Monaten des Jahres in chinesische E-Autos eingebaut wurde. Wenn man der Einfachheit halber von 100-kWh-Akkus ausgeht, reicht die Jahreskapazität von 120 GWh für 1,2 Millionen Elektroautos. In einer ersten Phase soll die Produktionskapazität 60 GWh betragen. Für diese Phase hat CATL eine Investition von 17 Milliarden Yuan (etwa 2,4 Milliarden Euro) investieren. Geplant ist die Produktion von Zellen und Modulen.

Vor wenigen Tagen hat CATL zudem per offizieller Pressemitteilung den ersten Spatenstich zu einem weiteren Batteriewerk verkündet. Dieses entsteht in Xiamen, etwa 340 Auto-Kilometer südlich von Ningde. Es soll im Dezember 2024 die geplante Kapazität von etwa 20 GWh erreichen.

Mit den beiden neuen Werken wird CATL über zehn Produktionsstandorte weltweit sowie Joint Ventures mit Automobilunternehmen verfügen. Die geplante Produktionskapazität wird dann über 600 GWh liegen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2021 lag CATL mit 13 GWh weltweit auf Platz eins der Batterieproduzenten.

Ein weiterer Produktionsstandort entsteht derzeit in Arnstadt bei Erfurt – als erstes CATL-Batteriewerk außerhalb Chinas. Der erste Spatenstich dort erfolgte im Oktober 2019. Nach einem Bericht in der Automobilwoche vom November soll dort ein etwa 500 Meter langer Neubau mit sechs Produktionslinien entstehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant. Dann sollen dort 14 GWh jährlich entstehen; später soll die Kapazität auf 24 GWh steigen. Zu den Kunden wird unter anderem Fisker gehören.