CATL-Batteriewerk bei Erfurt soll ab der 2. Jahreshälfte arbeiten
Betriebsgenehmigung für erste Ausbaustufe mit einer Kapazität von 8 GWh erteilt
Die Produktion des neuen CATL-Batteriewerks in Thüringen soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 beginnen. Der chinesische Batteriehersteller erhielt nun die Betriebsgenehmigung für die erste Ausbaustufe der Fabrik, wie unter anderem die Zeit berichtet.
Die Produktionskapazität liegt zunächst bei recht bescheidenen acht Gigawattstunden – deutlich weniger als die zunächst geplanten 14 GWh. Das würde für etwa 120.000 Elektroautos reichen, sagte CATL-Europa-Chef Matthias Zentgraf. Dabei hat er offenbar mit 67-kWh pro Batterie gerechnet. Eine Erweiterung auf bis zu 100 GWh soll möglich sein.
Mit dem Neubau wurde im Oktober 2019 begonnen. Das Werk steht im Gewerbegebiet Erfurter Kreuz, dem größten in Thüringen. Der Standort liegt bei Arnstadt, etwa 20 Auto-Kilometer südlich der thüringischen Hauptstadt.
Betrieben wird das Werk von der deutschen CATL-Tochtergesellschaft Contemporary Amperex Technology Thuringia (CATT). Bis Jahresende soll die Fabrik 1.500 Mitarbeiter aus der Region beschäftigen. Dazu kommen noch einige hundert Experten aus China, die aber nur vorübergehend bei der Inbetriebnahme der Maschinen helfen.
In den Neubau will CATL insgesamt 1,8 Milliarden Euro investieren, so Zentgraf. Die Produktionsmaschinen seien schon auf dem Weg nach Arnstadt. Die Kunden drängten auf einen möglichst schnellen Start.
Bis 2023 sollen in Arnstadt insgesamt sechs Fertigungslinien errichtet werden. Das Werk ist das erste von CATL außerhalb Chinas und soll alle großen deutschen Autohersteller mit Batteriezellen beliefern.
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) sprach von einer der größten Batteriezellenfabriken in Europa mit künftig bis zu 2.000 Arbeitsplätzen. Die CATL-Fabrik zeige, dass auch mit aufwendigen Prüfungen schnelle Genehmigungen erteilt werden könnten. Erfreulich sei auch, dass die Dächer für die Gewinnung von Solarstrom für die Produktion genutzt würden.
Laut Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte die Investition Signalwirkung. So habe sich Intel bei seiner Entscheidung für Magdeburg als Standort seiner neuen Chipfabrik auch auf CATL bezogen.
Quelle: Zeit.de
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