Am 19. Mai, also am Donnerstag der kommenden Woche, zeigt Mercedes die Vision AMG. Das Showcar ist ein rein elektrisches Hochleistungsmodell. Diese noch recht fragmentarischen Informationen verriet nun Mercedes-Designchef Gorden Wagener auf seinem Instagram-Account. 

Dazu postete er ein dunkles Teaserbild der Silhouette. Die Seitenansicht ähnelt deutlich dem Technologieträger EQXX: Da ist der gleiche kurze Vorderwagen, die gleiche Dachlinie und das gleiche, steil abfallende Heck. Das Autos scheint sogar die gleichen Rückleuchten zu bekommen: eine durchgehende Lichtleiste, die sich um die Ecken herumzieht und in der Seitenansicht schräg nach unten und vorne abfällt:

Mercedes Vision AMG (Teaserbild)
Mercedes Vision EQXX: Ist da ein Schuss Aston Martin DB5 mit drin?

Allenfalls scheint die Passagierkabine niedriger und die hinteren Kotflügel muskulöser zu sein – doch das könnte auch eine Übertreibung sein, wie sie Zeichners gerne verwenden, um charakteristische Merkmale zu betonen.

Zum Auto selbst verriet Wagener nichts, und die beiden weiteren Bilder seines Posts zeigen nur noch einmal den vorderen und den hinteren Teil der Seitenansicht.

 

Dass es am 19. Mai Neues zu den Elektrosportwagen von AMG geben wird, hatte Konzernchef Ola Källenius schon bei einer Konferenz der Financial Times am 9. Mai verraten. Bei der FT Future of the Car 2022 Conference hatte Källenius laut Reuters gesagt: "Wir sind jetzt mitten in der Entwicklung einer dedizierten Elektro-Architektur für AMG." Die dazugehörige Plattform würde "irgendwann gegen Ende 2025" auf den Markt kommen.

Bei der erwähnten Plattform handelt es sich vermutlich um AMG.EA. Die Affalterbacher Version der neuen Electric Architecture (EA) wurde bereits im Sommer 2021 vorgestellt – neben entsprechenden EA-Versionen für die Van-Sparte und für die Pkw von Mercedes-Benz. Schon damals wurden diese Plattformen für 2025 angekündigt. Bei der gleichen Veranstaltung hatte Mercedes auch erste Teaserbilder des EQXX gezeigt.

Die EA-Plattformen sollen die neue Antriebsgeneration eATS 2.0 erhalten. Die Elektromotoren sollen Axialfluss-Maschinen sein; letztere werden von Mercedes-Tochter Yasa in Berlin-Marienfelde gebaut. Ein Axialflussmotor produziert meist mehr Drehmoment als ein konventioneller Radialflussmotor, es ist aber oft auch mehr Permanentmagnet-Material nötig.