Knapp 95.000 reine Elektroautos (BEVs) wurden im ersten Quartal 2023 in Deutschland verkauft. Damit wurden etwa 11.000 BEVs oder 13 Prozent mehr verkauft als in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Das geht aus den heute veröffentlichten KBA-Daten hervor.

Über alle Antriebsarten hinweg wurden im ersten Quartal rund 667.000 Autos verkauft; im Vorjahreszeitraum waren es etwa 626.000 Fahrzeuge. Der BEV-Anteil an den gesamten Verkäufen stieg von 13,4 auf 14,2 Prozent. Im gesamten Jahr 2022 hatte der BEV-Anteil noch bei 17,7 Prozent gelegen. 

Das meistverkaufte Elektro-Modell war erneut das Tesla Model Y, doch das Model 3, das im Gesamtjahr 2022 noch auf Platz zwei lag, fällt auf Platz vier zurück. Möglicher Grund: Das Model 3 soll demnächst ein Facelift erhalten. Der Tesla lässt den VW-Modellen den Vortritt: Der ID.4/5 erreicht nun Rang zwei, der ID.3 kommt auf Rang drei. Auch der Fiat 500 Elektro, der letztes Jahr auf Platz drei nach den beiden Teslas lag, fällt in der Verkaufsstatistik deutlich zurück.

Elektroauto-Bestseller in Deutschland im 1. Quartal 2023

  1. Quartal 2023 Gesamtjahr 2022 Platzierung im Gesamtjahr 2022
1. Tesla Model Y 15.851 Stück 35.426 Stück 1
2. VW ID.4 und ID.5  6.782 Stück 24.847 Stück 4
3. VW ID.3  5.285 Stück 23.286 Stück 5
4. Tesla Model 3  4.188 Stück 33.841 Stück 2
5. Audi Q4 e-tron  3.602 Stück 12.406 Stück >10
6. Audi Q8 e-tron  3.449 Stück 13.232 Stück (e-tron) -
7. Fiat 500 Elektro  3.093 Stück 29.635 Stück 3
8. Smart Fortwo  3.055 Stück  9.700 Stück >10
9. Skoda Enyaq  2.735 Stück 12.184 Stück >10
10. Mini Cooper  2.663 Stück 11.744 Stück >10
Alle E-Autos 94.736 Stück 470.559 Stück  
Alle Kfz 666.818 Stück 2.651.357 Stück  
BEV-Quote 14,2 Prozent 17,7 Prozent  

Wie man an unserer Tabelle sieht, hat sich die Reihenfolge gegenüber dem Gesamtjahr 2022 deutlich verändert. Nicht mehr unter den Top 10 landeten der Hyundai Kona Elektro (letztes Jahr noch auf Platz 6), der Opel Corsa-e (letztes Jahr Platz 7), der Dacia Spring (Platz8, der Hyundai Ioniq 5 (Platz 9) und der VW e-Up (Platz 10).

Dafür stiegen mit zwei Audi-Modelle und dem Skoda Enyaq gleich drei Fahrzeuge aus dem VW-Konzern auf. Zusammen mit der besseren Platzierung der ID-Modelle von VW ergibt sich für den Konzern ein rosiges Bild. Aufsteigen konnten auch die Auslaufmodelle Mini Cooper (neue Version ab Mai 2024) und Smart EQ Fortwo (nur noch diesen April bestellbar). Einen Achtungserfolg kann der MG 4 Electric für sich verbuchen: Von dem ID.3-Konkurrenten wurden in den Monaten Januar bis März 2.392 Stück zugelassen.