Mit dem e-C3 erlebte Citroen so viel Aufmerksamkeit, wie sie die Marke wohl seit Jahren nicht mehr genossen hat – zurecht, denn der Kleinwagen ist sowas wie ein Preisbrecher. Zwei Elemente vom e-C3 übernimmt nun der neue Citroen e-Berlingo: die Optik und die LFP-Batterie.

Die aktuelle Version des Berlingo ist schon die dritte Generation und kam 2018 auf den Markt. Als Elektroversion folgte 2021 dann der Citroen e-Berlingo; seit Anfang 2022 ist der Wagen nur noch mit Elektroantrieb verfügbar. Das gleiche gilt auch für die neue Generation des Hochdachkombis. Der Wagen bekommt nun die gleiche Front wie der e-C3 und das neue Citroen-Logo.

Bildergalerie: Citroen e-Berlingo (2024)

Die auslaufende Version des e-Berlingo hatte einen 100-kW-Motor vorne und kam mit seinem 50-kWh-Akku auf maximal 285 km Reichweite. Die neue Variante hat zwar auch nicht mehr Antriebsleistung und die gleiche Batteriekapazität (50 kWh netto), soll aber 320 km am Stück schaffen. Das heißt, der Stromverbrauch sank deutlich; worauf das genau zurückzuführen ist, lässt Citroen offen. Anders als bisher hat der Akku zudem eine Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP). Neu ist auch, dass eine Wärmepumpe nun optional erhältlich ist.

Anders als bisher lässt sich nun die Rekuperation über Paddles am Lenkrad in drei Stufen einstellen – bisher konnte man nur den B-Modus am Getriebe wählen (für stärkere Rekuperation). Wie gehabt stehen zusätzlich drei Fahrmodi zur Auswahl: Eco, Power und Normal. 

7,4 kW einphasig oder 11 kW dreiphasig: Der serienmäßig eingebaute Bordlader unterscheidet sich je nach Land. Welcher in Deutschland eingesetzt wird, steht noch nicht fest. Bisher war es ein 11-kW-Lader. Mit dieser Leistung dauert ein kompletter Ladevorgang fünf Stunden. Wie gehabt, kann man den Akku auch mit bis zu 100 kW Gleichstrom aufladen. Dabei dauert ein Ladehub von 0 bis 80% dreißig Minuten. Die passenden Ladestationen für längere Routen sucht man sich am besten mit der e-Route-App heraus, empfiehlt Citroen. 

Citroen e-Berlingo (2024)

Neuer e-Berlingo

Citroen e-Berlingo (2022): Das Exterieur

Alter e-Berlingo

Was den Innenraum angeht, so bekommt der neue e-Berlingo erstmals die Advanced-Comfort-Vordersitze. Die dreifarbigen Bezüge wirken erstaunlich hochwertig für ein Nutzfahrzeug (das der e-Berlingo zumindest im Kern immer noch ist). 

Im Fond gibt es wie gehabt drei Sitze, die sich längs verschieben und umklappen lassen. Nach wie vor ist der e-Berlingo auch in den beiden Größen M (4,40 Meter lang) und XL (4,75 m) erhältlich. Für die XL-Version ist wieder zwei optional eine dritte Reihe mit zwei weiteren Plätzen bestellbar. Beide haben zwei Seitenschiebetüre mit elektrischen Fensterhebern. 

Im Cockpit gibt es offenbar ein neues, etwas eckiges Lenkrad mit dem neuen Logo. Es lässts ich nun optional beheizen. Außerdem entfiel offenbar die hohe Mittelkonsole. Was den Touchscreen angeht, so wird statt des Achtzöllers nun ein 10-Zoll-Monitor eingebaut. Auch das Instrumentendisplay ist neu; es ist schwarzweiß, aber konfigurierbar. 

Citroen e-Berlingo (2024)

Neues Cockpit

Citroen e-Berlingo (2022): Das Cockpit

Altes Cockpit

Der Beifahrersitz lässt sich wie gehabt umklappen; dann vergrößert sich die Ladelänge auf 2,70 m bei der M-Version und 3,05 m bei der XL-Version. Erhalten bleibt uns auch das Modutop-Dach mit Panorama-Glasdach und (vom Heck aus zugänglichen) Fächern unter dem Dach.

Der Laderaum fasst 775 bis 4.000 Liter. Die kleinere Zahl bezieht sich auf die Version M mit Beladung bei fünfsitziger Konfiguration bis zur Hutablage, für die schier unglaublichen 4.000 Liter muss man die XL-Variante hinter den zwei Vordersitzen bis zum Dach vollladen. 

Zu den Preisen und zum Datum des Marktstarts äußert sich Citroen noch nicht; den alten e-Berlingo gibt es derzeit noch ab 40.740 Euro.