Wenn man sich dieser Tage auf der offiziellen Website zum Fiat 500 Elektro umsieht, fällt einem der Kiefer herunter. Denn von den gewohnten zwei Motor-Akku-Varianten fehlt eine. Die gehobene Variante mit 87 kW und großer 42-kWh-Batterie ist offenbar nur noch als Lagerfahrzeug verfügbar. Diese entfällt aber nicht, wir wir ursprünglich dachten. Sie fehlt nur kurzzeitig wegen des Modelljahreswechsels, erklärte uns nun ein Fiat-Sprecher.  

Im Konfigurator zum Fiat 500 Elektro finden sich derzeit zwei Versionen: eine für das Modelljahr 2023 und eine für das neue Jahr. Beim alten Modelljahr finden sich nur noch Fahrzeuge in Weiß, Schwarz und Roségold, und die Preise beginnen bei 34.990 Euro. Die Basisversion mit 70 kW sucht man hier vergeblich, es gibt nur die gehobene Variante mit 87 kW. Außerdem liest man einen großen Hinweis auf Lagerfahrzeuge.

Fiat 500 Elektro Modelljahr 2023 im Konfigurator

Klickt man aber unter "Neuer Fiat 500 Elektro MJ23" auf "Bearbeiten", dann lässt sich links das Modell "Neuer 500 MJ24" auswählen. Wir klicken auf "Fortfahren" und finden ein Auto in knalligem Gelb (siehe Titelbild) mit 70 kW zum Preis von 29.490 Euro. Hier kann man zwischen sechs verschiedenen Farben wählen. Hier fehlt jedoch die 87-kW-Version.

Ähnlich bei den Preislisten im PDF-Format: Hier muss zwischen "Preisliste MJ23" mit Stand vom September und "Preisliste MJ24" mit Stand vom Januar 2024 gewählt werden. Beim alten Modell finden sich hier noch alle gewohnten Varianten, mit 70 kW und kleiner Batterie sowie mit 87 kW und großer Batterie, dazu die Karosserievarianten Cabrio und 3+1:

Ausschnitt aus der Preisliste zum Modelljahr 2023

In der anderen Preisliste, der zum Modelljahr 2024, gibt es dagegen nur noch die 70-kW-Version mit kleinem Akku, und keine Karosserie-Alternativen mehr:

Ausschnitt aus der Preisliste zum Fiat 500 Elektro MJ 2024

Wir dachten aufgrund der Preislisten und der Angaben im Konfigurator, dass die 87-kW-Version im neuen Modelljahr entfällt. Dem ist jedoch nicht so, wie nach dem Gespräch mit der Fiat-Presseabteilung klar wurde: Die 87-kW-Variante soll bald wieder zur Verfügung stehen. Wann das so sein wird, konnte uns der Sprecher auf die Schnelle allerdings nicht sagen. Das Positive: Offenbar wird die Basisversion um 500 Euro günstiger. 

Unterm Strich

Die Streichung der 87-kW-Version wäre ein mittleres Drama gewesen, denn damit wäre nicht nur eine Motor-Akku-Kombination, sondern auch noch die Version mit Rolldach ("Cabrio") und die ungewöhnliche Version mit zwei Türen auf der Beifahrerseite ("3+1") entfallen. Gut, dass diese Version weiter angeboten werden soll.

Die Zukunftsaussichten für den 500 Elektro sind aber nicht allzu rosig. Denn der Wagen basiert noch auf einer von Fiat selbst entwickelten Plattform und passt damit nicht ins Plattform-Schema von Stellantis-Konzernchef Carlos Tavares. Bald dürfte es ein Fiat-Derivat des Citroen e-C3 mit 83 kW geben (möglicherweise Fiat Pandina genannt), das wohl deutlich günstiger wird als der Fiat 500 Elektro mit 87 kW. Ergäbe ein Fiat 500 Elektro daneben noch Sinn? Höchstens als Premium-Variante mit schickerem Design.