Der geplante Elektro-Kleinwagen von Fiat soll angeblich nicht Panda Electric oder ähnlich heißen, sondern Pandina. So wird sichergestellt, dass der Neuling nicht mit dem Verbrenner-Panda verwechselt wird, der noch bis 2026 oder 2027 in Turin produziert werden soll. Die aktuelle Panda-Generation ist die dritte; sie ist bereits seit 2011 auf dem Markt.  

Das Auto soll unter anderem in Kragujevac gebaut werden, melden serbische Medien, die sich auf den Konzern berufen. Außerhalb Serbiens berichtete zuerst Electrive.net. Das neue Modell wird vier Meter lang sein und sich an das Design des Fiat Centoventi Concept anlehnen, das bereits 2019 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde. 

Fiat Concept Centoventi (2019)

Das Fiat Concept Centoventi wurde bereits 2019 vorgestellt

Bei dem neuen Modell handelt es sich offenbar um die Fiat-Version des Citroen e-C3. Wie bei Citroen soll es offenbar Versionen mit 200 und mit 320 km Reichweite geben. Auch der Basispreis für die 200-km-Version ist mit rund 20.000 Euro identisch. Daneben soll es eine Hybridversion für etwa 15.000 geben. Das Auto wird in Kragujevac in Zentralserbien, in Kentira (Marokko) sowie im brasilianischen Betim gebaut. Damit erfolgt die Fertigung in anderen Werken als beim Citroen e-C3, der im slowakischen Trnava produziert wird. 

In Kragujevac wurde bis 2022 der Fiat 500L gebaut; ab 2024 soll der Pandina folgen. Offiziell vorgestellt wird das Modell angeblich am 11. Juli 2024. 

Technische Basis ist offenbar wie beim Citroen e-C3 die Smart Car Platform, eine modifizierte Variante der altbekannten Common Modular Platform CMP mit geringeren Kosten. Neben dem Pandina und dem e-C3 soll es noch weitere Stellantis-Modelle auf dieser Plattform geben, darunter ein Citroen e-C3 Aircross und der nächste Opel Crossland Electric.

Allesamt dürften die Stellantis-Modelle einen 83 kW starken Elektromotor haben. Dazu gibt es einen 44-kWh-Akku, der erstmals im Stellantis-Konzern eine Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) besitzt. Die günstige Chemie gehört zu den Gründen für den niedrigen Preis. Außerdem hat die Basisversion des Citroen e-C3 für 23.300 Euro keinen Touchscreen, sondern nur ein kleines Instrumentendisplay sowie eine Halterung fürs Smartphone. Der Citroen soll im zweiten Quartal des nächsten Jahres zu den Händlern kommen, also frühestens ab April.

Die günstigen E-Autos des Stellantis-Konzerns werden zunächst gegen den Dacia Spring (ab knapp 23.000 Euro) und gegen den Renault Twingo Electric (ab 28.000 Euro) antreten. Das neue Fiat-Modell wird sich wohl unterhalb des Fiat 500 Elektro einordnen, den es ab 30.990 Euro gibt.

Unser Titelbild zeigt ein Rendering des Fiat Pandina.