Der geplante Elektro-Kleinwagen von Fiat wird am 11. Juli vorgestellt. Und das neue Modell wird nicht Pandina heißen, wie Gerüchte vom Dezember behaupteten. Denn Pandina ist der neue Name für den modifizierten Panda mit Verbrenner.

Die aktuelle Panda-Generation ist die dritte; sie ist bereits seit 2011 auf dem Markt. Nun startet eine neue Version des Verbrenner-Kleinstwagens, der als Pandina noch bis mindestens 2027 in Pomigliano d'Arco (bei Neapel) produziert werden soll, wie Fiat nun offiziell meldet.

Der Fiat Pandina ist kein Elektroauto, sondern die neue Version des Verbrenner-Panda

Der Fiat Pandina ist kein Elektroauto, sondern die neue Version des Verbrenner-Pandas

Serbische Medien hatten im Dezember berichtet, der Elektro-Panda werde Pandina heißen. Der Neuling solle in Kragujevac in Zentralserbien gebaut werden, daneben auch in Kentira (Marokko) sowie im brasilianischen Betim. Damit erfolge die Fertigung in anderen Werken als beim technisch verwandten Citroen e-C3, der im slowakischen Trnava produziert wird. Das neue Modell werde vier Meter lang sein und sich an das Design des Fiat Centoventi Concept anlehnen, das bereits 2019 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde. 

Fiat Concept Centoventi (2019)

Das Fiat Concept Centoventi wurde bereits 2019 vorgestellt

Eine Elektroversion des Panda ist jedoch wirklich geplant. Unser Titelbild zeigt ein Rendering des Fahrzeugs auf Basis der kürzlich präsentierten Studie. Die Technik stammt jedoch vom Citroen e-C3, der wiederum auf der Smart Car Platform basiert. Diese wurde angeblich von der altbekannten Common Modular Platform (CMP) abgeleitet, hat aber niedrigere Kosten. Auf der gleichen Grundlage sollen noch weitere Stellantis-Modelle folgen, darunter ein Citroen e-C3 Aircross und der Opel Frontera Electric.

Bildergalerie: Fiats Elektro-Panda (2024) als Rendering

Zu den Gründen für die niedrigen Kosten gehört der 44-kWh-Akku, der erstmals im Stellantis-Konzern eine günstige Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) besitzt. Damit sind etwa 300 km am Stück möglich. Später soll es zumindest bei Citroen, aber wohl auch bei Fiat eine Version mit 200 km Reichweite geben. Allesamt dürfte der Fiat den gleichen 83 kW starken Elektromotor bekommen wie der e-C3.

Die neuen Stellantis-Modelle werden gegen die günstigsten Elektroautos auf dem Markt antreten. Dazu gehören der Dacia Spring (ab rund 23.000 Euro, mit Rabatt rund 13.000 Euro) und der Renault Twingo Electric (ab 28.000 Euro). Das neue Fiat-Modell wird sich wohl unterhalb des Fiat 500 Elektro einordnen, den es derzeit ab etwa 25.000 Euro gibt.

Unter dem Strich

Mangels harter Fakten berichten wir öfter über Gerüchte, und die erweisen sich nicht immer als richtig. So auch in diesem Fall: Die serbischen Kolleginnen und Kollegen haben offenbar etwas falsch verstanden – das ist uns auch schon passiert, besonders, wenn man etwas nur mündlich bei einer Veranstaltung gesagt bekommt.