Kia PV5 Cargo nun für 32.933 Euro netto bestellbar (Update)
L2H1-Version ist mit 4,70 m so groß wie der VW ID. Buzz, kostet aber 10.000 Euro weniger
Der Elektrotransporter Kia PV5 Cargo ist ab sofort in der Version L2H1 bestellbar. Mit 4,70 Meter Länge ist der futuristisch gestylte Neuling so groß wie der VW ID. Buzz Cargo. Es gibt Varianten mit 51-kWh-Akku und 89-kW-Frontantrieb sowie mit 71-kWh-Batterie und 120 kW Antriebsleistung, eine dritte Variante soll noch folgen. Die Preise beginnen bei 32.933 Euro netto und ausgeliefert wird ab November.
Die Startversion PV5 Cargo L2H1 hat 4.695 mm Länge, 1.895 mm Breite, und 1.923 mm Höhe. Auf der Hersteller-Website finden sich auch die Maße des Ladeabteils: 2.555 mm Länge, 1.565 mm Breite und 1.520 mm Höhe; Damit verfügt der Wagen über 4,4 m³ Stauvolumen.
Bildergalerie: Kia PV5 (2025)
Für den PV5 Cargo L2H1 werden zum Start zwei Batterien angeboten (51,5 und 71,2 kWh), später kommt noch ein 43,3-kWh-Akku hinzu. Für den Antrieb kommen Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM) mit 89 bzw. 120 kW zum Einsatz; das System arbeitet mit 400 Volt.
| Kia PV5 Cargo L2H1 Standard Range |
Kia PV5 Cargo L2H1 Long Range |
|
| Antrieb | FWD 89 kW, 250 Nm | FWD 120 kW, 250 Nm |
| 0-100 km/h | 16,3 Sek. | 12,5 Sek. |
| Höchstgeschwindigkeit | 135 km/h | 135 km/h |
| Akku | 51,5 kWh | 71,2 kWh |
| WLTP-Reichweite | 291 km | 397 km |
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11 / 150 kW | 11 / 150 kW |
| DC-Ladedauer (10-80%) | 30 min | 30 min |
| Zuladung | bis 790 kg | bis 690 kg |
| Anhängelast | 450 kg | 750 kg |
| Basispreis netto (Ausstattung) | 32.932 Euro (Essential) | 36.810 Euro (Plus) |
Serienmäßig gibt es eine Schiebetür rechts, optional eine zweite auf der linken Seite. Stolz ist Kia auf die niedrige Ladekante von seitlich 399 mm und hinten 419 mm. Hinten gibt es eine bis zu 180 Grad öffnende Doppelflügeltür.
| PV5 Cargo L2H1 FWD 89 kW 51,5 kWh |
PV5 Cargo L2H1 FWD 120 kW 71,2 kWh |
|
| Essential | 32.933 Euro netto | - |
| Plus | 33.450 Euro netto | 36.811 Euro netto |
| Elite | 34.790 Euro netto | 38.151 Euro netto |
Schon die Basisversion Essential ist gut ausgestattet: ein 7,5-Zoll-Instrumentendisplay und ein 12,8-Zoll-Touchscreen inklusive Navi sind Serie, außerdem 16-Zoll-Stahlräder, LED-Licht, Parkpiepser vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, Klimaautomatik, ein 11-kW-Bordlader und Lenkradwippen zum Einstellen der Rekuperation.
Bei der Version Plus kommt noch eine 220-Volt-Steckdose im Laderaum hinzu, über die man Werkzeuge mit bis zu 3,6 kW versorgen kann. Außerdem sind dann Sitz- und Lenkradheizung und eine induktive Ladestation für Handys an Bord. Die Topausstattung Elite setzt noch einen Totwinkelassistent mit Anzeige im Tacho, elektrisch anklappbare Außenspiegel, seitliche Parksensoren und ein Rundumsichtsystem drauf.
Die Kurzversion L1H1 folgt Anfang 2026, eine Langversion mit Hochdach (L2H2) und 5,2 m³ Ladevolumen erst danach. Auch eine Passenger-Variante in Varianten mit fünf und sieben Sitzen ist geplant. Auch eine Variante mit Doppelkabine namens Crew ist angekündigt.
Während die Passenger-Varianten des PV5 bei allen Kia-Händlern erhältlich sein werden, wird der PV5 Cargo in Deutschland über ein spezialisiertes Händlernetz vertrieben, das sich noch im Aufbau befindet. Neben den Fahrzeugen will Kia auch Lade- und Software-Lösungen sowie ein Flottenmanagement anbieten. Dabei wird die Tatsache genutzt, dass das Betriebssystem der PBVs auf Android Automotive basiert. So können nachträglich Anwendungen über den App Store installiert werden.
Hier ein kleiner Vergleich mit Konkurrenten bezüglich Größe und Preis:
| Länge | Ladevolumen | Basispreis netto | |
| Kia PV5 Cargo L2H1 | 4,70 m | 4,4 m³ | 32.933 Euro |
| VW ID. Buzz Cargo Pure | 4,71 m | 3,9 m³ | 42.710 Euro |
| Opel Vivaro Electric Kasten L2 | 4,98 m | 5,3 m³ | 39.500 Euro |
| Ford E-Transit Custom L1H1 | 5,05 m | 3,8 m³ | 40.090 Euro |
| Mercedes eVito Kasten Lang | 5,14 m | 6,0 m³ | 36.181 Euro |
Nach Elektroautos für Privatleute wie dem EV3, EV6 und EV9 wendet sich Kia nun Nutzfahrzeugen für die gewerbliche Kundschaft zu. Unter dem etwas kryptischen Stichwort Platform Beyond Vehicle (PBV) hat die koreanische Marke schon drei Modelle vorgestellt. Der PV5 ist das erste Fahrzeug, später folgen der kleinere PV1 und der größere PV7. Technische Basis ist bei allen PBV-Fahrzeugen die Plattform E-GMP.S, bei der der Antrieb über die Vorderachse erfolgt – so bleibt hinten mehr Platz für die Ladung.
Unter dem Strich
Kia bietet mit dem PV5 Cargo nun auch ein Nutzfahrzeug an. Die Startversion L2H1 ist ein Konkurrent des VW ID. Buzz Cargo mit normalem Radstand. Er ist schon ab rund 33.000 Euro netto zu haben. Im Vergleich zu den Konkurrenten ist das zumindest auf den ersten Blick günstig. Ein interessanter Aspekt ist der Ansatz für das Flottenmanagement: Dank dem erweiterungsfähigen Betriebssystem soll man wohl nachträglich ein Flottenmanagement-System installieren können, über das die Chefin oder der Chef mit den Beschäftigten im Auto kommunizieren kann.
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