Ford Puma Gen-E (2026): Jetzt mit 417 km Reichweite bestellbar
Dank neuem Akku steigt der WLTP-Wert stark, doch die Preise beginnen wie bisher bei 36.900 Euro. Neu ist auch das Blue-Cruise-System.
Im November kündigte Ford an, dass der Puma Gen-E im Jahr 2026 mehr Reichweite erhält. Mitte Februar entdeckten wir, dass es schon eine Preisliste und ein Datenblatt zu der neuen Version gibt. Und nun ist der Wagen auch konfigurierbar – zu unveränderten Preisen.
Die neue Version bekommt eine eine Batterie mit 46,8 kWh netto – bisher waren es nur 43 kWh netto. Dadurch steigt die WLTP-Reichweite von maximal 376 km auf 417 km.
Hier die wichtigsten Daten der neuen und der alten Version im Vergleich:
| Ford Puma Gen-E Neue Version |
Ford Puma Gen-E Alte Version |
|
| Antrieb | FWD 124 kW | FWD 124 kW |
| 0-100 km/h / Vmax | 8,0 Sek. / 160 km/h | 8,0 Sek. / 160 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 13,0–14,6 kWh | 13,1–14,5 kWh |
| Akku netto | 46,8 kWh NMC | 43 kWh NMC |
| WLTP-Reichweite | 386–417 km | 347–376 km |
| Max. DC-Ladeleistung | 100 kW | 100 kW |
| DC-Ladedauer 10-80% | 26 min | 23,2 min |
| DC-Ladegeschwindigkeit | 1,3 kWh/min | 1,3 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 11,2 km/min | 11,3 km/min |
Geladen wird nach wie vor mit maximal 100 kW, doch die Ladedauer vergrößert sich: Statt 23,2 Minuten sollen es nun 26 Minuten sein (10–80%). Berücksichtigt man jedoch die größere Speicherkapazität, ergibt sich die gleiche Ladegeschwindigkeit: 46,8 kWh x 0,7 / 26 min = 1,3 kWh/min. Der Wert fürs Reichweite-Nachladen ändert sich nur minimal. Nach wie vor werden NMC-Zellen eingesetzt.
| Puma Gen-E | Puma Gen-E Premium | Puma Gen-E Topausstattung |
|
| Neue Version | 36.900 Euro | 39.400 Euro | 42.400 Euro (Blue Cruise Edition) |
| Alte Version | 36.900 Euro | 39.400 Euro | 42.400 Euro (Gen-E Sound Edition) |
Wie in obiger Tabelle zu sehen, bleiben die Preise trotz der erhöhten Reichweite konstant. Das gilt auch für die Topausstattung, die künftig den Namen Blue Cruise Edition trägt. Diese erhält das Blue-Cruise-System und damit die Fähigkeit zum teilautonomen Fahren. Das Fahrerassistenzsystem ermöglicht das freihändige Fahren auf bestimmten Autobahnen.
Bildergalerie: Ford BlueCruise im Puma Gen-E (2026)
Blue Cruise ist in 16 europäischen Ländern zugelassen. Damit kann man auf europaweit rund 133.000 Autobahnkilometern die Hände vom Lenkrad nehmen. Voraussetzung ist, dass man 130 km/h nicht überschreitet. Darüber hinaus muss man dem Verkehrsgeschehen aufmerksam folgen, was über eine Infrarotkamera im Innenraum kontrolliert wird. Welche Strecken zu diesen Blue Zones gehören, kann man auf einer Ford-Website nachsehen.
Blue Cruise debütierte 2023 mit dem Mustang Mach-E in Europa. Bei diesem Modell ist in allen Versionen ein 90-tägiges Probeabo inklusive. Danach kostet es 24,99 Euro pro Monat oder 280 Euro pro Jahr, wie einer Ford-Subhomepage zu entnehmen ist. Da die Website nicht modellspezifisch ist, dürften die Abokosten beim Elektro-Puma identisch sein. Der Kleinwagen besitzt allerdings in der Basisversion wohl keinen Radarsensor. Dieser kommt erst mit dem Fahrerassistenz-Paket für 1.000 bzw. 1.250 Euro an Bord. Dieses Paket wird Voraussetzung für die Nutzung sein.
Weltweit haben Ford- und Lincoln-Besitzer mit dieser Technologie bereits 888 Millionen Autobahnkilometer zurückgelegt. Mit der Verfügbarkeit für den Puma Gen-E sollen nun weitere Kundinnen und Kunden in den Genuss der Komfort-Technologie kommen.
Blue Cruise nutzt die Funktionen der Intelligenten Adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage (IACC) von Ford. Dieses System regelt Lenkung, Beschleunigung und Verzögerung, die Position des Fahrzeuges in der Fahrspur und den Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Auto – bis hin zum vollständigen Anhalten bei Staus.
Unter dem Strich
Der ab 36.900 Euro erhältliche Ford Puma Gen-E hatte mit 376 km bisher eine eher unterdurchschnittliche Reichweite: Ein VW ID.3 Pro oder Kia EV3 58 kWh schaffen mehr als 430 km, der Opel Mokka liegt bei 397 km. Künftig kommt der kleine Ford-Stromer immerhin 417 km weit – offenbar werden nun Zellen mit höherer Energiedichte eingesetzt. Außerdem erhält der Wagen optional das Blue-Cruise-System, mit dem man dann ähnlich wie beim BMW i5 zeitlich unbegrenzt die Hände vom Lenkrad lassen kann. Die neue Version ist nun bestellbar; die Preise ändern sich trotz der Verbesserungen nicht.
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