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Polestar bietet ein Jahr kostenloses Laden oder kostenlose Wallbox

Ja ist denn heut schon Weihnachten? Den Polestar 3 und 4 erhält man derzeit mit kostenlosen Zusatzgaben.

Polestar 3 beim Laden

Bild von: Polestar

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

19. Nov. 2025 um 10:18 Uhr

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"Ja ist denn heut schon Weihnachten?", fragte sich einst der verstorbene "Kaiser" Franz Beckenbauer. Dieselbe Frage stellt sich vielleicht, wer derzeit einen Polestar 3 oder 4 kaufen will und dem dabei unversehens ein paar kostenlose Zusatzgaben angeboten werden. Denn ab sofort kann man bei der Bestellung zwischen einem Jahr kostenlosem Laden unterwegs mit Polestar Charge und einer kostenlosen Wallbox inklusive Installation wählen.

Wer sich für die Wallbox entscheidet, erhält das Modell Zaptec Go 2 (Hersteller-Website) sowie einen Installationsgutschein in Höhe von 1.000 Euro. Eventuelle Mehrkosten muss man selbst tragen. Für die Abwicklung sogt die e-mobilio GmbH, mit der ein separater Vertrag geschlossen wird. Alternativ gibt es einen Polestar-Charge-Gutschein im Wert von 2.000 Euro. Das deckt eine Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern bei einem Verbrauch von 20 kWh/100 km und einem Ladetarif von 69 Cent je Kilowattstunde ab.

Die Zaptec Go 2 ist eine Wallbox im Wert von etwa 750 Euro.

Die Zaptec Go 2 ist eine Wallbox im Wert von etwa 750 Euro.

Bild von: Polestar

Mit der Aktion namens "Polestar-Ladebonus" will Polestar einen wichtigen Vorbehalt entkräften, der manche Leute vom Umstieg auf ein Elektroauto abhält: die Preise für das Laden. Mit der Lösung für das Laden unterwegs und zu Hause mache man die "Ladeangst" endgültig obsolet, so Polestar-Deutschland-Geschäftsführer Jan Grindemann.

Polestar verzeichnet derzeit ein deutliches Wachstum: Von Januar bis Oktober 2025 stiegen die Zulassungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44,9 Prozent, schreibt der Hersteller. 3.833 Polestar-Fahrzeuge wurden in diesem Zeitraum zugelassen, davon stattliche 2.025 Stück vom Polestar 4 und 1.382 vom Longseller Polestar 2. Der Polestar 3 war mit 425 Neuzulassungen weniger beliebt. Er wird derzeit aber auch auf 800 Volt umgestellt.

Mit Polestar Charge bietet der schwedisch-chinesische Hersteller Zugang zu über 200.000 Ladepunkten in Deutschland und über eine Million Ladepunkte in Europa. Abonnentinnen und Abonnenten profitieren von rabattierten Fixkosten an öffentlichen Ladesäulen der inkludierten Partner. Polestar Energy integriert zudem das smarte Laden mit einer Zaptec-Wallbox und einer Vielzahl von lokalen Tarifen zu Hause. So können die Gesamtbetriebskosten minimiert werden, behauptet Polestar.

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Unter dem Strich

Warum nimmt Polestar Geld in die hand, um den Absatz zu steigern? Nicht deshalb, weil er in Deutschland gering wäre, im Gegenteil, derzeit hat die Marke hierzulande keinen Grund zur Klage. Die neuen Modelle sorgen für ein deutliches Plus beim Absatz.

Anders sieht das offenbar in den USA aus. Um die schwache Nachfrage dort auszugleichen, wo derzeit Hybride und Benziner bevorzugt werden, konzentriert sich die Marke verstärkt auf Europa, schreibt Reuters. 

Dort meldete der Hersteller kürzlich einen Quartalsverlust von 365 Millionen Dollar, verglichen mit einem Verlust von 323 Millionen im Vorjahresquartal. Außerdem drohte ein Delisting an der US-Technologiebörse Nasdaq wegen eines Aktienkurses unter einem Dollar. Der Kurs war innerhalb eines Jahres um 20 Prozent gefallen, nachdem er letztes Jahr schon 50 Prozent eingebüßt hatte. Dem will man sich mit einem Reverse Split im Verhältnis 1:30 entziehen, bei dem aus 30 Aktien eine wird.

Quelle: Polestar, Reuters

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