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Seat und Cupra starten Serienfertigung von Batteriesystemen

Sie kommen beim neuen Cupra Raval, VW ID. Polo und anderen Kleinwagen zum Einsatz

Seat und Cupra beginnen mit der Serienfertigung von Batteriesystemen
Bild von: Cupra

Seat und Cupra haben in ihrem Werk in Martorell mit der Serienproduktion von Batteriesystemen begonnen. Nach der Einweihung der Anlage im Dezember 2025 stellt dieser Meilenstein den letzten Schritt vor der Serienproduktion des Cupra Raval dar. Es ist das erste Modell der urbanen Elektrofahrzeugfamilie der Markengruppe Core des Volkswagen-Konzerns, das diesen Sommer auf die Straße kommen wird.

Die hier montierten Batterien werden auch im VW ID. Polo zum Einsatz kommen, dem zweiten Elektrofahrzeug, das in Martorell hergestellt wird. Der Start der Serienproduktion dieser Elektrofahrzeuge soll das spanische Werk in ein flexibles Automobilzentrum verwandeln, das bestens auf die neue Ära der Mobilität vorbereitet ist.

Bildergalerie: VW ID. Polo (neue Bilder mit Tarnung)

Das Herzstück der in Martorell montierten Batteriesysteme bildet die Unified Cell des Konzerns, eine globale Batterietechnologieplattform, die Skalierbarkeit und Flexibilität über Marken, Regionen und Fahrzeugsegmente hinweg gewährleistet. Innerhalb jedes Batteriesystems stellen die Einheitszellen die zentrale Energiespeicherkapazität bereit, während die elektronischen Komponenten den Gesamtbetrieb des Systems steuern und regeln.

Die E-Box, die als das Gehirn der Batterie gilt, wird vollständig im Werk Seat Components in El Prat hergestellt – ein klares Beispiel für den industriellen Wandel, da dort nach 45 Jahren, in denen man sich der Fertigung von Schaltgetrieben widmete, nun Schlüsselkomponenten für Elektrofahrzeuge produziert werden.

Das Werk zur Montage von Batteriesystemen verfügt über eine Produktionskapazität von 1.200 Batterien pro Tag und bis zu 300.000 Einheiten pro Jahr, was einer Batterie alle 45 Sekunden entspricht. Der Prozess beginnt im Logistiklager, wo alle Komponenten an die Montagelinie geliefert werden.

Cupra Raval (2026)

Cupra Raval (2026)

Bild von: Cupra

Die Montage der Batteriesysteme beginnt dann mit zwei parallelen Arbeitsschritten: der Vormontage der elektrischen Komponenten und dem Stapeln der Batteriezellen auf zwei Linien unter Verwendung der Cell-to-Pack-Technologie, die ein effizienteres Batteriesystem ermöglicht. Diese Linien werden täglich 3.600 Stapel mit fast einer halben Million Schweißpunkten produzieren.

 Nachdem das Batteriesystem vollständig montiert und versiegelt wurde, durchläuft es abschließende Qualitätsprüfungen auf den Prüfständen, um maximale Sicherheit und Leistung zu gewährleisten. Im letzten Schritt werden die fertigen Batteriesysteme dann automatisch über eine 600 Meter lange Brücke zur Produktionslinie des Cupra Raval und des VW ID. Polo transportiert, wodurch eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet wird, die genau auf das Produktionstempo abgestimmt ist.

Die Serienproduktion beginnt weniger als ein Jahr nach der Auslieferung der ersten Vorserien-Batteriesysteme aus dem Montagewerk in Martorell. In weniger als zwei Jahren haben Seat und Cupra dieses 64.000 Quadratmeter große Montagewerk für Batteriesysteme in Martorell errichtet, in dem Automatisierung mit qualifizierter Handarbeit kombiniert wird und das von 500 hochqualifizierten Mitarbeitenden betrieben wird.

Skoda Epiq 2026 (getarnt)

Skoda Epiq 2026 (getarnt)

Bild von: Skoda

Darüber hinaus verfügt das Batteriesystem-Montagewerk über 11.000 auf dem Dach installierte Solarmodule, die 70 Prozent des für den Montageprozess benötigten Stroms liefern und so den ökologischen Fußabdruck deutlich verringern sollen.

"Als Teil des Markengruppe Core des Volkswagen Konzerns festigt die Iberische Halbinsel ihre Position als europäischer Knotenpunkt für Elektromobilität", sagt André Kleb, Chief Production Officer (CPO) für die Iberische Halbinsel im Bereich der Markengruppe Core des Volkswagen Konzerns.

"Im Rahmen des Projekts 'urbane Elektrofahrzeugfamilie' werden wir in Spanien vier Elektromodelle produzieren, beginnend mit dem Cupra Raval, und so die Elektromobilität von der Iberischen Halbinsel aus für Kundinnen und Kunden in ganz Europa zugänglich machen.", so Kleb weiter.