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Kia EV2 im Konkurrenzvergleich mit e-C3, Inster und Renault 4

Welches kleine Elektro-SUV passt zu Ihnen? Wir vergleichen Exterieur, Cockpit, Kofferraum, Reichweite und Preise der vier Konkurrenten.

Collage: Kia EV2 mit drei Rivalen
Bild von: Hersteller

Der Kia EV2 tritt als 4,06 Meter langes und 1,58 Meter hohes Kleinwagen-SUV an. Es gibt zwei Versionen, die beide rund 100 kW Antriebsleistung und je nach Akku 317 bzw. 453 km WLTP-Reichweite bieten. Wir vergleichen die beiden Batterieversionen mit der Konkurrenz. Dazu gehören der Citroën e-C3, der Hyundai Inster und der Renault 4 Electric. Auch der VW ID. Cross wird zu den Rivalen gehören, doch der ist noch nicht verfügbar.

Exterieur

Beginnen wir beim Exterieur. Wie man sieht, ist der Hyundai Inster rund 20 Zentimeter kürzer als der EV2, während der Renault 4 etwa zehn Zentimeter länger ist. Ansonsten passen unsere vier Vergleichskandidaten recht gut zueinander:

  Kia EV2 Citroën e-C3 Hyundai Inster Renault 4
Länge 4,06 m 4,02 m 3,83 m 4,14 m
Breite 1,80 m 1,81 m 1,61 m 1,80 m
Höhe 1,58 m 1,58 m 1,58 m 1,57 m
Radstand 2,57 m 2,54 m 2,58 m 2,62 m

Sitzsystem und Kofferraum

Ein wichtiges Kriterium bei kleinen SUVs ist die Ausstattung mit Sitzen und der Kofferraum. Der Kia EV2 ist in der Basisversion Light ein Viersitzer, alle anderen Ausstattungen haben fünf Sitze. Den Viersitzer mit einzeln verschiebbaren Rücksitzen gibt es optional für die beiden Topausstattungen Earth und GT-Line. Beim normalen Vier- und Fünfsitzer beträgt das Kofferraumvolumen 362 bis 1.160 Liter. Der 15 Liter große Frunk kommt noch hinzu.

  Kia EV2 Citroën e-C3 Hyundai Inster Renault 4
Kofferraum 362 – 1.160 Liter
15 Liter Frunk
310 – ca. 1.115 Liter
kein Frunk
280 - 1.059 Liter
kein Frunk
420 - 1.405 Liter
kein Frunk

Die Konkurrenten haben sämtlich keinen Frunk. Wenn man die Herstellerangaben heranzieht, hat nur der Renault einen größeren Kofferraum. Doch darauf würden wir wenig geben, da sich nicht alle Hersteller an die VDA-Norm halten. So rechnen Kia und Renault das Fach unter dem Gepäckraumboden hinzu. Rein optisch sieht der Laderaum des Renault 4 aber tatsächlich größer aus:

Kia EV2 (2026) im Test

Kia EV2

Bild von: Kia
Renault 4 E-Tech Electric (2025): Der Kofferraum

Renault 4 E-Tech Electric

Bild von: Renault

Cockpit

Im Cockpit bietet der EV2 serienmäßig zwei 12,3-Zoll-Displays und ein kleines Klima-Display nebeneinander. Der Renault hat ein ähnliches Setup, allerdings ohne das Klima-Display.

Kia EV2 (2026) im Test
Bild von: Kia
Renault 4 E-Tech Electric (2025)
Bild von: Renault

Der Citroën e-C3 ist etwas spartanischer ausgestattet; hier gibt es nur ein zeilenartiges Instrumentendisplay. Beim Inster gibt es zwei große Displays, wobei das Instrumentendisplay hier niedriger angeordnet ist. Anders als der Citroën und der Renault besitzen der Kia und der Hyundai Lenkradwippen zum Einstellen der Rekuperation. Bei allen vier Autos werden die Außenspiegel konventionell über eine Vier-Wege-Wippe an der Türinnenseite eingestellt. 

Citroën ë-C3 (2024) im Test
Hyundai Inster (2025): Das Lenkrad mit dem Fahrmodus-Knopf links unten

Version mit kleiner Batterie

Unsere vier Kandidaten gibt es jeweils in zwei Motor-Akku-Kombinationen. Beginnen wir bei der kleinen und vergleichen die wichtigsten Eigenschaften:

  Kia EV2 42 kWh Citroën e-C3 Urban Range Hyundai Inster Stand. Rge. Renault 4 Urban Range
Antrieb FWD 108 kW FWD 83 kW FWD 71 kW FWD 90 kW
0–100 km/h 8,7–8,9 Sek. 12 Sek. 11,7 Sek. 9,2 Sek.
Normverbrauch 15,1–15,5 kWh 16,7–17,3 kWh 14,3 kWh 14,2 kWh
Akku netto ca. 41 kWh LFP 30 kWh LFP ca. 39 kWh NMC 40 kWh NMC
WLTP-Reichweite 308–317 km 205–215 km 327 km 305 km
Stadtreichweite k.A. 293–304 km k.A. 427 km
Ladeleistung AC / DC 11 kW (opt. 22 kW) / 118 kW einphasig (opt. 11 kW) / opt. 30 kW 11 / 73 kW 11 / 80 kW
Basispreis 26.600 Euro 19.990 Euro 24.400 Euro 29.500 Euro

Wie man sieht, ist der EV2 das am besten motorisierte Modell; dementsprechend sind hier auch die Fahrleistungen. Beim Verbrauch sind der Inster und der R4 besser. So reichen hier minimal kleinere Batterien für ähnliche Reichweiten wie beim EV2 von etwa 305 bis 325 km. Der e-C3 besitzt einen sehr kleinen Akku und verbraucht dazu noch viel; so bietet er etwa 100 km weniger Reichweite. Auch die Lademodalitäten sind beim e-C3 schlechter; hier muss man allerdings auch den kleinen Akku bedenken, der naturgemäß schneller voll ist als ein großer.

Version mit großer Batterie

Nun noch ein Blick auf die gehobenen Versionen:

  Kia EV2 58 kWh Citroën e-C3 Standard Range Hyundai Inster Long Range Renault 4 Comfort Range
Antrieb FWD 100 kW FWD 83 kW FWD 85 kW FWD 110 kW
0–100 km/h 9,5–9,7 Sek. 11 Sek. 10,6 Sek. 8,2 Sek.
Normverbrauch 15,2–16,3 kWh 16,5-17,2 kWh 14,9–15,1 kWh 15,1 kWh
Akku netto ca. 58 kWh NMC 44 kWh LFP ca. 46 kWh NMC ca. 55 kWh NMC
WLTP-Reichweite 413–453 km 310–322 km 360–370 km 404 km
Stadtreichweite k.A. 441–456 km k.A. 571 km
Ladeleistung AC / DC 11 kW (opt. 22 kW) / 118 kW einphasig (op. 11 kW) / opt. 30 kW 11 / 85 kW 11 / 100 kW
Basispreis 33.490 Euro 23.450 Euro 25.900 Euro 32.500 Euro

Wieder ist der Citroën das günstigste Modell; die Standard-Range-Variante liegt eigentlich näher an den Varianten mit kleiner Batterie. Das gilt auch für den Preis. Es folgt der Inster, der in der Long-Range-Version nur etwa 7 kWh mehr Batteriekapazität bietet. Bei der Reichweite liegen der EV2 und der R4 vorn. Sie sind allerdings auch deutlich teurer. 

Ausstattung und Preise

Beim Thema Ausstattung wird es kompliziert, weil jeder andere Features als unentbehrlich erachtet. Die Basispreise haben wir in den obigen Tabellen genannt.

Unabhängig davon, ob man sich für die Version mit kleinem oder großem Akku entscheidet, ist der Citroën e-C3 am günstigsten. Hinzu kommt, dass der Hersteller die Staatsförderung verdoppelt; bezieht man die maximale staatliche Förderung und den Rabatt mit ein, gibt es den Wagen schon für extrem günstige 7.990 Euro. Der e-C3 scheidet aber auch bei Antrieb, Akku, Reichweite und Laden am schlechtesten ab und ist damit das Elektroauto für Minimalistinnen und Minimalisten. 

Der Inster ist jeweils das zweitgünstigste Modell. Seine Besonderheit ist die verschiebbare Rückbank – bei einem kleinen Auto ist es sehr nützlich, wenn man den Platz variabel auf Insassen und Kofferraum aufteilen kann. Möglich ist das ab der Ausstattung Trend, die es mit kleinem Akku ab 26.400 Euro, mit großem ab 27.900 Euro gibt. Da der Inster das kleinste Modell im Vergleich ist, ist er wohl der Variabilitätskünstler unter unseren vier Kandidaten.

Auch beim EV2 kann man die Rücksitze verschieben, aber erst ab der Ausstattung Earth, und auch da nur optional. Für den Earth zahlt man je nach Batterie 31.290 bzw. 35.790 Euro. Dazu kommen noch 300 Euro für die Verschiebemechanik. Ein Pluspunkt ist das ausgefeilte Rekuperationssystem, das sich der EV2 mit den größeren EV-Modellen von Kia teilt.

Der Renault 4 ist mit fast 30.000 Euro das teuerste Modell. Er bietet auch am meisten Kofferraum; so ist er vielleicht das geeignete Modell für alle, die mit dem Auto auch mal zum Baumarkt fahren wollen, um Erde für den Garten oder dergleichen zu holen. Zudem punktet er mit dem sehr guten Google-Maps-Navi, das ab der Ausstattung Techno an Bord ist. Diese ist bei der Variante mit großem Akku ohnehin die Basisversion, bei der Version mit kleiner Batterie kostet sie 5.000 Euro Aufpreis. 

Mit Sitzheizung und Wärmepumpe kann man im Winter den Verbrauch senken. Aber bei kleinen Stadtautos sind diese Elemente aus unserer Sicht nicht unbedingt nötig. Denn solche Autos bringen es meist nicht auf viele Jahreskilometer; daher kommt es hier weniger auf den Verbrauch an. Aber natürlich ist eine Sitzheizung ein Komfortelement. Im Kia EV2 gibt es sie schon ab der Version Air optional für 300 Euro Aufpreis. Im Citroën e-C3 wird sie erst ab der Version Max angeboten (im Paket für 700 Euro). Beim Inster ist sie serienmäßig ab Trend und beim R4 ist sie schon ab der Basisversion Evolution für 350 Euro bestellbar. 

Unter dem Strich

Wie schneidet der Kia EV2 nun im Vergleich mit den drei Rivalen ab? Nun, es kommt darauf an, was man will. Ist einem der Preis wichtig, dann fällt die Wahl vielleicht auf den sehr günstigen Citroën e-C3. Kommt es einem auf maximale Innenvariabilität und geringe Außenmaße an (zum Beispiel, weil der Parkraum am Wohnort knapp ist), dann ist der Hyundai Inster das Auto der Wahl. Den Kia EV2 wählt, wer Wert auf das gute Rekuperationssystem legt. Und der Renault 4 bietet den größten Kofferraum und das beste Navi. Ergo: Hier gibt es keinen klaren Sieger, alle vier Autos haben ihre Nische.