Ford plant fünf neue "Multi-Energy-Fahrzeuge" für Europa
Dazu gehören ein Elektro-Fiesta, ein kleines Elektro-SUV auf Renault-4-Basis sowie eine Kreuzung aus Bronco Sport und Kuga.
Ford kündigt fünf neue "Multi-Energy"-Fahrzeuge für Europa an, die offenbar auf dem obigen Teaserbild von Ford zu sehen sind. Unter der sperrigen Bezeichnung werden normalerweise Modelle verstanden, die nicht nur als reine Verbrenner, sondern auch in elektrifizierter Form als Hybride, Plug-in-Hybride und/oder reine Elektroautos angeboten werden.
Laut Autocar sollen alle fünf neuen Modelle im B- und C-Segment angesiedelt sein, das heißt im Kleinwagen- und Kompaktsegment. Dazu gehören:
- ein vom Verbrenner-Modell Ford Bronco inspiriertes SUV
- ein Kleinwagen (möglicherweise mit der Bezeichnung Fiesta) auf Basis einer Renault-Plattform
- ein Crossover auf Basis einer Renault-Plattform sowie
- zwei weitere Multi-Energy-Crossover
Nach dem Auslaufen traditioneller Ford-Baureihen wie Fiesta, Focus und Mondeo verringerte sich das Angebot der Marke zuletzt auf wenige Modelle. Was reine Elektroautos angeht, wich Ford teilweise auf die Volkswagen-Plattform MEB aus, auf welcher der Ford Capri und der Ford Explorer basieren. Außerdem wird noch der Puma Gen-E angeboten, der auf dem Verbrenner-Puma basiert, sowie der in Europa wenig begehrte Mustang Mach-E.
Der neue Ford Fiesta Electric könnte auf dem Renault 5 basieren
Auch ein Äquivalent zu Renault 4 soll es geben - als Ersatz für den Puma Gen-E.
Mit den neuen fünf Modellen will sich Ford wieder mehr in Europa engagieren. Dass zwei Ford-Modelle auf Basis einer Renault-Plattform geplant sind, hatte die Marke bereits Ende 2025 angekündigt. Ähnlich wie bei den VW-Derivaten soll die Antriebstechnik übernommen werden, Design und Abstimmung aber von Ford kommen. Die neuen Modelle werden von Renault in Nordfrankreich gebaut.
Das erste der beiden Fahrzeuge soll Anfang 2028 bei den Händlern stehen. Laut Autocar soll es sich dabei um einen Fiesta-Nachfolger auf Basis von RGEV Small (ehemals AmpR Small) handeln, also der Plattform des Renault 5. Bei dem zweiten Modell soll es sich um ein kleines Elektro-SUV handeln, das vom Renault 4 abgeleitet ist und den Puma Gen-E ersetzen könnte.
Der in Deutschland angebotene Ford Bronco tritt mit rund 4,80 Metern Länge in der Mittelklasse an, aber die kommende Version soll offenbar kleiner ausfallen und eher mit dem 4,40 Meter langen Bronco Sport aus den USA vergleichbar sein. Das neue Modell soll ab 2028 neben dem Kuga in Valencia gebaut werden.
Die Plattform könnte vom Kompakt-SUV Ford Kuga kommen, wie Autocar im Januar meldete. Damals hieß es allerdings, das Modell solle als Verbrenner und mit Plug-in-Hybridantrieb angeboten werden, aber nicht als reines Elektroauto – obwohl es in China schon einen Bronco gibt, der wahlweise als BEV und als Range-Extender-Modell angeboten wird, wie CarNewsChina Ende 2025 berichtete.
Die zwei Multi-Energy-Crossover sollen noch vor Ende 2029 erhältlich sein; ansonsten ist zu diesen Modellen noch nichts bekannt. Als vage Möglichkeit bringt die britische Autozeitschrift eine Partnerschaft mit Geely ins Gespräch; der chinesische Konzern verfügt über mehrere Multi-Energy-Plattformen.
Unter dem Strich
Fünf neue Modelle für Europa: Ford will sich auf dem alten Kontinent wieder mehr engagieren und nicht als reiner Nutzfahrzeuganbieter enden. Dabei setzt die Marke stark auf Partnerschaften. Nach den beiden VW-Derivaten Capri und Explorer folgen bald zwei Äquivalente zum Renault 4 und Renault 5. Außerdem plant Ford offenbar ein elektrifiziertes Kompakt-SUV auf Basis des Kuga mit Bronco-Optik sowie zwei Multi-Energy-Crossover, über die noch nichts Näheres bekannt ist. All das ist noch wenig konkrete Zukunftsmusik, denn vor 2028 kommt keines der fünf Modelle auf den Markt.
Quelle: Ford, Autocar, Autocar (Bronco)
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