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Elektroauto-Förderung: Erst 27.000 Anträge bewilligt

Am häufigsten gefördert wurden die Tesla-Modelle, der Skoda Elroq und der Hyundai Inster

Tesla Model Y (2025): Das Exterieur
Bild von: Tesla

Die Elektroauto-Förderung der Bundesregierung gilt bei Neuzulassung ab dem 1. Januar 2026; seit dem 19. Mai kann man die Prämie beantragen. Seither wurden fast 27.000 Anträge bewilligt. Ausgezahlt wurden bisher 117 Millionen Euro. Das geht aus der neuesten Statistik des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hervor. Sie hat den Stand 1. August.

Von den 26.875 Anträgen, die bis zum 1. August bewilligt wurden, betrafen etwa 25.000 reine Elektroautos (BEVs) und etwa 2.000 Plug-in-Hybride (PHEVs). Je etwa die Hälfte der Anträge bezogen sich auf Käufe, die andere Hälfte auf Leasing. Bekanntlich werden die meisten Elektroautos geleast und nicht gekauft. Der scheinbare Widerspruch dürfte damit zusammenhängen, dass die Förderung nur Privatpersonen offensteht und Firmenwagen (wo die Leasingquote höher sein dürfte) nicht berücksichtigt werden.

Bei 13.064 Anträgen, also ebenfalls etwa der Hälfte, wurde ein Einkommen von bis zu 45.000 Euro angegeben. Nur bei rund 6.600 Anträgen umfasste der Haushalt zwei Kinder, bei etwa 3.300 Anträgen wurde ein Kind angegeben, bei den meisten (rund 17.000) aber gar kein Kind. Die Maximalförderung von 6.000 Euro erhält man nur bei einem Einkommen bis 45.000 Euro, zwei eigenen Kindern und für BEVs. 

Die meisten Anträge bezogen sich auf Fahrzeuge aus dem VW-Konzern, von Tesla und von Stellantis. Zu Stellantis zählen unter anderem Opel, Fiat und Citroën, während die Leapmotor-Fahrzeuge separat ausgewiesen werden. Sie werden dem Joint Venture Leapmotor International von Stellantis und Leapmotor zugerechnet. Schlägt man diese Autos Stellantis zu, landet der Konzern auf dem zweiten Platz:

  Konzern Förderanträge
1 Volkswagen AG 6.239
2 Tesla 4.590
3 Stellantis 3.838 (mit Leapmotor: 5.294)
4 Hyundai Motor Group 2.973
5 Renault Group 1.659
6 Leapmotor International 1.456
7 BYD 1.338
8 BMW Group 1.324
9 Ford 968
10 Toyota 393

Sieht man sich die Statistik nach Marken an, so liegt Tesla auf Platz eins, Skoda auf Platz zwei und Cupra auf Rang drei:

  Marke Förderanträge
1 Tesla 4.590
2 Skoda 2.636
3 Cupra 1.617
4 Hyundai 1.579
5 VW 1.473
6 Leapmotor 1.456
7 Kia 1.393
8 BYD 1.338
9 Renault 1.216
10 BMW 1.062

Das BAFA liefert noch eine weitere Tabelle, die teils nach Modellen, teils nach Modellvarianten aufgeschlüsselt ist. Wir haben die Angaben nach Modell geordnet:

  Modell Förderanträge
1 Tesla Model Y 3.067
2 Skoda Elroq 2.148
3 Tesla Model 3 1.517
4 Hyundai Inster 1.092
5 Citroën e-C3 incl. e-C3 Aircross 976
6 VW ID.3 967
7 Cupra Born 768
8 Leapmotor T03 754
9 Fiat 500 Elektro 647
10 Kia EV3 577

Im Vergleich mit den Elektro-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026 zeigt sich auch hier der Effekt, dass keine Firmenwagen enthalten sind. Dadurch fehlen größere, langstreckentaugliche Modelle wie der Skoda Enyaq, der Mercedes CLA, der VW ID.7 und der Audi A6 e-tron unter den Top 10, während günstige Stadtautos wie der Hyundai Inster und der Leapmotor T03 weit oben rangieren, obwohl sie nicht zu den zehn am öftesten zugelassenen Modellen gehören.

Unter dem Strich  

Im ersten Halbjahr 2026 wurden etwa 368.000 reine Elektroautos und 164.000 PHEVs in Deutschland neu zugelassen. Im Vergleich dazu sind 25.000 Anträge auf BEV-Förderung sehr wenig. Zudem wurden bisher nur 117 Millionen Euro ausgezahlt. Bis 2029 stehen drei Milliarden zur Verfügung. Anders als zunächst gedacht, dürften die Fördergelder also noch eine ganze Zeit lang reichen.

Zu den Gründen dürfte gehören, dass die Zahlen zur Förderung keine Firmenwagen beinhalten, die in Deutschland einen großen Teil der Neuzulassungen ausmachen. Außerdem kann man die Förderung erst seit etwa drei Monaten beantragen. "Schließlich wird vermutlich nicht in allen förderfähigen Fällen ein Antrag gestellt.