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Für eine persönlichere Erfahrung

Elektro-SUV von Bentley: Neue Erlkönigbilder mit weniger Tarnung

Nun sind die Scheinwerfer und Rücklichter des "Urban SUV" schon recht gut erkennbar (Update).

Bentley Urban SUV als Erlkönig
Bild von: Automedia

Schon wieder neue Erlkönigbilder zum elektrisch angetriebenen "Urban SUV" von Bentley: Die neuen Fotos von Automedia zeigen die Lichter vorne und hinten genauer. Vorne sind vier Lichtpunkte pro Seite zu sehen. Darüber gibt es einen geraden "Lidstrich", darunter Elemente, die entfernt an Wimpern erinnern. Das bestätigt die Erlkönigbilder, die Autocar kurz vor Weihnachten veröffentlicht hat. Am Heck sind zwei schlitzartige Rückleuchten zu sehen.

Hier sehen Sie die Bilder, die ansonsten wenig Neues bieten. Abgesehen von den Leuchten fällt noch auf, dass die Rückfahrkamera auf dem Dach jetzt fehlt. Dagegen bleibt es bei den Bügelgriffen:

Bildergalerie: Bentley Urban SUV als Erlkönig (1/2026)

Unsere Spyshot-Spezialisten hatten uns schon im September Aufnahmen geschickt, die an der Front je zwei Rundleuchten links und rechts zeigten:

Bildergalerie: Bentley Urban SUV Elektro als Erlkönig (9/2025)

Die vordere Lichtsignatur im Stil des Bentayga oder Flying Spur war aber offenbar gefaked. Das ging aus den Bildern hervor, die Autocar kurz vor Weihnachten veröffentlicht hat. Darauf war links und rechts je ein großer Scheinwerfer zu sehen, der etwa die Form eines Halbkreises hat. Über diesen Augen war ein illuminierter "Lidstrich" zu erahnen, darunter die wimpernartige Struktur:

 

Die hier zu sehende Leuchtenform haben alle Bentleys außer dem Bentayga und dem Flying Spur. Den Erlkönigbildern am nächsten kommen wohl die halbrunden Leuchten des Mulliner Batur:

Bentley Mulliner Batur (2022)

Bentley Mulliner Batur (2022)

Bild von: Bentley

Mit den Erlkönigbildern ist auch vom Tisch, dass das Bentley-SUV die senkrechten Leuchten der Studie EXP-15 erhalten könnte, wie von manchem vermutet:

Bentley EXP-15: Das Exterieur

Bentley EXP-15

Bild von: Bentley
Bentley Urban SUV als Rendering

Bentley Urban SUV als Rendering vom Sommer 2025

Bild von: Theophilus Chin | Motor1

Wie die Studie wird das "Urban SUV" jedoch eine stumpfe, ziemlich senkrecht abfallende Front erhalten. Das Auto im Ganzen werden wir wohl erst Ende 2026 sehen; dann wird der Wagen offiziell vorgestellt. Auf den Markt kommt das Auto dann 2027. Das "urbane Luxus-SUV" wird knapp unter fünf Meter messen und soll in sieben Minuten Strom für 100 Meilen (rund 160 km) nachladen können, wie Bentley bei einer Online-Veranstaltung am 5. November bekannt gab.

Gebaut wird das Auto im britischen Crewe, und natürlich soll es die von der Marke gewohnte Handwerkskunst bieten. Vom Exterieur zeigte Bentley bisher nur ein Teaserfoto, das wohl eine ungefähre Vorstellung von der Silhouette geben soll:

Teaserbild zum ersten Bentley-Elektroauto vom 5. November 2025

Teaserbild zum ersten Bentley-Elektroauto vom 5. November 2025

Bild von: Bentley

Mit dem Etikett eines "urbanen" Luxus-SUVs betritt Bentley Neuland. Mit dem Adjektiv ist gemeint, dass das neue Modell kürzer ausfallen wird als der 5,13 Meter lange Bentayga. Eine große Batterie soll jedoch Ausflüge ins Umland ermöglichen.

Bentley-Chef Frank-Steffen Walliser kündigte gegenüber Autocar eine Batterie von "beeindruckender Größe" und besonders kurze Ladezeiten an: "Die Ladegeschwindigkeit ist das Beste, was man bekommen kann." Zugleich stellte er klar, dass das Fahrzeug nicht für Langstrecken gedacht sei. "Bentley-Besitzer fahren keine 1.000 Kilometer am Tag. Dafür nehmen sie das Flugzeug.

Technisch basiert das Modell auf der Premium Platform Electric (PPE), die bereits bei den Audi-Modellen A6 e-tron und Q6 e-tron, beim Porsche Macan Electric und bald auch beim neuen Cayenne Electric eingesetzt wird. Beim Cayenne kommt eine 108-kWh-Batterie für rund 600 km Reichweite und ein bis zu 1.000 PS (745 kW) starker Allradantrieb zum Einsatz. Ähnliche Werte, wenn nicht bessere, wird wohl auch der noch namenlose Bentley bieten.

Ursprünglich gehörte Bentley zu den Herstellern, die den Abschied vom Verbrennungsmotor offensiv angekündigt hatten. 2020 versprach das Unternehmen im Rahmen der "Beyond100"-Strategie, bis 2030 ausschließlich Elektrofahrzeuge anzubieten. Die Realität sieht inzwischen anders aus. 2024 stellte der damalige CEO Adrian Hallmark klar, dass Plug-in-Hybride auch über das Jahrzehnt hinaus Teil des Angebots bleiben werden. Unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Walliser wurde das Ziel auf 2035 verschoben – inzwischen gilt selbst dieser Zeitpunkt als unsicher.

Walliser begründete die Verzögerung mit einer schwachen Nachfrage im Luxussegment: "Es gibt einen Rückgang bei der Nachfrage nach Luxus-Elektroautos. Der Markt ist nicht stark genug, um eine reine Elektrostrategie zu tragen."

Auch Konzernmarken wie Porsche und Audi haben ihre ursprünglichen Pläne angepasst und entwickeln weiterhin Verbrennungsmotoren. Davon profitiert auch die Partnermarke Bentley, die ebenfalls Zugriff auf die Technik erhält. Modelle wie Continental GT, Flying Spur und Bentayga werden daher weiterhin mit reinen Verbrennungsmotoren angeboten – ergänzt durch Plug-in-Hybride und die kommenden Elektroautos.

Das erste vollelektrische Modell von Bentley war ursprünglich für 2025 vorgesehen, wurde jedoch um ein Jahr verschoben. Für den Namen des neuen Modells hat sich Bentley die Bezeichnungen "Mayon" und "Barnato" als Markenrechte gesichert. Besonders im chinesischen Markt, wo Elektroautos und SUVs gleichermaßen gefragt sind, sieht das Unternehmen große Chancen für das neue Fahrzeug. Der Slogan "The World’s First Luxury Urban SUV" richtet sich entsprechend gezielt an diese Kundengruppe.

Unter dem Strich

Die Bentley-Chefs, die am 5. November Neuigkeiten zum ersten Elektroauto der Marke verkündeten, waren durchgehend Deutsche. Das hat seinen Grund: Die britische Traditionsmarke gehört zum deutschen Volkswagen-Konzern und bedient sich der entsprechenden Plattformen.

So basieren der Continental GT und der Flying Spur auf dem Modularen Standardantriebs-Baukasten MSB, der Bentayga auf dem weiterentwickelten Modularen Längsbaukasten MLB Evo. Analog wird das Elektromodell auf der von Audi und Porsche entwickelten Premium Platform Electric PPE beruhen – und ähnliche Technik bieten wie der kommende Porsche Cayenne Electric. Die neuen Erlkönigbilder geben nun einen besseren Ausblick auf die Optik des Neulings.