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Für eine persönlichere Erfahrung

Jeep kündigt zwei neue Kleinwagen-SUVs sowie ein D-SUV an

Die B-Segment-Modelle basieren auf STLA One, das Mittelklasse-SUV auf einer Dongfeng-Plattform. Und alle sollen Allradantrieb bieten.

Jeeps Modellpalette der Zukunft mit zwei neuen B-SUVs und einem neuen D-SUV (Teaserbild)
Bild von: Jeep

Ob Elektroauto, Plug-in-Hybrid oder Verbrenner: Jeep hat in Deutschland nur noch drei Modelle im Programm, nämlich Avenger, Compass und Wrangler. Der Renegade ist bereits nicht mehr konfigurierbar, und auch der Wrangler soll bald auslaufen. Es kommen jedoch gleich vier Modelle neu hinzu, wie Jeep nun bei einer Online-Veranstaltung mitteilte. 

Der als echter Offroader mit sehr variabler Karosserie bekannte Wrangler soll in Europa Ende 2026 wegen Emissions- und Sicherheitsvorschriften auslaufen, hieß es bei dem Event, über das Motor1 Italien berichtet. Als Ersatz ist der rein elektrische Jeep Recon geplant, der Anfang 2027 starten soll. 

Der 4,08 Meter lange Avenger und der 4,23 Meter lange Renegade gehören bzw. gehörten beide ins B-SUV-Segment. Nach dem Wegfall des Renegade sollen bis 2030 zwei neue B-SUVs kommen. Diese treten mit etwas größeren Abmessungen neben den Avenger: ein kleineres, bislang als B-SUV Compact bezeichnet, und ein größeres, das B-SUV Large. Jeep blendete bei der Veranstaltung kurz ein Bild ein, das eines der beiden Modelle zeigen dürfte:

Neues B-SUV von Jeep auf einem Teaserfoto vom Juni 2026

Neues B-SUV von Jeep auf einem Teaserfoto vom Juni 2026

Bild von: Jeep

Die Vermutung liegt nahe, dass eines der beiden Modelle den Namen Renegade übernehmen wird. Wie das andere heißen wird, bleibt offen. Offiziell ist jedoch, dass die Neulinge Allradantrieb bieten sollen und dass sie auf der neuen Plattform STLA One basieren. Unter diesem Namen führt Stellantis fünf Plattformen zusammen, darunter wahrscheinlich STLA Small, STLA Medium und vielleicht auch STLA Smart, die Basis für den Citroën e-C3, Fiat Grande Panda & Co.

Wie bei den bisherigen Plattformen handelt es sich bei STLA One um eine Multi-Energy-Architektur. Das heißt, sie ermöglicht Verbrenner, Hybride und reine Elektroautos. Außerdem werden 800 Volt sowie Cell-to-Body-Batterien unterstützt. STLA One soll schon 2027 starten – mit zwei neuen Modellen im B-Segment von Peugeot, die den 208 und 2008 ergänzen sollen. Möglicherweise handelt es sich dabei um die Äquivalente zu den beiden neuen Jeep-Modellen, denn die Grenzen zwischen SUV und Schrägheckwagen sind fließend.

Bildergalerie: Jeep-Modellpläne bis 2030

Neben den beiden neuen B-SUVs und dem Recon gibt es noch eine vierte Jeep-Neuheit. Dabei handelt es sich um ein neues D-SUV, also ein Modell der Mittelklasse oberhalb des kompakten Compass. Auch für dieses Auto ist Allradantrieb vorgesehen.

Der Wagen soll sich die Plattform mit völlig neuen Dongfeng-Modellen teilen und auch in China gefertigt werden. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Multi-Energy-Fahrzeug. Autocar glaubt, das Auto könnte vom Dongfeng M-Hero 817 abgeleitet sein, der in China nur als Plug-in-Hybrid und als Range-Extender, aber nicht als reines Elektroauto  angeboten wird.

Bildergalerie: Dongfeng MHero 817 (2025)

Wie bereits bekannt, will Stellantis künftig zusammen mit seinem China-Partner neue Modelle entwickeln, die teils auch in Europa auf den Markt kommen sollen, darunter die Serienversionen des Peugeot Concept 6 und 8.

Unter dem Strich

Bei seiner Investorenkonferenz Ende Mai verriet Stellantis seine Pläne bis 2030, allerdings nur in groben Zügen. Mehr Details kommen nun von den einzelnen Marken. Noch im Mai hat Peugeot neue B-Segment-Fahrzeuge angekündigt, Fiat kurz darauf den Panda Grizzly, und nun folgt Jeep mit genaueren Angaben. Neben der Einführung des Recon sind zwei neue B-SUVs auf Basis von STLA One geplant, die sogar Allradantrieb bieten sollen, sowie ein D-SUV auf Basis einer Dongfeng-Plattform. Derzeit bleibt das alles aber noch reichlich schemenhaft, insbesondere der Zeitplan: Alle Neulinge sollen "bis 2030" starten, das sind noch vier Jahre.