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Für eine persönlichere Erfahrung

Tesla Roadster soll noch im August als Flugauto gezeigt werden

Tesla zeigt den neuen Roadster angeblich noch diesen Monat in Texas. Eine SpaceX-Version soll dabei mit Kaltgastriebwerken abheben

Tesla Roadster

Der seit vielen Jahren erwartete neue Tesla Roadster soll noch im August präsentiert werden. Gezeigt werden angeblich sowohl eine ferngesteuerte, fliegende Version mit SpaceX-Triebwerken als auch eine Straßenversion.

Nach einem Bericht des auf Technik spezialisierten US-Wirtschaftsmagazins The Information (Paywall) soll die Premiere in McGregor stattfinden, einem kleinen Ort zwischen Dallas und Austin in Texas. Dort betreibt SpaceX ein Raketentestgelände.

Bei dem Event soll ein Roadster dank Triebwerken von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX vom Boden abheben. Da die Aggregate sehr laut sind, werde niemand in dem fliegenden Roadster sitzen können – das Vehikel soll ferngesteuert werden. Die Besucherinnen und Besucher werden sich das Spektakel deshalb auch nur aus mehreren hundert Metern Entfernung ansehen können.

Bildergalerie: Tesla Roadster (Bilder von 2021)

Ursprünglich sollte der Roadster angeblich über eine Rampe nach oben rasen und dank einer magnetischen Fahrbahn über Kopf fahren. Diese Möglichkeit erwies sich allerdings als schwer zu realisieren und wurde fallengelassen. 

Der Bericht, den wir hier wegen der Paywall nach einer Meldung von Electrek wiedergeben, wirft auch ein neues Licht auf die Entstehungsgeschichte des Roadsters. Danach arbeiteten zunächst zwei Entwicklergruppen an völlig unterschiedlichen Fahrzeugen. Eine Gruppe sollte einen Roadster auf Basis des Model S Plaid konstruieren, die andere ein völlig neues Fahrzeug auf Basis einer Monocoque-Konstruktion aus Carbon. Elon Musk entschied sich für die völlig neue Variante.

 

Da Tesla das entsprechende Know-how fehlte, heuerte man einen Karosseriespezialisten aus Italien an. Zeitweise soll der Entwurf dem Lamborghini Countach geähnelt haben. Später sollte das Auto nach dem Willen von Chefdesigner Franz von Holzhausen an das Tarnkappen-Flugzeug Lockheed SR-71 Blackbird erinnern. Inzwischen ist die Form offenbar gewöhnlicher geworden. Ende 2025 gab es einen fahrbereiten zweisitzigen Prototypen mit Flügeltüren. Und kürzlich kündigte Von Holzhausen in der Fernsehshow Jay Leno's Garage an, dass der Roadster "sehr bald" starten werde.

Die Sonderedition des Roadsters mit SpaceX-Triebwerk soll angeblich nicht für den Straßenverkehr zugelassen sein und Hunderttausende oder sogar Millionen Dollar kosten. Daneben solle aber auch eine Variante für die Straße gezeigt werden, heißt es.

Nach dem ersten Tesla Roadster von 2008, der auf der Lotus Elise basierte, präsentierte Tesla 2017 eine zweite Generation. Diese sollte ursprünglich schon 2020 auf den Markt kommen. Drei Elektromotoren sollten das Auto in 2,1 Sekunden auf 60 mph (rund 96 km/h) bringen. Ein 200-kWh-Akku mit einem Gewicht von nur 900 Kilogramm sollte für eine Reichweite von 1.000 Kilometern bei US-Highway-Tempo sorgen. 2019 wurde ein SpaceX-Paket als Sonderausstattung angekündigt. Dabei sollten die Rücksitze durch einen Druckluftbehälter ersetzt werden, mit dem Kaltgastriebwerke betrieben werden sollten – also das, was im Volksmund meist "Steuerdüsen" heißt.

Unter dem Strich

Der Bericht von The Information soll auf den Angaben von drei Insidern beruhen. Er ist recht detailliert, doch das ist kein Beweis für seine Richtigkeit. Aber das beschriebene Event würde gut zu Elon Musk passen. Wenn es tatsächlich stattfindet, bedeutet das aber nicht unbedingt, dass der Roadster demnächst auf den Markt kommt. Schließlich ist dieses Auto ein Musterbeispiel für die Verlässlichkeit von Elon Musks Versprechungen: Das Auto wurde für 2020 angekündigt, dann verschoben auf 2022, 2023 und schließlich auf 2024. Doch nun schreiben wir 2026 und bisher gibt es den neuen Roadster noch immer nicht.