Tesla und SpaceX: Musk spricht über wachsende Überschneidungen
Elon Musk schließt eine Fusion nicht aus und verweist auf gemeinsame Projekte rund um KI, Optimus, Starlink und Terafab
Die Frage nach einer möglichen Fusion zwischen Tesla und SpaceX treibt Fans wie Investoren weiter um. In der Telefonkonferenz zur Quartalsmeldung am gestrigen Mittwochabend ließ Elon Musk die Frage danach unbeantwortet. Das könne man nicht am Telefon besprechen, da müsse das übliche Vorgehen eingehalten werden, so der Chef der beiden Firmen. Allerdings führte er die zahlreichen Überschneidungen im Geschäft der beiden Unternehmen auf.
Auf die Frage, ob Musk "letztendlich Synergien durch den Zusammenschluss der Unternehmen" erwarte, betonte der Manager die bereits bestehenden Kooperationen zwischen den beiden Firmen. Es gebe "immer mehr Überschneidungen", besonders bei der geplanten Terafab in Texas. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine riesige Halbleiter-Fabrik, die Chips für künstliche Intelligenz herstellen soll. Angedacht ist der Einsatz in Tesla-Fahrzeugen, beim humanoiden Roboter Optimus von Tesla sowie in den geplanten KI-Rechenzentren von SpaceX in der Erdumlaufbahn.
Der Optimus von Tesla als Bedienung
Anfang 2026 hat Tesla zwei Milliarden Dollar in die Firma xAI investiert, die im Februar dann von SpaceX übernommen wurde. Außerdem haben SpaceX und xAI im Jahr 2025 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 650 Millionen Dollar von Tesla bezogen, wie Electrek berichtet.
Musk verwies auf Grok. Die KI von xAI (das nach der Übernahme in SpaceXAI umbenannt wurde) wird in Tesla-Fahrzeugen eingesetzt, helfe aber auch bei der Entwicklung des "digitalen Optimus", der Büroarbeiten erledigen soll. Außerdem werde der Zugang zu Starlink in den Cybercab-Modellen integriert. Das Satelliten-Internet soll den Robotaxis zur Verfügung stehen, um in Gebieten ohne Mobilfunkempfang nicht ohne Internet zu sein.
Ohne die Terafab wäre Tesla "in seiner Fähigkeit, die Optimus-Produktion zu skalieren, eingeschränkt", so Musk. Die Serienfertigung des Optimus ist im Werk Fremont geplant, wo sie einen Teil der Anlagen belegt, in denen bisher das ausgelaufene Model S und Model X hergestellt wurden.
Auch finanziell hängen die beiden Firmen bereits eng zusammen. Tesla ist an SpaceX beteiligt. Und so kommen bereits 750 Millionen Dollar von dem Tesla-Quartalsgewinn in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar durch den gestiegenen Börsenwert von SpaceX zustande, meldet Electrek.
Unter dem Strich
Rückt die Fusion zwischen Tesla und SpaceX näher? Verschiedene Manager des Autobauers, darunter Elon Musk, betonten nun die zunehmende Verflechtung der Projekte rund um Satelliten-Internet, Optimus, Grok, die Terafab und die KI-Pläne von SpaceX. Der von Reuters zitierte Finanzanalyst Gene Munster sagte, die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenschlusses bis Anfang 2027 sei nach diesem Abend von 80 auf 90 Prozent gestiegen. Elon Musk selbst schloss die Fusion nicht aus und sagte lediglich, man könne das nicht bei einer Telefonkonferenz besprechen.
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