EZI EM05 und EM06: Neue Microcars in Paris
Die elektrischen Leichtfahrzeuge bieten bis zu 180 km Reichweite, Retro-Design oder moderne Optik. Die Auslieferung soll 2027 beginnen
Die zur chinesischen Keeway Group gehörende Marke EZI ist auf Elektro-Zweiräder und elektrische Microcars spezialisiert. Auf dem Pariser Autosalon stellt EZI zwei neue elektrische Leichtfahrzeuge der Klasse L6e vor. Die Modelle EM05 und EM06 bieten je nach Modell eine technikorientierte Optik bzw. ein Retro-Design.
Der EM05 Tech Edition zeichnet sich durch die durchgehende Lichtlinie an der Front und versenkte Türgriffe aus, was für einen "klaren, zeitgemäßen Auftritt" sorgen soll. Der EM06 Retro Edition dagegen kombiniert Rundscheinwerfer, Felgen im Retro-Stil und Chromakzente und soll optisch Wärme in die moderne Mobilität bringen. Statt der durchgehenden Lichtlinie hat er eine schwarze Blende, die von einer rundlichen Lichtlinie eingefasst wird. Auf der schwarzen Blende können offenbar verschiedene Schriften erscheinen.
Bildergalerie: EZI EM05 und EM06
Die beiden Modelle besitzen die gleiche Rohrrahmen-Sicherheitsstruktur und den gleichen Antriebsstrang. Laut EZI liegt die Reichweite bei bis zu 180 km. Eine vollständige Ladung soll zwei Stunden dauern. Geladen wird über einen Typ-2-AC-Anschluss.
Zu Antrieb und Batterie macht EZI weder in der Pressemeldung noch auf seiner Website Angaben. Aber die Rahmendaten liegen ohnehin durch die EU-Fahrzeugklasse L6e fest: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h, die Maximalleistung bei 6 kW. Das Gewicht der Fahrzeuge ist auf 425 Kilogramm begrenzt. Diese Fahrzeuge dürfen mit einem Führerschein der Klasse AM gefahren werden, also mit dem Moped-Führerschein, den man ab 15 Jahren machen kann.
Zum Sprachassistenten EZI Buddy gehört ein Display mit Avatar, das man aufs Armaturenbrett setzen kann
Beide Fahrzeuge sind mit dem Betriebssystem EZI OS ausgestattet. Dazu gehören der Sprachassistent EZI Buddy, die EZI-App und EZI Luggage. Bei Letzterem handelt es sich um einen Rollkoffer, den man auf einem Heckträger transportieren kann.
Innen gibt es einen zentralen 13,4-Zoll-Bildschirm, ein Rundumsicht-System, eine Klimaanlage, eine Sitzheizung sowie die Fahrmodi Eco und Sport.
EZI EM06: Das Cockpit mit 13,4-Zoll-Monitor. Damit ist der Touchscreen größer als beim VW ID. Polo (12,9 Zoll)
Beide Fahrzeuge werden in den Ausstattungsvarianten Standard, Pro und Max angeboten. Vorbestellungen sind ab sofort möglich; die Auslieferungen sollen Ende März 2027 starten, und zwar beginnend mit den wichtigsten europäischen Märkten. Zu den Preisen äußert sich EZI noch nicht. Über den Fahrzeugverkauf hinaus plant EZI die Einführung eines Battery-as-a-Service-Abonnements (BaaS) für künftige Modelle auf derselben Plattform.
Unter dem Strich
Wann haben Sie zum letzten Mal ein Elektro-Leichtfahrzeug gesehen? Vielleicht war es im Urlaub, in Frankreich, Spanien oder Italien. Denn in Deutschland sieht man die leichten Vehikel selten.
Sie werden oft als Mobilitätslösung zwischen Elektroroller und Kleinstwagen beschrieben. Zu den Vorteilen gehören ihre geringen Abmessungen, wodurch sie sich in engen Großstädten leichter bewegen und parken lassen. Zudem sind sie komfortabler und sicherer als ein Roller. Allerdings fühlt man sich mit 45 km/h schon in der Stadt oft als Verkehrshindernis und für Überlandfahrten eignen sie sich kaum. Dazu kommen Preise, für die man manchmal schon einen Elektro-Kleinstwagen erhält, denn für den gibt es auch die staatliche Förderung.
Quelle: EZI (per E-Mail), EZI-Website
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