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Can-Am Pulse (2025) im Test: Watt fürs Herz

Das erste Elektro-Bike von Can-Am soll Herzklopfen erzeugen. Wir haben ausprobiert, ob die Mischung aus Hightech und Fahrspaß aufgeht.

Can-Am Pulse 2025 Test
Bild von: Motor1.com

Can-Am meldet sich 2025 nach fast vier Jahrzehnten zurück im Motorradmarkt. Die Traditionsmarke setzt mit der Pulse jedoch nicht auf Retro-Charme, sondern auf ein vollelektrisches Naked Bike für die Stadt. Herzstück ist ein Akku, der zugleich als Rahmenstruktur dient. Das spart Gewicht, sorgt für ein reduziertes Design und verleiht dem Motorrad hohe Agilität im urbanen Umfeld.

Technisch basiert die Pulse auf dem Rotax E-Power-System. Dieses bündelt Motor, Batterie, Inverter und Ladeelektronik in einem flüssigkeitsgekühlten Modul, das auch unter Belastung eine stabile Performance ermöglicht. Die Ladezeit von 20 auf 80 Prozent beträgt rund 50 Minuten. Ein 10,25-Zoll-Touchscreen mit Apple CarPlay und der BRP-GO!-App bringt smarte Funktionen wie Navigation und Musikwiedergabe ins Cockpit.

Bildergalerie: Can-Am Pulse 2025 Test

Optisch gibt sich die Pulse selbstbewusst. LED-Doppelscheinwerfer, ein kraftvoll gezeichneter Vorderbau, ein schlankes Heck und gelbe Akzente am Motor verleihen ihr ein markantes Erscheinungsbild. Beim Aufsitzen fällt die schlanke Form des Akkus auf, die an einen Tank erinnert. Die Sitzposition ist sportlich, der weit nach vorn gezogene Lenker verlangt allerdings Kompromisse im Alltag. Praktisch ist das große Handschuhfach, das sich allerdings nicht verschließen lässt.

Auf der Straße überzeugt die Pulse mit kräftigem Antritt. Der Direktantrieb beschleunigt sie in 3,8 Sekunden auf 100 km/h und bis 130 km/h Spitze. Das Fahrgefühl wirkt noch dynamischer, als es die Zahlen vermuten lassen. Die Rekuperation funktioniert per Gasgriff, allerdings nur in zwei Stufen. Zum vollständigen Stillstand reicht sie nicht, weshalb Bremsarbeit erforderlich bleibt. Im Sportmodus zeigt sich die Pulse verspielt und agil, im Rain-Modus bleibt sie bei Nässe berechenbar.

Der Verbrauch liegt bei rund 6 kWh pro 100 Kilometer. Mit der 8,9-kWh-Batterie ergibt das eine Reichweite von bis zu 130 Kilometern. Damit eignet sich die Pulse auch für kürzere Ausflüge, doch das Laden unterwegs bleibt umständlich. Das sperrige Typ-2-Kabel muss separat transportiert werden, und an der Haushaltssteckdose dauert eine vollständige Ladung mehrere Stunden.

Preislich startet die Can-Am Pulse bei 15.899 Euro. Damit liegt sie unterhalb der Zero S und der LiveWire S2 Del Mar. Die Garantie beträgt zwei Jahre, für die Batterie gewährt Can-Am fünf Jahre.

Den ausführlichen Beitrag findet ihr hier: Originalartikel bei Motor1.com