Die neuen zylindrischen Batteriezellen von Tesla vom Typ 4680 sind derzeit eines der heißesten Themen in der Elektroauto-Branche. Denn das neue Design der Zellen soll gleich 30 Prozent  mehr Reichweite bringen, und das ohne Veränderung der Zellchemie. Erst kürzlich hatte es geheißen, die aktuellen Tesla-Modelle könnten auf 700 km kommen - möglicherweise mithilfe dieser Zellen.

Der Grund für den möglichen Reichweiten-Sprung ist die Optimierung der Größe, das neue Design zur Verbesserung der Leistung (elektrisch, thermisch) und die Nutzung der Batterien als strukturelles Bauelement für das Auto.

Tesla hat nun ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie die Zellen innerhalb des Batteriepakets angeordnet werden (siehe oben). Jedes Modul vom Typ 4680 enthält ungefähr 960 Zellen (40 x 24) statt mehreren Tausend wie beim Typ 2170. Die geringere Zellenzahl reicht, weil ein 4680er-Modul rund fünfmal mehr Energie speichert als ein Modul vom Typ 2170. Die Energiedichte kann 300 Wattstunden pro Kilogramm erreichen oder sogar überschreiten.

Die Bilder und Videos der Pilotproduktion in Kalifornien sind auf der "Join the Cell Team"-Website von Tesla verfügbar. Auf dieser Seite sucht Tesla neue Mitarbeiter, und zwar gleich Hunderte oder sogar Tausende. Damit soll das Batteriegeschäft von Tesla in neue Technologiebereiche vordringen - nach dem Motto "Tera ist das neue Giga".

Einige Ingenieure arbeiten bereits daran, den Produktionsprozess für die 4680er-Zellen zu optimieren, bevor Tesla sie in der neuen Gigafactory bei Berlin im großen Maßstab produziert. Über 100 Gigawattstunden Batteriekapazität könnten dort jährlich entstehen - neben dem Model Y, in das diese Akkus dann auch eingebaut werden, wie InsideEVs.com USA meldete.

 

In einem Tweet vom Oktober hatte Musk bestätigt, dass LFP-Chemie (Lithiumeisenphosphat) für Elektroautos mit mittlerer Reichweite genutzt werden soll, also wohl auch für das Model Y. Das in Shanghai hergestellte Model 3 verwendet diese Chemie offenbar bereits, und zwar Zellen vom chinesischen Hersteller CATL, wie ebenfalls InsideEVs.com meldete.

Bildergalerie: Teslas 4680er-Batterien