Tesla Model Y (2026): Alle Daten, Preise und Reichweiten
Das Elektro-SUV von Tesla gibt es jetzt nur noch in vier Versionen. Wir zeigen Ihnen die aktuellen Preise und Spezifikationen.
Das Tesla Model Y wird nur noch in vier Versionen angeboten. Wie kürzlich berichtet, wurde im Frühjahr 2026 die Version Long Range RWD gestrichen, eine Variante mit abgespeckter Ausstattung, die erst im Januar eingeführt wurde. Die entsprechende Premium-Variante wird weiter offeriert, hat nun aber eine neue, offenbar schlechtere Batterie. Wir haben unsere Modellübersicht aktualisiert.
Die Basisversion ist nun die einzige Variante mit abgespeckter Ausstattung und ohne die durchgehende Lichtlinie vorn (siehe unser Titelbild). Die Speicherkapazität der Batterie gibt Tesla traditionell nicht an; laut EV-Database handelt es sich um einen LFP-Akku von CATL mit rund 60 kWh netto. Aufgeladen wird mit bis zu 175 kW.
Alle anderen Varianten bieten 250 kW Ladeleistung. Das gilt für die zwei Premiumversionen, die beide "Maximale Reichweite" haben, aber verschiedene Akkus verwenden. Die Premiumvariante mit Heckantrieb und neuen 4680er-Zellen bietet rund 74 kWh, die Premiumversion mit Allradantrieb dagegen zylindrische Zellen von Panasonic und 79 kWh. Die Performance-Version erhält ebenfalls diese Panasonic-Batterie.
Exterieur/Maße | Antriebe/Akkus | Interieur/Ausstattung | Preise/Rivalen
2022, 2023 und 2024 war das Tesla Model Y das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland – 2024 wurden fast 30.000 Stück von dem Mittelklasse-SUV abgesetzt. 2025 waren es nur noch etwa 12.000 Stück – ein herbes Minus. Im letzten Jahr lag das Modell nur noch auf Platz 11 der meistverkauften Elektroautos in Deutschland. Inzwischen hat es sich wieder auf Rang 3 hochgearbeitet (Januar bis April 2026).
Erstmals vorgestellt wurde das Tesla Model Y im Jahr 2019, seit 2020 wird der Wagen in der Tesla Factory in Fremont (Kalifornien) produziert. Seit 2021 rollt das Auto auch in Shanghai und seit 2022 zudem noch in Texas und in Berlin-Grünheide vom Band. Anfang 2025 erfolgte ein Facelift, das den Codenamen Juniper trägt. Dabei erhielt der Wagen durchgehende Lichtleisten vorn und hinten.
Exterieur und Maße
Das nach dem Facelift knapp 4,80 Meter lange Model Y hat etwa den gleichen Radstand wie das Model 3, das auf der gleichen Plattform basiert. Das "MY" ist aber länger und mit 1,62 Meter auch stolze 18 Zentimeter höher als das "M3". Die Karosserieform ist die eines Coupé-SUVs mit sanften Kurven.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Model Y | 4.797 mm | 1.982 mm | 1.621 mm | 2.890 mm | 835–2.118 Liter |
| Model 3 | 4.720 mm | 1.850 mm | 1.440 mm | 2.875 mm | 682 Liter |
Serienmäßig ist das Auto ein Fünfsitzer, der Siebensitzer wird seit dem Facelift in Deutschland (noch) nicht wieder angeboten. Der Kofferraum fasst laut Benutzerhandbuch 835 bis 2.118 Liter – enorme Werte, die aber möglicherweise nicht nach VDA-Norm gemessen sind.
Am Heck hat das geliftete Model Y ein Rücklicht mit spezieller Technik, das besonders weiches Licht verbreiten soll.
Antriebe und Akkus
Die Antriebe des Model Y unterscheiden sich von denen des Model 3, sie sind jeweils etwas leistungsstärker. Die Antriebsleistungen sind dem Konfigurator zu entnehmen; dazu muss man nur auf "Weitere Informationen" klicken. Demnach haben beide Hecktriebler die gleiche Antriebsleistung von 220 kW.
Außerdem gibt es zwei Allradvarianten, bei denen vorn eine 158-kW-Maschine hinzukommt. Bei der Performance-Variante wird hinten zusätzlich ein stärkeres Aggregat mit 303 kW eingebaut. Die Systemleistung der AWD-Versionen wird von Tesla nicht angegeben. Durch einfache Addition würden bei der Performance-Version 461 kW resultieren. Das passt etwa zur Sprintzeit von 3,5 Sekunden: So lang brauchen auch der Kia EV6 GT und der Hyundai Ioniq 5 N, die beide 448 kW haben.
| Model Y RWD | Model Y LR Premium RWD | Model Y LR Premium AWD | Model Y Performance | |
| Antrieb | RWD 220 kW | RWD 220 kW | AWD 158 & 220 kW | AWD 158 & 303 kW |
| 0–100 km/h | 7,2 Sek | 5,6 Sek. | 4,8 Sek. | 3,5 Sek. |
| Vmax | 201 km/h | 201 km/h | 201 km/h | 250 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 13,1 kWh | 14,2 kWh | 15,3 kWh | 16,2 kWh |
| Akku netto | ca. 60 kWh LFP |
ca. 74 kWh 4680 NMC |
ca. 79 kWh NMC |
ca. 79 kWh NMC |
| WLTP-Reichweite | 505–534 km | 603–609 km | 600–629 km | 580 km |
Reichweitenstärkste Version ist nach dem Entfall der Variante mit abgespeckter Ausstattung, maximaler Reichweite und Hinterradantrieb nun ein Allradler. Statt 657 km nach WLTP sind nun maximal nur noch 629 km möglich. Aus dem Benutzerhandbuch der Vor-Facelift-Version ging hervor, dass hinten stets ein Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM) verwendet wurde, vorn aber eine Asynchronmaschine (ASM). Ob das bei der Juniper-Version genauso ist, ist dem aktuellen Online-Benutzerhandbuch für das Modelljahr "2025+" nicht zu entnehmen.
Aufgeladen wird bei der LFP-Batterie nur mit 175 kW, die übrigen Versionen vertragen 250 kW. Die Ladedauer beträgt nach EV-Database beim kleinen Akku nur 24 Minuten, bei der 4680-Batterie 36 Minuten und bei der Panasonic-Batterie 28 Minuten. Daraus haben wir die Ladegeschwindigkeit in Kilowattstunden pro Minute Ladezeit errechnet. Auf dem analogen Weg ergeben sich aus WLTP-Reichweite und Ladedauer Werte fürs Reichweite-Nachladen in Kilometer pro Minute Ladezeit:
| Model Y RWD | Model Y LR Premium RWD | Model Y LR Premium AWD | Model Y Performance | |
| DC-Ladeleistung | bis 175 kW | bis 250 kW | bis 250 kW | bis 250 kW |
| DC-Ladedauer 10-80 % |
ca. 24 min | ca. 36 min | ca. 28 min | ca. 28 min |
| DC-Ladegeschwind. | ca. 1,8 kWh/min |
ca. 1,4 kWh/min |
ca. 2,0 kWh/min |
ca. 2,0 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis ca. 15,5 km/min |
bis ca. 11,8 km/min |
bis 15,7 km/min |
bis ca. 14,5 km/min |
Die 1,4 kWh/min der 4680-Batterie sind alles andere als ein Ruhmesblatt. 1,8 bzw. 2,0 kWh/min sind dagegen recht gute Werte für ein 400-Volt-Modell; der VW ID.4 erreicht ebenfalls maximal 2,0 kWh/min. Beim Nachladen von Reichweite liegen die besten Model-Y-Versionen mit 15,5 bzw. 15,7 km/min ebenfalls etwa auf dem Niveau des besten ID.4, der bei 15,3 km/min liegt. Das bedeutet: Bei beiden Modellen kann man in einer Minute Strom für etwa 15 Kilometer nachladen.
Interieur und Ausstattung
Im Cockpit hat das Tesla Model Y nur einen Touchscreen (16 Zoll) in der Mitte, aber kein Instrumentendisplay und kein Head-up-Display. Auch sonst ist die Kabinen-Anmutung spartanisch: Es gibt fast keine physischen Bedienelemente, das meiste muss per Display eingestellt werden. Während beim Model 3 zeitweise mit unpraktischen Lenkradknöpfen geblinkt werden musste, hatte und hat das Model Y stets einen konventionellen Blinkerhebel.
Zur Serienausstattung aller Model Y gehören nach dem Variantenvergleich von Tesla LED-Licht mit Fernlichtassistent, 18-Zoll-Felgen, elektrisch anklappbare Außenspiegel, automatisch bei Annäherung ausfahrende Türgriffe, Sitz- und Lenkradheizung, eine beheizte Frontscheibe, elektrische Lehneneinstellung vorne, kabelloses Handy-Laden, Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Totwinkelwarner und Antikollisionssystem.
Kaum Tasten und Knöpfe: Das Cockpit des Tesla Model Y (mit abgespeckter Ausstattung, 2026)
Bei den Premium-Versionen kommen noch adaptives Fernlicht, 19-Zoll-Felgen, eine elektrische Lenksäulenverstellung, ein feststehendes Glasdach, Sitzbezüge aus veganem Leder, eine bessere Audioanlage, eine Sitzheizung hinten, Sitzbelüftung hinten, elektrisch einstell- und umklappbare Rücksitze und ein 8-Zoll-Touchscreen im Fond zur Bedienung der Klimafunktionen hinzu. Die Stoßdämpfer arbeiten hier frequenzabhängig, außerdem gibt es die durchgehende Lichtleiste vorne. Das Performance-Modell bietet zudem 21-Zoll-Räder, stufenlos einstellbare Stoßdämpfer und Sportsitze.
Preise und Rivalen
Die Preise ändern sich bei Tesla öfter als bei anderen Marken – in die eine wie in die andere Richtung. Zuletzt stiegen im Frühjahr die Preise der gehobenen Versionen um jeweils 1.000 Euro, während der Basispreis gleich blieb. Hier die Übersicht:
| Model Y RWD | Model Y LR Premium RWD | Model Y LR Premium AWD | Model Y Performance | |
| Preis | 39.990 Euro | 50.990 Euro | 53.990 Euro | 62.990 Euro |
Das Basismodell für knapp 40.000 Euro liegt preislich deutlich unter dem ähnlich starken VW ID.4 Pro, der nach Liste 49.160 Euro kostet, mit dem derzeitigen Herstellerrabatt von 4.000 Euro immer noch 45.160 Euro. Der VW bietet allerdings mit 570 km etwas mehr Reichweite und sprintet mit 6,7 Sekunden auch etwas schneller als das Model Y RWD (7,2 Sekunden).
Zu den weiteren Konkurrenten gehört der Skoda Enyaq, den es als 85er-Modell mit 210 kW und 581 km Reichweite derzeit für 50.450 Euro gibt. Damit ist der Skoda deutlich teurer als der VW mit gleicher Technik und Reichweite und so ohne Händlerrabatt kaum attraktiv.
Eine weitere Alternative ist der Hyundai Ioniq 5, der mit 168-kW-Heckantrieb und 570 km Reichweite ab 53.800 Euro angeboten wird. Damit ist das Modell spürbar teurer und reichweitenschwächer als das Model Y LR Premium RWD. Als 800-Volt-Modell hat der Hyundai jedoch beim Laden die Nase deutlich vorne: Er lädt mit 3,1 kWh/min und holt sich pro Minute Strom für 20 bis 22 km Reichweite.
Ein weiteres günstiges 800-Volt-Modell ist der Xpeng G6: Als RWD Long Range kostet er nur 47.600 Euro, ist mit 570 km allerdings auch etwas reichweitenschwächer. Auch dieses Auto kann man sehr schnell laden. Neben diesen Modellen gibt es viele weitere Rivalen; dazu empfehlen wir Ihnen unsere Übersicht mit allen elektrischen Mittelklasse-SUVs.
Unter dem Strich
Das Tesla Model Y bietet nach wie vor viel Reichweite zu günstigen Preisen. Das verdankt das Modell vor allem dem sehr geringen Verbrauch, der sich auch im Portemonnaie bemerkbar macht. Dazu kommen das schnelle Laden und das praktische Supercharger-Netz. Die etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung muss man dafür in Kauf nehmen. Aber inzwischen gibt es immer mehr interessante Alternativen, darunter extrem schnell ladende 800-Volt-Modelle. Außerdem ist Autokauf immer auch eine emotionale Sache. Und da spielt wohl eine Rolle, dass Elon Musk mit seinen politischen Eskapaden dem Image der Marke nachhaltig geschadet hat.
Letzte Änderung am 18. Mai 2026: Streichung der RWD-Long-Range-Version mit abgespeckter Ausstattung und Einführung der neuen 4680er-Batterie berücksichtigt.
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