Elon Musk verspricht Produktionsstart im Jahr 2022

Eigentlich sollte der neue Tesla Roadster schon im Jahr 2020 starten – mit nachgerade fantastischen Fahrleistungen. Daraus ist nichts geworden. Nun hat Tesla-Chef Elon Musk angedeutet, wie es mit dem neuen Sportmodell weiter gehen soll.

In einem Tweet beantwortete Musk eine Frage nach dem Roadster der zweiten Generation ziemlich konkret: Die Technik soll dieses Jahr fertig werden, die Produktion dann nächstes Jahr beginnen. Der neue Roadster startet also zwei Jahre später als geplant.

 

Nach dem Tweet soll das Design am Ende des Sommers feststehen. Ist das nun der Sommer 2021 oder erst der nächste? Das geht aus Musks Äußerung nicht hervor. Wenn der Sommer 2022 gemeint ist, wird der Roadster erst im Herbst auf den Markt kommen – nicht ideal für ein offenes Auto.

Bildergalerie: Tesla Roadster (Bilder vom Dezember 2019)

Wie die Topversionen des Model S bekommt auch der Roadster drei Elektromotoren (einer vorne und zwei hinten). Außerdem verspricht Musk ein fortschrittliches Batteriesystem.

Wenn es bei den ursprünglichen Angaben bleibt, hat der Akku eine Speicherkapazität von sage und schreibe 200 Kilowattstunden, das wäre deutlich mehr als beim Model S Plaid, das angeblich eine 130-kWh-Batterie besitzt. Die Reichweite soll rund 1.000 Kilometer betragen, also mehr als bei so manchem Benziner oder Diesel. Zum Vergleich: Das Model S Plaid+ ist im deutschen Konfigurator mit geschätzten 837 Kilometern angegeben (gestern waren es noch über 840 km, aber das nur am Rande).

 

Nach Musks Tweet von 2017 soll der Roadster den Sprint auf Tempo 100 in 1,9 Sekunden schaffen. Letzteres klingt fast schon verrückt, doch das Model S Plaid+ schafft das gleiche laut US- Konfigurator in "1,99 Sekunden", da könnte der sicher kleinere und flachere Roadster noch ein wenig schneller sein. 

 

Ist der Roadster wirklich teils Auto, teils Rakete? Schon bei der Vorstellung hieß es, den Roadster würde es optional mit Raketenantrieb geben – mit Triebwerken von Space X. Das ist offensichtlicher Unsinn, denn die sind viel zu schwer und zu groß. Vermutlich ist das Ganze dem Humor von Musk zuzuschreiben, der sich offensichtlich gerne über die Unwissenheit des Publikums und die daraus folgenden Spekulationen amüsiert. 

Startet der Roadster nun also wirklich im Jahr 2022? Nun, hoffen wir es, der Roadster weckt sicher bei so manchem ein Will-Haben-Gefühl aus. Allerdings: Der Basispreis soll bei etwa 200.000 Dollar (rund 165.000 Euro) liegen, mit den Raketentriebwerken ist es sicher noch ein wenig mehr ...