Neue Gerüchte zu dem "Projekt Titan"

Apple befindet sich angeblich in Gesprächen mit Kia zur gemeinsamen Entwicklung und Produktion eines Elektroautos. Nach Berichten bei Bloomberg und der koreanischen Website Donga.com steht die Unterzeichnung eines Vertrags über 3,6 Milliarden US-Dollar kurz bevor. Danach soll das Auto im Kia-Werk in West Point gebaut werden, einer kleinen Stadt in Georgia – nicht zu verwechseln mit dem Sitz der berühmten Militärakademie im Bundesstaat New York.

Gerüchte über ein Elektroauto von Apple gibt es bereits seit Jahren. Das Projekt Titan soll den Akzent auf das autonome Fahren legen. Apple-Chef Tim Cook gab dies bereits 2017 zu, indem er sagte, autonomes Fahren sei "eine Kerntechnologie, die wir als sehr wichtig betrachten" und deren Entwicklung sei "die Mutter aller KI-Projekte".

Nachdem für ein paar Jahre Ruhe in die Gerüchteküche eingekehrt war, gab es im Dezember einen Reuters-Bericht, nach dem das Auto 2024 starten soll – und zwar mit Lithiumeisenphosphat-Akkus (LFP) und einem speziellen Batteriekonzept (Cell-to-Pack, CTP). Im Januar folgten Gerüchte, dass Apple in Gesprächen mit Hyundai stünde. Hyundai dementierte schnell und erklärte, man sei nur eines von mehreren Unternehmen, mit denen Gespräche geführt wurden, und eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

An der Börse stießen die Gerüchte um Kia und Apple offenbar auf positive Resonanz. Der Aktienkurs von Kia an der koreanischen Börse stieg um bis zu 14,5 Prozent und schloss mit einem Plus von 9,7 Prozent.

Wenn der Deal zustande kommt, könnte das Kia-Werk in Alabama zunächst 100.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen, was sich auf 400.000 Fahrzeuge pro Jahr ausbauen ließe. Derzeit werden dort 340.000 Fahrzeuge pro Jahr produziert.

Basis für das Apple-Elektroauto dürfte dann die E-GMP-Plattform des Hyundai-Kia-Konzerns werden. Das ist die neue Plattform, auf der auch der Hyundai Ioniq 5 basieren wird, der MItte Februar vorgestellt werden soll.

Bildergalerie: Hyundai E-GMP (Elektro-Plattform)