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Renault kooperiert beim Batterierecycling mit Veolia und Solvay

Eine Pilotanlage in Frankreich ist bereits im Bau

Renault kooperiert beim Batterierecycling mit Veolia und Solvay

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

18. Mär. 2021 um 11:43 Uhr

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Die Renault-Gruppe, zu der auf Dacia und Alpine gehören, kooperiert beim Batterie-Recycling künftig mit dem Entsorgungs- und Recyclingspezialisten Veolia und dem Chemiekonzern Solvay. Das gaben die drei Unternehmen heute bekannt.

Ziel der Partnerschaft ist es, eine sichere und nachhaltige Versorgungsquelle für strategische Batterierohstoffe wie Kobalt, Nickel und Lithium zu schaffen. Dieses Ziel wollen die Firmen erreichen, indem sie ihr jeweiliges Know-how auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette – von der Sammlung von Elektrofahrzeug-Altbatterien bis hin zu Demontage, Metallextraktion und Reinigung – nutzen. 

So wollen die Partner "bestehende mechanische und metallurgische Batterierecyclingprozesse verbessern". Veolia und Solvay haben hierfür bereits im September 2020 ein Konsortium gegründet, dem die Renault-Gruppe jetzt beitritt. Durch die innovativen Technologien der beiden Pionierunternehmen lassen sich strategische Metalle extrahieren und in hochreine Metalle zurückführen, so Renault. Eine Pilotanlage hierfür ist in Frankreich bereits in Bau.

Durch einen geschlossenen Kreislauf bei den Batterie-Materialien soll sich der ökologische Fußabdruck zukünftiger Elektroauto-Batterien entscheidend verbessern. Ein wichtiges Ziel, denn der weltweite Bestand von Elektrofahrzeugen soll von zehn Millionen im Jahr 2020 auf voraussichtlich über 100 Millionen im Jahr 2030 steigen, so die Prognose der Partner. Deshalb sei die Sicherstellung eines stabilen und nachhaltigen Zugangs zu Batterierohstoffen eine strategische Herausforderung.

Einen Ansatz zur Wiederverwendung von E-Auto-Batterien hatte Renault 2019 vorgestellt: Die Akkus sollten in elektrisch angetriebenen Motorbooten für Paris-Touristen auf der Seine verwendet werden. Außerdem nahm Renault im Spätherbst 2020 einen stationären Energiespeicher mit 72 Akkus aus dem Zoe in Betrieb. Bei diesem Projekt kooperiert Renault mit dem Technologieunternehmen The Mobility House und dem Stromspeichersystem-Experten Fenecon. Dieses Video erklärt das Projekt näher:

Mehr zum Thema Batterie-Recycling:

Batterie-Recycling: So gewinnt VW die Metalle aus Akkus zurück

T&E-Studie: Höhere Recyclingquoten reduzieren Rohstoffbedarf der Akkus

Zu der neuen Kooperation sagte Renault-Chef Luca de Meo: "Die Renault-Gruppe verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für den Lebenszyklus von Batterien: die Reparatur von First-Life-Batterien, um ihre Lebensdauer im Fahrzeug zu verlängern, die Entwicklung von Second-Life-Anwendungen für die Energiespeicherung und die Einrichtung eines Systems zum Sammeln und Recyceln von Batterien."

Das folgende Bild enthält neben dem First Life und dem Second Life auch noch ein Third Life der Batterien (links unten): Die Batterien werden zuerst von Veolia auseinandergebaut und die Materialien getrennt. Die Chemiefirma Solvay übernimmt dann die Aufreinigung, wobei wohl chemische Methoden eingesetzt werden. 

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