Mit retrofuturistischem Design im Stil der Rallye-Legenden à la Audi quattro ...

Retro-Design mit moderner Technik verknüpfen ist nicht neu. Hier genügt sogar ein Blick in die jüngere Vergangenheit des Automobilbaus. Beispiele? Wie wäre es mit dem Lancia 037 von Kimera Automobili oder dem Opel Manta GSe ElektroMOD. Und wenn Ihnen diese Modelle zu sehr Einzelstück und zu wenig Serienfahrzeug sind, hätten wir noch den Honda e in der Hinterhand. 

Bei E-Fahrzeugen für die Rennstrecke oder den Rallye-Einsatz ist die Retrowelle noch nicht so sehr angekommen. Aber sie baut sich auf. Neuestes Beweisstück ist der sogenannte EL1 der Firma Elegend AG i.G. aus dem bayerischen Beilngries, der zum Ziel haben soll, "analoge Urinstinkte des emotionalen Autofahrens in die digitale Welt zu transferieren und den Markt für E-Sportwagen zu revolutionieren". Was wir sehen? Einen ziemlich heißen Retro-Rallye-Rennwagen mit E-Antrieb, der mit seinem Design aus den 1980er-Jahren so legendär werden könnte wie beispielsweise ein Audi quattro.

Bildergalerie: Elegend EL1 (2021)

816 PS, 255 km/h Top-Speed und eine 0-100-km/h-Beschleunigung von 2,8 Sekunden in der ersten Ausbaustufe machen deutlich, dass der EL1 für den Renneinsatz konzipiert wurde. Dennoch attestiert Elegend auch eine gewisse Alltagstauglichkeit.

Ein Carbon-Monocoque und ein Leergewicht von 1.680 Kilogramm sollen dem Allradler mit einer Batterie-Kapazität von 90 kWh eine Reichweite von 400 Kilometern ermöglichen. Oder eben zwei sportliche Runden auf dem Nürburgring. Was dann nur etwas mehr als 40 Kilometer wären. Ein Schnellladesystem mit mehr als 150 kW-Leistung soll für für rasches Aufladen sorgen.

Das retrofuturistische Design knüpft – wie bereits erwähnt – an die Rallye-Legenden aus den 1980er-Jahren an. Seine sportlichen Gene verdankt der EL1 Marcus Holzinger, dem Gründer der Elegend AG i. G.. Irgendwie sieht man, dass der gute Mann ein Motorsportfan ist, oder? Für dieses Projekt hat Herr Holzinger ein Team aus Automobilisten aus den Bereichen Design (Hote Studio für Produktdesign), Technik (Roding Automobile) und Vertrieb zusammengestellt.

Noch handelt es sich bei dem auf den Bildern gezeigten Entwurf um ebendiesen ... einen Entwurf. Bei den technischen Daten sieht es ähnlich aus. Dennoch plant das Unternehmen, für Anfang 2022 einen Prototyp auf die Räder zu stellen. Die dann erste Serie soll auf 30 Exemplare limitiert werden. Zum Preis von 890.000 Euro (zzgl. MwSt.) pro Stück. Serie zwei und drei (ebenfalls mit jeweils 30 Einheiten) soll dann folgen.

Ihnen sind 890.000 Euro erst einmal zu viel? Der Hersteller will im Zuge der Entwicklung eine Aktiengesellschaft werden und sucht auch dafür noch UnterstützerInnen. Damit kommen Sie etwas günstiger weg, denn der Ausgabepreis pro Aktie soll bei 290 Euro liegen.