Home
News
VW-Konzern gründet Joint-Venture zwischen Bugatti und Rimac
Chef des neuen Unternehmens wird Mate Rimac

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
5. Jul. 2021 um 19:54 Uhr
Als bevorzugte Quelle InsideEVs auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Finsideevs.de%2Fnews%2F518289%2Fvw-konzern-bugatti-rimac-porsche%2F&text=VW-Konzern%20gr%C3%BCndet%20Joint-Venture%20zwischen%20Bugatti%20und%20Rimac&via=insideevsde)
- Kopie
Teilen
Der VW-Konzern ordnet seine Sportwagen-Aktivitäten neu. Dabei entsteht ein kompliziertes Dreier-Konstrukt aus Bugatti, Rimac und Porsche. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet nun über die Details und Hintergründe.
Der Konzern dachte bereits länger über eine Neustrukturierung nach. Vor allem wollte man sich offenbar von Bugatti trennen. Nun wurde eine Lösung gefunden, die den kroatischen Elektro-Sportwagenhersteller Rimac mit einbezieht, an dem Porsche beteiligt ist.
Wenn die Kartellbehörden zustimmen, wird Bugatti im vierten Quartal 2021 in ein Gemeinschaftsunternehmen namens Bugatti-Rimac eingebracht. An der Firma mit Sitz in Zagreb wird Rimac zu 55 Prozent und Porsche zu 45 Prozent beteiligt sein. Porsche zahlt dafür angeblich einen dreistelligen Millionenbetrag an seine Konzernmutter Volkswagen. Chef des neuen Unternehmens wird Mate Rimac.
Porsche soll offenbar von der Elektro-Kompetenz von Rimac profitieren. Die Stuttgarter Marke hat sich angeblich schon für den Taycan technische Unterstützung von Rimac geholt. Porsche vergibt schon immer größere Aufträge an Rimac und will die Zusammenarbeit noch weiter vertiefen. Rimac dagegen soll offenbar von der Marktmacht von Porsche profitieren – vielleicht erhofft man sich Vorteile zum Beispiel beim Einkauf von Batterien und anderen Komponenten.
Unter dem Dach des neuen Unternehmens werden die Marken Bugatti und Rimac zunächst wie gehabt ihre zwei Supersportwagen produzieren: Bugatti den Chiron und Rimac den über 1.900 PS starken Elektro-Supersportler Nevera. "Für die weitere Zukunft sind gemeinsam entwickelte Bugatti-Modelle angedacht", so Porsche. Das Gemeinschaftsunternehmen soll etwa 430 Mitarbeiter haben, 300 in Zagreb und 130 bei Bugatti im elsässischen Molsheim.
VW-Chef Herbert Diess strebt seit Langem nach einer strafferen Struktur des aus zwölf Marken bestehenden Konzerns. Dabei betrachtet er die Luxusmarken und Supersportler-Spezialisten offenbar als entbehrlich. Ein Verkauf von Bugatti, Lamborghini und Ducati stößt aber angeblich auf den Widerstand der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch.
Mehr aus dem VW-Konzern:
Porsche Taycan: Rückruf für 43.000 Autos wegen Softwareproblemen
VW Power Day: Sechs Batteriewerke à 40 GWh bis 2030 geplant
Das Projekt "Rush" (wie die Kooperation zwischen Rimac und Bugatti intern genannt wird) wurde möglicherweise vom badenwürttembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) angeleiert. Dieser hat den Firmengründer Mate Rimac angeblich bereits 2018 bei einer Delegationsreise kennengelernt. Offenbar hat ihm die offensive Art des Kroaten gefallen.
Der damals erst 30 Jahre alte Mate Rimac hatte daraufhin auch Porsche von sich überzeugt. "Er hat ein phänomenales Fachwissen und ist ein toller Selfmade-Typ, der mit totaler Begeisterung am Werk ist", so Porsche-Finanzvorstand Meschke. So erwarb Porsche zunächst einen Anteil von 10 Prozent uns stockte diesen im Lauf der Zeit bis auf 24 Prozent auf.
Bildergalerie: Rimac Nevera
Rimac
- Make: Rimac
- Model:
- URL: Rimac

24

Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Finsideevs.de%2Fnews%2F518289%2Fvw-konzern-bugatti-rimac-porsche%2F&text=VW-Konzern%20gr%C3%BCndet%20Joint-Venture%20zwischen%20Bugatti%20und%20Rimac&via=insideevsde)
- Kopie
Meistgelesen

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten 20 Okt. - Elektroauto-Listen
- BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer 20 Okt. - Erlkönige
- Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition 20 Okt. - News
- Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen 19 Okt. - Gerüchte
- Smart #5: Basisversion Pro gestrichen, alle Modelle laden mit 800 Volt 19 Okt. - Modellübersichten
- VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar 19 Okt. - Preise
- Mercedes-AMG GT SUV: Elektro-SUV mit bis zu 860 kW und 710 kW Ladeleistung 17 Okt. - Neuvorstellungen
Auch interessant

Porsche Boxster und Cayman bekommen Batterien, wo früher der Verbrenner saß

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Mehr zur Technik des Tesla Roadster: Bis zu 1.000 kW, 500 km Reichweite und Düsenantrieb

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

Verbrenner-Aus: Deutschland und Frankreich wollen 90-Prozent-Ziel ohne Kompensationen