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Green-G bringt Elektro-Kleinlaster ecarry mit Webasto-Technik

Für kommunale Entsorger, aber auch für Lieferungen auf der letzten Meile

Green-G bringt Elektro-Kleinlaster ecarry

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

7. Jul. 2021 um 08:54 Uhr

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Die italienische Elektrofahrzeug-Spezialist Green-G und der deutsche Zulieferer Webasto bringen den Elektro-Kleinlaster ecarry auf den Markt. Der Wagen ist für Dienstleistungsunternehmen im urbanen Umfeld gedacht, so zum Beispiel kommunale Entsorger, Gartenbau, städtische Logistik und Lieferungen auf der letzten Meile.

Das Fahrzeug ist zwar fast sechs Meter lang, aber nur 1,60 Meter breit (1,80 Meter mit Spiegeln), was die Nutzung in engen Gassen und verstopften Straßen ermöglicht – man denke nur an eine italienische Altstadt. Die Kabine befindet sich nur 38 Zentimeter über dem Boden, was das Ein- und Aussteigen erleichtern soll. Im Video des Herstellers sieht es so aus, als wäre das wirklich der Fall:

YouTube video player

Das Fahrzeug verfügt über eine N1-Straßenzulassung (Güterfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) und hat eine stattliche Nutzlast von 1,7 Tonnen. Die Aufbauten sind konfigurierbar; es gibt zum Beispiel Kühlaufsätze, Aufsätze für flüssiges Transportgut und Sammelbehälter für Müllsäcke.

Für den Antrieb sorgt ein 60 kW starker Elektromotor (Peak-Leistung 90 kW) mit 380 Newtonmeter Drehmoment. Damit erreicht der Wagen eine Geschwindigkeit von 80 km/h. Die Standard-Version des ecarry ist mit einer Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie von Webasto mit 35 Kilowattstunden ausgestattet.

Die Premium-Variante wird von zwei Batterien mit einer Gesamtleistung von 70 kWh angetrieben. Je nachdem, ob ein oder zwei Batterien verbaut sind, kann das Fahrzeug bis zu 250 Kilometer zurücklegen, ohne geladen zu werden. Um die zweite Batterie unterzubringen, wird der Radstand von 2,5 auf 3,1 Meter vergrößert.

Bildergalerie: Green-G ecarry (2021)

Green-G ecarry: Drei verschiedene Versionen

Aufgeladen wird die 350-Volt-Batterie offenbar über einen Typ-2-Anschluss. Zur Ladeleistung oder zur Ladezeit macht Green-G keine Angaben. Es gibt allerdings einen externen Lader mit 7,4 kW, mit dem sich die Batterien auch aufladen lassen, wenn sie nicht an Bord installiert sind. Das legt nahe, dass sich die Akkus auch ausbauen lassen; genauere Angaben dazu gibt es allerdings nicht. Auch zum Preis finden sich keine Informationen auf der Website. 

Green-G wurde erst 2019 als Tochterunternehmen der italienischen Goriziane Holding gegründet. Mit dem ecarry stellt Green-G sein erstes Fahrzeug vor. Webasto liefert die Batterie und die Innenraumklimatisierung.

Für die Heizung wird ein elektrischer Hochvoltheizer eingebaut, der Gleichstrom nahezu verlustfrei in Wärme umwandelt. Dazu kommt eine Klimaanlage zum Kühlen. Eine Kontrolleinheit regelt alle HVAC-Geräte (Lüfter, Gebläse, Kühlmittelpumpe und Hochvolt-Geräte) entsprechend der gerade herrschenden Verhältnisse und den Anforderungen der Insassen.

Mit dem ecarry wollen die beiden Unternehmen die Schadstoffbelastung und den Lärm in den Innenstädten reduzieren. Der ecarry soll dabei nur der Anfang sein, weitere Elektrofahrzeuge sollen folgen.

Andere Elektro-Kleinlaster:

Ari 458: Winziger Elektrotransporter mit 530 Kilo Nutzlast

Tropos Able: Kleiner Elektro-Transporter mit Photovoltaik

Technische Daten des Green-G ecarry

Quelle: Webasto (per E-Mail)

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