Mercedes tritt in das Batteriezellen-Joint-Venture ACC ein
ACC will mit den Partnern Saft, Stellantis und Mercedes im Jahr 2030 Akkus mit 120 GWh Speicherkapazität fertigen.
Automotive Cells Company (ACC) wurde 2020 als Joint Venture von Stellantis und dem zu Total gehörenden französischen Batteriehersteller Saft gegründet. Zweck ist die Produktion von Batteriezellen. Nun gesellt sich Mercedes zu dem Joint Venture.
Mercedes-Benz wird gemeinsam mit Stellantis und TotalEnergies gleichberechtigter Anteilseigner an ACC, so Stellantis in seiner Pressemitteilung. Das heißt: Die Partner halten jeweils ein Drittel an dem Unternehmen.
ACC baut derzeit zwei Batteriewerke. Das im nordfranzösischen Douvrin soll ab 2023 Batterien mit einer Speicherkapazität von 8 GWh jährlich produzieren, das in Kaiserslautern (ein ehemaliges Opel-Autowerk) soll 2025 in Betrieb gehen und laut ACC-Website gleich 24-32 GWh fertigen. Eine dritte Fabrik soll im italienischen Termoli entstehen und ebenfalls ab 2025 produzieren, wie Motor1 Italien im Juli meldete.
Bisher wurden für Europa insgesamt 50 GWh angepeilt:
Mit dem Eintritt von Mercedes soll die Kapazität in Europa "bis zum Ende des Jahrzehnts von anfänglich 48 GWh auf mindestens 120 GWh" gesteigert werden. Dieser neue Kapazitätsplan von ACC wird Investitionen von mehr als sieben Milliarden Euro erfordern.
"Gemeinsam mit ACC werden wir Batteriezellen und -module in Europa entwickeln und effizient produzieren – maßgeschneidert auf die spezifischen Anforderungen von Mercedes-Benz", sagte Daimler-Chef Ola Källenius. Damit leiste man auch einen "Beitrag dazu, dass Europa ein Zentrum der Automobilindustrie bleibt – auch im Zeitalter der Elektromobilität."
„Wir begrüßen Mercedes-Benz als strategischen Partner, der unser Bestreben teilt, die Führung von ACC zu stärken und zu beschleunigen", sagte Carlos Tavares, dem als Stellantis-Chef Marken wie Peugeot, Citroen, Opel, Fiat und Jeep unterstehen. "Alle unsere 14 Marken haben sich dazu verpflichtet, erstklassige, vollständig elektrifizierte Lösungen anzubieten, die den Anforderungen der Kundinnen und Kunden gerecht werden."
"Unser Ziel ist es, die anerkannte Expertise unserer Tochtergesellschaft Saft im Bereich Batterien und das industrielle Know-how unserer Partner zu nutzen, um dem starken Wachstum von Elektrofahrzeugen in Europa gerecht zu werden", ergänzte Patrick Pouyanné, Chef von TotalEnergies.
Quelle: Stellantis
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