Aus China kommen unendlich viele Elektromodelle, und so manche Marke wagt schon den Sprung nach Europa. Über entsprechende Ambitionen von Nio und BYD haben wir schon öfter berichtet, doch der Hongqi E-HS9 war uns neu.

Aufmerksam geworden sind wir auf das Auto durch ein Vorstellungsvideo von Wheelsboy auf Youtube (unten in diesem Artikel). Die Youtuber haben auch gute auch Fotos von dem Fahrzeug gemacht und sie freundlicherweise Motor1.com zur Verfügung gestellt:

Bildergalerie: Hongqi E-HS9 (2021)

Die Front erinnert an den BMW iX, doch in der Mitte gibt es eine senkrechte rote Lichtlinie, die auf den Markennamen Rote Fahne anspielt. Seitlich fallen an dem etwa 5,20 Meter langen Brummer die großen 21-Zöller auf. Dazu kommt eine leicht abfallende Dachlinie, die Bicolor-Lackierung und die Chromelemente an den Fenstern. 

Der Innenraum kombiniert moderne Displays mit luxuriösem Leder. Der Automatik-Wahlhebel ist hier noch ein richtiger Hebel, kein Schalter wie etwa beim iX. Der Wagen ist mit vier, sechs und sieben Sitzen erhältlich. Laut dem Wheelsboy-Video lassen sich die Sitze per Knopfdruck umlegen und auch wieder aufrichten. Außerdem bietet der E-HS9 eine Luftfederung mit Höhenverstellung.

Den E-HS9 gibt es in zwei Allradversionen. Der im Video gezeigte E-HS9 verfügt über den leistungsstärkeren der beiden Antriebe. Er besteht aus zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 405 kW. Das reicht für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in etwas mehr als vier Sekunden.

Technische Daten des Hongqi E-HS9

  • Antrieb: 2 E-Motoren mit 160 + 160 kW bzw. 160 + 245 kW
  • Systemleistung: 320 bzw. 405 kW
  • Akku: 84 bzw. 99 kWh / 460 bzw. 510 km NEDC
  • Maße: 5.209 mm Länge / 2.010 mm Breite / 1.731 mm Höhe / 3.110 mm Radstand
  • Preise in Norwegen: 599.900 bis 759.900 NKR (ca. 60.000 bis 77.000 Euro) 

Die Marke Hongqi wurde bereits 1958 gegründet und ist damit der älteste Autohersteller der Chinas. Die zur FAW Group gehörende Marke ist auch unter der Übersetzung Rote Fahne oder Red Flag bekannt. Früher fiel sie uns auf chinesischen Messen zuweilen mit pompösen Staatskarossen auf. Inzwischen verkauft Hongqi zunehmend auch Autos an Privatleute.

Die Modellnamen sind erfreulich logisch. Staatskarossen firmieren unter Bezeichnungen wie L5, L7 und L9, die normalen Limousinen heißen H5, H7, H9 und die SUVs tragen Namen wie HS5, HS7 und HS9. Bei Elektromodellen wie dem E-HS9 wird noch der Buchstabe E vorangestellt. Das rund 5,20 Meter lange ähnlich wurde 2019 als Studie präsentiert und kam 2020 auf den chinesischen Markt. 

Demnächst wird der Wagen auch in Norwegen angeboten. Die Preise sollen bei umgerechnet etwa 60.000 Euro beginnen – erstaunlich günstig für ein Luxus-SUV dieser Größe. Ein Post des norwegischen Importeurs vom 13. Oktober zeigt bereits ein Auto mit norwegischen Nummernschildern. Der Test bedeutet "Der allererste HONGQI E-HS9 mit norwegischen Schildern. Bald auf dem Weg zu einem Händler in Ihrer Nähe.":