BMW iX3 Langversion für China bekommt richtige Türgriffe
Der iX3 mit langem Radstand erhält zusätzliche Tasten, bessere Rücksitze und mehr.
Chinas Tradition der Langversionen mag bei Limousinen begonnen haben, doch auch SUVs werden inzwischen gestreckt, um den Platz im Fond zu maximieren. Das erste Neue-Klasse-Modell von BMW, das als LWB (Long Wheelbase) kommt, ist der neue iX3. Er reiht sich damit neben den lokal bereits angebotenen, verbrennungsmotorischen X3 ein, der dort ebenfalls mit verlängertem Radstand erhältlich ist.
Ähnlich wie sein Pendant mit Benzinmotor erhält der vollelektrische iX3 gegenüber der globalen Version ein deutliches Innenraum-Upgrade. Dabei geht es nicht nur um die zusätzliche Beinfreiheit im Fond, denn BMW hat für den chinesischen Markt weitere Änderungen umgesetzt. Passagiere hinten profitieren von einer komfortableren Sitzposition – mit längeren, dickeren Sitzen, die sich stärker zurücklehnen lassen.
Bildergalerie: BMW iX3 mit langem Radstand (China)
Überraschend – gerade für ein auf China zugeschnittenes Fahrzeug, in dem sonst oft Displays dominieren – bietet der iX3 ironischerweise mehr physische Bedienelemente als das internationale Modell. Während Tasten für die Sitzheizung im Fond auch in der Version mit Standardradstand auftauchen sollen, legt BMW vorn noch einmal mit zusätzlichen Hardkeys nach. Der Beifahrer bekommt Schnellzugriffe für Sitzverstellungen, ergänzt um eine Beinauflage für mehr Komfort.
Zu den weiteren Aufwertungen zählen eine ansprechende zweifarbige Polsterung, erweiterte Ambientebeleuchtung, hochwertiger wirkende Lautsprecherabdeckungen sowie ein kabelloses Ladepad, das in die hintere Mittelarmlehne integriert ist. Die auffälligste Verbesserung bleibt jedoch die Beinfreiheit im Fond: Möglich wird sie durch eine Radstandsverlängerung um 108 Millimeter auf 3.005 Millimeter. Der komplett ebene Fahrzeugboden zeigt klar, dass die Plattform ausschließlich für Elektroautos ausgelegt ist.
Außen machen die längeren Türen schnell deutlich, dass dieser iX3 in China größer ausfällt – zumal neue Vorschriften BMW dazu zwangen, die ausfahrenden Türgriffe des globalen Modells kurzfristig zu streichen. Um die Vorgaben zu erfüllen, nutzt das Elektro-Crossover ein konventionelles Griffdesign, wie man es von mehreren Modellen kennt, darunter dem X3. Eine vergleichbare Last-Minute-Änderung betrifft auch die Langversion der i3 Limousine.
Traditionell wurden die gestreckten BMW-SUVs und -Limousinen ausschließlich in China verkauft, doch das gilt nicht mehr in jedem Fall. Dieser neue iX3 soll auch in andere Märkte kommen – allerdings nicht in wichtige Regionen wie Europa oder Nordamerika. Der iX3 mit normalem Radstand ist in den USA derweil noch nicht im Verkauf; die Auslieferungen sollen im Herbst beginnen.
2027 BMW iX3 mit langem Radstand (China)
Beide iX3-Varianten weltweit anzubieten wäre ideal, allerdings ist leicht nachvollziehbar, wie schnell das zur logistischen Herausforderung werden kann. Zudem würde es die Kosten erhöhen – und genau das dürfte BMW nur schwer rechtfertigen können. Offizielle Bilder legen dennoch nahe, dass die meisten Märkte den Kürzeren ziehen: Das Modell mit langem Radstand wirkt im Innenraum deutlich hochwertiger.
Neben X3 und iX3 hat BMW in China auch X1/iX1 und X5 gestreckt – und plant das ebenfalls für die nächste X5-Generation, die diesen Sommer debütieren soll. Daraus soll zudem der erste elektrische iX5 entstehen. Ein größerer Innenraum gilt als wahrscheinlich – womit Käufer in China erneut einen Vorteil hätten. Wie bisher dürften diese neuen Modelle trotz größerer Abmessungen und höherer Anmutung deutlich günstiger ausfallen als ihre internationalen Pendants.
Quelle: BMW
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