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Xpeng wächst in Deutschland und bringt 2026 fünf neue Modelle

Langfristig sollen unter anderem kleinere SUVs kommen

Xpeng P7+ (2026)
Bild von: Xpeng

Der chinesische Elektroautohersteller Xpeng hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Wachstum abgeschlossen und seine internationale Position weiter gefestigt. Weltweit lieferte das Unternehmen 429.445 Fahrzeuge aus, was einem Absatzplus von 126 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Damit zählt Xpeng inzwischen zu den drei größten Herstellern reiner Elektrofahrzeuge weltweit. Auch in Europa und insbesondere in Deutschland entwickelte sich das Geschäft dynamisch. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen hierzulande mit einer Fortsetzung des Wachstumskurses. Neue Modelle sowie ein deutlich erweitertes Händlernetz sollen die Grundlage dafür bilden. Allein 2026 plant Xpeng fünf Markteinführungen auf dem deutschen Markt.

Bildergalerie: Xpeng P7+ (2026)

Das 2014 gegründete Unternehmen hat sich innerhalb kurzer Zeit vom Start-up zu einem globalen Anbieter von Premium-Elektrofahrzeugen entwickelt. Bereits 2025 überschritt die Marke weltweit die Marke von einer Million verkauften Fahrzeugen. Eine zentrale Rolle beim weiteren Wachstum spielen internationale Märkte, wobei Europa im Fokus der Expansion steht.

Von insgesamt 380 Vertriebsstandorten außerhalb Chinas befinden sich 290 in Europa. Während Xpeng 2023 lediglich in fünf Auslandsmärkten vertreten war, ist die Marke heute in 60 Ländern aktiv, knapp die Hälfte davon in Europa. Insgesamt steuerten internationale Märkte im vergangenen Jahr 45.008 Fahrzeuge zum Absatz bei, ein Plus von 96 Prozent.

Auch in Deutschland verlief das erste vollständige Geschäftsjahr erfolgreich. Mit 2.991 verkauften Fahrzeugen konnte Xpeng seinen Absatz gegenüber 2024 versiebenfachen. Der Wachstumstrend setzte sich Anfang 2026 fort: Im Januar wurden 327 Fahrzeuge zugelassen, dreimal so viele wie im Vorjahresmonat.

Bildergalerie: Xpeng G6 AWD Performance (2026)

Das meistverkaufte Modell war der Xpeng G6 mit 1.664 Einheiten. Der größere Xpeng G9 kam auf 1.172 Verkäufe, während die (bald abgelöste) Limousine Xpeng P7 weitere 155 Fahrzeuge beitrug. Auffällig ist die klare Nachfrage nach leistungsstarken Varianten mit umfangreicher Ausstattung und Allradantrieb. Beim G6 entfielen lediglich fünf Prozent der Verkäufe auf die Einstiegsversion Standard Range, während 55 Prozent die Performance-Version und 40 Prozent die Long-Range-Ausführung wählten. Beim G9 entschieden sich sogar 75 Prozent der Kunden für die Performance-Variante.

Zum Markterfolg trägt in Deutschland maßgeblich das Vertragshändlernetz bei. Dieses wuchs von 20 Standorten im Jahr 2024 auf 50 Standorte bis Ende 2025. Laut Markus Schrick, Geschäftsführer der Vertriebsregion Central Europe, setzt Xpeng bewusst auf erfahrene Handelspartner mit regionaler Marktkenntnis und hoher Elektroauto-Kompetenz.

2026 soll die Marktpräsenz weiter ausgebaut werden. Neben der Erweiterung des Händlernetzes auf geplante 110 Standorte steht eine umfassende Modelloffensive im Mittelpunkt. Den Anfang macht die Fastback-Limousine Xpeng P7+, die bereits bestellbar ist und ab April ausgeliefert wird. Das Modell gilt als erstes KI-definiertes Fahrzeug der Marke und verfügt über eine 800-Volt-Architektur. Dank einer Ladeleistung von bis zu 446 kW soll der Ladezustand in rund zehn Minuten von 20 auf 80 Prozent steigen.

Xpeng P7+ (2026)

Xpeng P7+ (2026)

Bilder von: Xpeng
Xpeng X9 (2026)

Xpeng X9 (2026)

Im Juni folgt mit dem Xpeng X9 ein großes MPV mit sechs oder sieben Sitzplätzen, Allradlenkung und Luftfederung. Auch dieses Modell nutzt eine 800-Volt-Technik. Zusätzlich bereitet der Hersteller eine sechs- und siebensitzige Variante des G9 sowie zwei weitere Modelle für neue Fahrzeugsegmente vor, deren Markteinführung im Laufe des Jahres erfolgen soll. Im Gespräch ist unter anderem ein SUV im Bereich von etwa 4,60 Meter Länge.

Gestützt auf neue Modelle und den Ausbau des Vertriebs rechnet Xpeng 2026 mit rund 8.000 Neuzulassungen in Deutschland, was einem Plus von fast 270 Prozent entspricht. International strebt das Unternehmen rund 90.000 Verkäufe außerhalb Chinas an, weltweit etwa 600.000 Fahrzeuge. Damit würde der Absatz nochmals um rund 25 Prozent steigen. Ziel bleibt ein nachhaltiges Wachstum mit stabilen Preisen, hoher Kundenzufriedenheit und langfristiger Etablierung der Marke im deutschen Markt.