Der 2022 startende VW ID. Buzz war inzwischen in zahllosen Teasern und auf vielen Erlkönigbildern zu sehen, wir kennen den Elektro-Bus inzwischen von innen und von außen, aber einige Fragen blieben bisher noch offen.

Zum Beispiel, ob das Auto einen vorderen Kofferraum (einen Frunk) hat. Clint Simone von Motor1 USA konnte sich einen ID. Buzz mit der bekannten Regenbogen-Zebra-Tarnung näher ansehen – vermutlich beim kürzlich angekündigten Covered Drive für Journalisten in Barcelona.

Wie im obigen Video zu sehen, öffnet sich per Knopfdruck auf den Schlüssel eine Blende an der Front. Dahinter kommt jedoch kein Kofferraum zum Vorschein, sondern ein blauer Deckel für die Scheibenwaschflüssigkeit und ein paar Kabel. Vielleicht kann man dort ein Ladekabel unterbringen, aber kein Gepäck. Die Karosserie sah ja ohnehin nicht danach aus, denn die Front ist so steil, dass kaum Platz dafür ist. Außerdem hatte bisher kein einziges Auto auf Basis der Modularen Elektroplattform (MEB) einen solchen Frunk.

In einem weiteren Video zeigt Clint die Position des Ladeanschlusses: Er befindet sich hinter dem rechten Hinterrad. Wenn der Schlüssel in der Hosentasche ist, lässt sich die recht große Klappe einfach mechanisch öffnen – per Druck mit der Hand darauf.

Offenbar handelt es sich bei Clints Auto um eine verglaste Version für den Personentransport, denn das hintere Seitenfenster ist nur abgeklebt. In den Videos ist auch zu sehen, dass die Türgriffe des ID. Buzz als konventionelle Bügel ausgeführt sind, wie etwa auch beim ID.3, während sie beim ID.4 und ID.5 bündig integriert sind.

Vorne sieht es auf den ersten Blick so aus, als hätte der Buzz nur einen Scheibenwischer. Doch Leser P.M. hat seinen Zweifel daran kundgetan, und so haben wir uns einen Screenshot aus dem Video nochmal genauer angesehen:

VW ID. Buzz: Die Front

Darauf sind tatsächlich zwei von den quaderförmigen Teilen zu sehen, die so ein Scheibenwischer in der Mitte hat. Also hat der Wagen wohl doch zwei gegenläufige Wischer (wie der ID.3).

Der ID. Buzz wird am 9. März offiziell vorgestellt. Dann werden wir auch Näheres zu den Antrieben erfahren. Die Gerüchteküche spricht von einer größeren Batterie (111 kWh) für bis zu 600 km Reichweite und bis zu 270 kW starken Antrieben. Wenn das stimmt, geht VW hier also über die bisher bekannten MEB-Elemente hinaus. Das Cockpit dagegen wird sich nach Erlkönigbildern wenig von dem im ID.3 und ID.4 unterscheiden.