Der Mercedes Vision EQXX hat es geschafft, mit einer Ladung 1.202 Kilometer auf einer Langstreckenfahrt von Stuttgart nach Silverstone in England zurückzulegen. Damit übertrifft er sich selbst und die 1.007 Kilometer lange Fahrt von Sindelfingen nach Cassis in Frankreich.

Die zweitägige, 14-stündige und 30-minütige Fahrt fand unter den gleichen Bedingungen statt, die jeder erleben würde, der diese Reise auf sich nimmt. Ein gesperrter Autobahnabschnitt und dichter Verkehr auf dem Highway bei London. Die Insassen ließen aufgrund der Temperaturen während der Fahrt über acht Stunden lang die Klimaanlage laufen. Und es wurde sogar ein Zwischenstopp im Mercedes-Benz Grand Prix Shop im englischen Brackley eingelegt.

Bildergalerie: Mercedes Vision EQXX 1.202-km-Rekordfahrt

Auf der Rennstrecke von Silverstone fuhr der Formel-E-Rennfahrer Nyck de Vries mit dem Elektroauto dann auch noch 11 Runden und erreichte dabei die Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. In der Boxengasse ging dem Auto dann schließlich der Saft aus.

Auf der gesamten Strecke hatte der EQXX einen Energieverbrauch von 8,3 kWh pro 100 Kilometer. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 83 km/h. Während der vorangegangenen langen Fahrt kam er auf 8,7 kWh/100 km.

Nach der Fahrt nach Silverstone (und dem Aufladen) fuhr der EQXX dann zum Goodwood Festival of Speed.

Mercedes macht keine Angaben zur Batteriekapazität des EQXX, gibt aber an, dass sie weniger als 100 kWh beträgt. Das Paket hat 50 Prozent weniger Volumen und ist 30 Prozent leichter als das des EQS. Ein einzelner Elektromotor leistet 180 kW. Um die Reichweite zu maximieren, gibt es ein Solarpanel auf dem Dach, das Elemente wie das HVAC-System und das Infotainment-System mit Strom versorgt. Das Fahrzeug hat ein Leergewicht von 1.755 Kilogramm.

In die Serienproduktion wird der EQXX mit seiner ausgefeilten Aerodynamik wohl nie gehen. Allerdings werden wir viele seiner Elemente an zukünftigen EV-Produkten der Marke wiederfinden.