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Ladeverluste bei Elektroautos: An Haushaltssteckdosen bis zu 30%

Am besten lädt man das Elektroauto an einer starken Wallbox, so der ADAC

Ladeverluste: Am Größten beim Laden an der Haushaltssteckdose

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

14. Sep. 2022 um 13:15 Uhr

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Elektroautos ziehen beim Laden mehr Strom aus dem Netz, als dann in der Batterie landet. Aber während bei vielen Elektro-Geräten der Wirkungsgrad eine wichtige Angabe im Datenblatt ist, schweigen sich die E-Auto-Hersteller über die Höhe der Ladeverluste aus.

Der Automobilclub ADAC hat nun ermittelt, wie diese Ladeverluste entstehen und welche Lademöglichkeiten am effizientesten sind. Dabei haben die Experten das Laden an der Haushaltssteckdose mit dem Laden an einer Wallbox verglichen. Als Testfahrzeuge standen der Renault Zoe, das Tesla Model 3, der VW ID.3 und der Fiat 500e zur Verfügung.

ADAC-Studie: Ladeverluste bei 4 verschiedenen Modellen

Die größten Verluste – zwischen 10 und 30 Prozent – entstehen dabei an der Haushaltssteckdose. Besonders der Renault Zoe schnitt hier mit knapp 30 Prozent Verlust extrem schlecht ab. Mit eingerechnet ist beim heimischen Laden jedoch auch die Verkabelung zur Steckdose. Hier sind bereits (nach Norm DIN VDE 0100) bis zu vier Prozent Leitungsverlust möglich. Mit einer Wallbox sinken die Verluste dank der deutlich kürzeren Ladedauer auf 5 bis 10 Prozent. Am effizientesten war der Fiat 500e, bei dem nur gut 5 Prozent Verlust anfielen.

ADAC-Studie: Ladeverluste an der Haushaltssteckdose

Verluste an der Haushaltssteckdose

ADAC-Studie: Ladeverluste an der Wallbox

Verluste an der Wallbox

Bei sehr niedrigen Temperaturen ziehen einzelne Elektroautos in Ausnahmefällen auch noch Energie aus dem Stromnetz, um ihre Batterie aufzuheizen. Das ist zum Beispiel beim VW ID.3 mit der Software 2.3 der Fall. In diesen Fällen kann der Verlust auf bis zu 20 Prozent ansteigen. Die aktuelle Version der ID-Software trägt allerdings soweit wir wissen die Versionsnummer 3.2.

VW ID.3 (2020)

VW ID.3: Verbraucht im Winter viel Energie zum Aufheizen der Batterie

Sowohl Haushaltssteckdose als auch Wallbox stellen das Elektroauto vor die gleiche Herausforderung: Sie liefern Wechselstrom, der für die Batterien in Gleichstrom umgewandelt werden muss. Das übernimmt der Bordlader, aber natürlich nicht ohne Verluste: Etwa 5 bis 10 Prozent der Energie verpuffen hier in Form von Wärme.

Während des gesamten Ladevorgangs sind zudem die Bordelektronik und ein Teil der Steuergeräte des Fahrzeugs aktiv. Auch diese Geräte verbrauchen somit Strom, und zwar logischerweise umso mehr, je länger man lädt. Beim Laden mit Wechselstrom gilt deswegen die Faustformel: Je höher die Ladeleistung, desto kürzer der Ladevorgang und damit auch der Ladeverlust.

Je höher die Ladeleistung, desto kleiner der Ladeverlust

Um größere Ladeverluste zu vermeiden, sollte man daher an einer Wallbox mit 11 oder 22 kW laden, empfiehlt der ADAC. Im Winter sollte man zudem möglichst gleich nach dem Ende einer Fahrt aufladen, denn dann ist die Batterie noch warm. Zudem fordert der Automobilclub, dass die Autohersteller die Ladeverluste für verschiedene Lademöglichkeiten künftig transparent darstellen.

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Quelle: ADAC

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