Mitsubishi hat sich offiziell aus dem chinesischen Markt zurückgezogen, da der Hersteller offenbar nicht mit der Konkurrenz mithalten kann. Es wird angenommen, dass die steigende Nachfrage Chinas nach Elektrofahrzeugen und Mitsubishis zögerlicher Umgang mit diesem Antrieb, ein Schlüsselfaktor für diese Entscheidung war.

Lange Zeit war Mitsubishi in China sehr beliebt. Im Jahr 2019 verkaufte die japanische Marke 134.500 Fahrzeuge und hatte mehrere neue Modelle in Planung – die meisten davon waren Plug-in-Hybride. Danach gingen die Verkäufe stark zurück. Im Jahr 2022 verkaufte Mitsubishi nur noch 34.500 Einheiten in China, da die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen stark anstieg.

Das einzige vollelektrische Modell des Herstellers ist in China derzeit der obige Airtrek EV, doch dieser kam anscheinend zu spät. Außerdem ist der deutlich teurer als die Konkurrenz. So wurden im vergangenen Jahr nur 515 Airtrek EVs verkauft.

Auch andere japanische Hersteller haben in China zu kämpfen. Nissan, Honda und Mazda mussten in den letzten Jahren allesamt Absatzrückgänge hinnehmen. Toyota ist zwar nach wie vor ein wichtiger Akteur auf dem chinesischen Markt, doch im Jahr 2022 ging der Absatz zum ersten Mal seit 10 Jahren zurück.

Zweifelsohne müssen die japanischen Hersteller mehr Elektroautos produzieren und sich von Hybriden verabschieden, wenn sie in China wettbewerbsfähig bleiben wollen. Mitsubishi ist ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Autobauer selbstzufrieden werden. Und es ist kein Geheimnis, dass die genannten japanischen Unternehmen bei der Elektrifizierung ins Hintertreffen geraten sind. Selbst Nissan hat einen drastischen Verlust an Marktanteilen bei Elektroautos zu verzeichnen, obwohl das Unternehmen mit dem Leaf einst als Pionier in diesem Bereich galt.

Es wird interessant sein zu sehen, was die Zukunft für Mitsubishi in anderen Märkten bereithält. In den USA sind die Verkäufe sogar gestiegen, vor allem dank der Markteinführung des neuen Outlander. In Europa sind gerade der neue ASX und der neue Colt gestartet und damit zwei ältere Renault-Modelle (Captur und Clio) mit neuem Anstrich. Klingt – unserer Meinung nach – nicht gerade zukunftsorientiert, oder?