Niu NQiX und FQi: Neue Elektroroller zum 10. Geburtstag
Auch elektrische Quads zeigt die vor 10 Jahren gegründete China-Marke
Zu ihrem zehnten Geburtstag präsentiert die chinesische Elektroroller-Marke Niu zwei neue Modellreihen: Der NQiX ist ein Nachfolger des ersten Niu-Modells NQi, der FQi scheint so etwas wie eine Low-Cost-Variante mit konventionellerer Optik zu sein. Premiere haben die Novitäten auf der Mailänder Motorradmesse EICMA, die am heutigen Sonntag zu Ende ging.
Niu NQiX als Nachfolger des NQi
Der Niu NQiX ist offenbar der Nachfolger des Niu NQi, der seinen 10. Geburtstag feiert, wobei das X im Namen wohl die Zahl 10 in römischer Schreibweise darstellt. Zunächst werden die drei Versionen NQiX 150, 300 und 500 angeboten; sie bieten mehr Leistung und mehr Reichweite als die jeweiligen Vorgängermodelle:
Niu NQiX: Vergleich mit den jeweiligen Vorgängermodellen
Wie bisher werden je nach Version Höchstgeschwindigkeiten von 45, 80 oder 100 km/h erreicht. Die Akkus arbeiten nach wie vor mit 72 Volt und speichern 28 Amperestunden, was 2 kWh ergibt. Die schnelleren Versionen bieten zwei solcher Akkus, was Reichweiten von über 100 km ermöglicht.
Wie der NQi hat auch die X-Reihe die ringförmige Frontleuchte, dir charakteristisch für Niu-Roller ist. Viele Parameter lassen sich per App einstellen. Um während der Fahrt das Handy nicht herausholen zu müssen, gibt es die Niu Link Crown, ein spezielles Bedienelement am Lenker. Außerdem bietet das neue Modell eine Routen-Aufzeichnung, die Musikwiedergabe und das Beantworten von Telefonanrufen. Optional gibt es eine Reifendrucküberwachung. Den drei genannten Modellen soll in etwa einem Jahr noch das Topmodell NQiX 1000 folgen. Damit sieht die Produktpalette dann folgendermaßen aus:
| NQiX 150 | NQiX 300 | NQiX 500 | NQiX 1000 | |
| Antrieb | 2,6 kW, 150 Nm | 5,0 kW, 190 Nm | 9,0 kW, 240 Nm | 10,0 kW |
| Höchstgeschwindigkeit | 45 km/h | 80 km/h | 100 km/h | 125 km/h |
| Akku(s) | 28 Ah*72 V = 2 kWh |
2*28 Ah*72 V = 4 kWh |
2*28 Ah*72 V = 4 kWh |
3*28 Ah*72 V = 6 kWh |
| Reichweite | 60-70 km | 100-120 km | 90-100 km | 178 km |
| Ladedauer | 3 Stunden | 2 mal 3 Stunden | 2 mal 3 Stunden | 3 mal 3 Stunden |
| Preis | 2.699 Euro | 3.599 Euro | 4.499 Euro | 7.499 Euro |
| Marktstart | 1. Quartal 2025 | 1. Quartal 2025 | 1. Quartal 2025 | 3. Quartal 2025 |
Was die Farbe angeht, so kann man zwischen Mattschwarz, Mattgrau und Hochglanzweiß wählen; beim Topmodell gibt es zudem noch eine spezielle Jubiläumsfarbe. Damit man die Optik des Rollers ändern kann, hat der NQiX austauschbare Seitenteile und eine magnetische Frontblende.
Niu FQi mit 6,4 kW
Die zweite Roller-Neuheit ist der FQi, offenbar so etwas wie eine Low-Cost-Variante des NQiX mit eher konventioneller Optik und ohne die charakteristische Ringleuchte. Auch die Niu Link Crown fehlt.
Eine 150er-Variante gibt es hier nicht, die Basisversion ist der FQi 300. Die ist auf 45 km/h beschränkt, leistungsmäßig und von der Batterie her aber mit dem NQiX 300 vergleichbar. Sie kostet aber 600 Euro weniger. Daneben gibt es eine 500er-Version, die ist weniger stark ist als beim NQiX, dafür aber 700 Euro günstiger:
| FQi 300 | FQi 500 | |
| Antrieb | 4,8 kW, 230 Nm | 6,4 kW |
| Höchstgeschwindigkeit | 45 km/h | 95 km/h |
| Akku(s) | 28 Ah * 72 V = 2 kWh | 2 * 28 Ah * 72 V = 4 kWh |
| Reichweite | 70-80 km | 90-100 km |
| Ladedauer | 2,5 Stunden | 2 mal 3 Stunden |
| Preis | 2.999 Euro | 3.799 Euro |
| Marktstart | 1. Quartal 2025 | 1. Quartal 2025 |
Auch wenn man auf einige Niu-Features verzichten muss: Die Konnektivität ist auch hier gut. So ermöglicht die Niu Smart App eine Diebstahlsicherung, eine automatische Parkfunktion für den Ständer, eine Bluetooth-Verriegelung, eine Echtzeit-Ortung und -Diagnose sowie individuelle Fahreinstellungen. Außerdem stehen USB-A- und -C-Buchsen zum Laden des Smartphones zur Verfügung. Verfügbar ist der FQi in den Farben Schwarz, Weiß, Sahara und in einer 10-Jahres-Jubiläumsversion. Die Modelle sollen ab dem ersten Quartal 2025 erhältlich sein.
Bildergalerie: Niu auf der EICMA 2024
Kickscooter KQi-Sharing
Auch wenn den Sharing-Kickscootern derzeit der Wind ins Gesicht bläst – etliche europäische Städte und auch Gelsenkirchen haben sie schon verboten –, glaubt Niu weiter an das Konzept. Klar, sie gehören zur Palette und Sharing-Anbieter dürften gute Kunden sein. Seit 2018 haben die Leihfahrzeuge der Niu-Sharing-Partner in 41 Ländern und 458 Städten mehr als 212 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das entspricht einer Distanz von 5.300 Fahrten rund um den Globus. So stellte Niu nun sein neues Kickscooter-Modell KQi-Sharing vor. Er soll sich problemlos in die Flotten von Voi, Tier oder Lime
integrieren lassen.
Schließlich gibt Niu auf der Messe auch noch einen Ausblick auf die Zukunft. Dazu gehören vor allem drei elektrische All-Terrain-Vehicle-Studien, darunter der NIURC und NIUNV. Offenbar will die China-Marke in den Markt der geländetauglichen Quads einsteigen. Beim RC mit seinem Motorradsattel schimmert noch die Verwandtschaft mit dem Motorrad durch, während der NV bulliger wirkt und einen richtigen Sitz bietet.
NIURC Concept
NIUNV Concept
Zurückdenkend an die letzten zehn Jahre sagt Niu-Chef Yan Li: "Es ist fast unglaublich, wenn ich darüber nachdenke, wie weit wir gekommen sind.“ Schon ein Jahr nach der Gründung führte Niu seinen ersten Elektroroller ein, den NQi. 2016 startete man in Europa. Seither brachte die Marke neben Elektrorollern auch E-Bikes und Dirtbikes auf den Markt. 4,6 Millionen Fahrzeuge wurden weltweit verkauft. Von den chinesischen Konkurrenten unterschied sich die Firma dadurch, dass keine Bleiakkus verwendet wurden, sondern Lithium-Ionen-Akkus. Mehr zur Marke und den Produkten erfahren Sie im folgenden Video:
Unter dem Strich
Nach zehn Jahren gehören die Elektroroller von Niu zum Straßenbild vieler europäischer Großstädte. Der runde Lichtring dürfte vielen bekannt sein. Mit den beiden Modellen NQiX und FQi stellt die China-Marke nun zwei neue Modelle vor und präsentiert zudem seine ersten elektrischen Quads.
Quelle: Niu (per E-Mail)
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