Audi A2 e-tron: Neue Bilder, Infos zu Aerodynamik und Verbrauch
Das ID.3-Neo-Schwestermodell braucht mit Effizienzpaket nur 12,8 kW/100 km
Audi zeigt erste offizielle Bilder des A2 e-tron, wenn auch noch mit der bekannten Tarnfolie. Ohne Tarnung wird das Auto erst im Herbst zu sehen sein; dann ist auch Bestellstart. Die Auslieferungen sollen noch 2026 beginnen. Außerdem gibt es Details zu Verbrauch und Aerodynamik. Neu ist auch die Bestätigung, dass Siliciumcarbid-Inverter verwendet werden.
Die SiC-Technik senkt die Schaltverluste besonders im Teillastbereich, so Audi. Eine variable Schaltfrequenz verringert die Verluste um bis zu 20 Watt; alternative Modulationsverfahren reduzieren die Schaltverluste um bis zu 33 Prozent. Zudem besitzt der Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM) dünnere Lamellen (0,2 statt 0,3 Millimeter). Das senkt die sogenannten Eisenverluste. Zudem wird beim Stator von Stern- auf Dreieckschaltung gewechselt – dadurch läuft der Motor in effizienteren Drehzahlbereiche. Schließlich reduziert ein Leichtlauföl die Reibungsverluste im Getriebe und die lange Übersetzung von 10,2:1 verringert den Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten.
Bildergalerie: Audi A2 e-tron mit Tarnfolie (2026)
Der neue Kompaktwagen teilt sich viel von der Technik mit dem VW ID.3 Neo. Während dieser im Bestfall 14,0 kWh/100 km verbraucht, sind es beim A2 e-tron mit 140 kW und Effizienzpaket nur 12,8 kWh/100 km. Das macht das Modell zu einem der sparsamsten Elektroautos überhaupt.
Der niedrige Verbrauch wird durch aerodynamischen Feinschliff erreicht, wodurch der cW-Wert auf 0,24 sinkt. Dazu gehören ein optimierter Unterboden, Air-Curtains, steuerbare Kühllufteinlässe und Räder mit niedrigem Windwiderstand. Aber auch weniger offensichtliche Maßnahmen helfen: So reduziert eine gute Kühlstrategie die Ladeverluste, und die gehen in den Verbrauch ein. Den Wirkungsgrad beim Laden mit Wechselstrom gibt Audi mit 89,6 Prozent an.
Bereits von einem Erlkönig-Video von Pro-Street.dk war bekannt, dass der Audi A2 e-tron Winglet-Türöffner erhält. Diese geradezu winzigen Griffe besitzen meist an der Rückseite eine Taste, die man mit der Hand betätigt, um die Tür zu öffnen. Ähnliche Winglets haben auch der Volvo EX60 und der BMW iX5.

Das Video zeigte auch die Heckscheibe: Wie beim Audi A2 der Nuller-Jahre wird sie von einem Heckspoiler zweigeteilt, was die Sicht nach hinten nicht unbedingt verbessern dürfte. Wie der erste A2 hat auch der neue A2 e-tron keinen Heckscheibenwischer. Außerdem ist dem Video zu entnehmen, dass es an der Front zwei Lichtleisten links und rechts als Tagfahrlicht geben wird, während die eigentlichen Scheinwerfer darunter liegen.
Auf der Hersteller-Website verriet Audi kürzlich auch schon die maximale Reichweite, den Basispreis, die Motorisierungen und die Ausstattungen. Diese Informationen sind inzwischen wieder verschwunden, aber wir haben Screenshots von den wichtigsten Daten gemacht.
Die Batteriegrößen wurden nicht genannt, doch das Modell soll in der Kompaktklasse antreten und bis zu 649 Kilometer Reichweite haben. Die Motoren bieten 125, 140, 170 bzw. 240 kW. Demnach hat der A2 e-tron die gleichen Motorisierungen wie der VW ID.3 Neo und der Cupra Born. Die Modellpalette dürfte etwa folgendermaßen aussehen:
| Audi A2 e-tron 125 kW |
Audi A2 e-tron 140 kW |
Audi A2 e-tron 170 kW |
Audi A2 e-tron 240 kW |
|
| Antrieb | RWD 125 kW (APP350) |
RWD 140 kW (APP350) |
RWD 170 kW (APP350) |
RWD 240 kW (APP550) |
| WLTP-Verbrauch | 13,0 kWh | 12,8–13,7 kWh | 14,9 kWh | 14,6 kWh |
| Akku netto | 50 kWh | 58 kWh | 79 kWh | 79 kWh? |
| WLTP-Reichweite | ca. 420 km | ca. 500 km | 649 km | k.A. |
| DC-Ladeleistung | 105 kW | 105 kW | 183 kW | 183 kW? |
Wie der VW ID.3 Neo nutzt auch der Audi A2 e-tron den Motor mit der Bezeichnung APP350, der den beim alten ID.3 eingesetzten APP310 ablöst. Nur beim Topmodell mit 240 kW wird die Maschine APP550 eingesetzt. Dazu dürfte der 79-kWh-Akku aus dem Cupra Born VZ kommen.
Die Batterie wird von oben gekühlt, nicht von unten. Die prismatischen LFP-Zellen liegen in vier Stacks à 26 Zellen. Diese 104 Zellen dürften alle in Reihe geschaltet sein
Die Maximalreichweite von 649 Kilometern dürfte mit der 79-kWh-Batterie und dem 170-kW-Motor erreicht werden. Der entsprechende VW ID.3 Neo liegt bei maximal 627 km. Audi hat die Reichweite also um rund 22 km gesteigert.
Audi A2 e-tron: Details zur Aerodynamik
Der von Audi genannte Basispreis von 38.200 Euro liegt deutlich über dem niedrigsten Preis für den VW ID.3 Neo, den es laut Konfigurator ab 33.995 Euro gibt. Davon darf man noch die "ID. Kaufprämie" von 3.000 Euro abziehen, womit 30.995 Euro bleiben. Mit anderen Worten: Der Audi ist rund 7.000 Euro teurer.
Allerdings scheint er besser ausgestattet zu sein. Die Ausstattung der vier Varianten des A2 e-tron wird bereits auf der Website angegeben. Demnach erhält die Basisversion mit 125 kW bereits 18-Zoll-Aluräder, während der entsprechende ID.3 Neo Trend auf 18-Zoll-Stahlrädern rollt. Zudem gibt es LED-Licht, Abstandstempomat (ACC) und Rückfahrkamera. Sitz- und Lenkradheizung sind erst bei der Version mit 140 kW serienmäßig.
Unter dem Strich
Die neue Pressemeldung zum Audi A2 e-tron wirkt auf den ersten Blick umfangreich, aber viel Neues ist ihr nicht zu entnehmen. Auch die neuen Bilder verraten nicht mehr als unsere Erlkönigbilder und das Erlkönigvideo. Die äußere Form mit der langgezogenen Dachlinie und der zweigeteilten Heckscheibe ähnelt der des ersten Audi A2. Die Winglet-Türöffner sind ein neues Element, dem wir skeptisch gegenüberstehen. Denn wie lässt sich so eine Tür von einem Passanten öffnen, wenn sie nach einem Unfall verklemmt ist?
Zur Technik hat Audi direkt auf der Website schon viel verraten, darunter den Basispreis und den Bestellstart. Auch technische Daten wurden dort genannt. Daraus geht hervor, dass es sich um ein Schwestermodell des VW ID.3 Neo und des neuen Cupra Born handelt. So nutzt Audi den Modularen Elektrobaukasten künftig nicht nur für das Kompakt-SUV Q4 e-tron, sondern auch für einen Kompaktwagen. Die technischen Unterschiede zum ID.3 Neo dürften eher gering sein, doch die sehr aerodynamische Form sorgt für einen rekordniedrigen Verbrauch und eine hohe Reichweite. Dazu kommen eine bessere Ausstattung – und ein höherer Preis.
Letzte Änderung am 4. August 2026: Informationen aus der Pressemeldung und offizielle Bilder hinzugefügt
Auch interessant
Audi A6 Sportback e-tron (2026): Nun bis zu 777 km Reichweite
Kia PV5 Passenger (2026) im Test: Besser als der VW ID. Buzz?
Hyundai Kona (2027) im Rendering-Video mit völlig neuem Design
Ford Transit City: Elektrotransporter ab 35.990 Euro bestellbar
Elektrischer BMW M3: Erlkönigbilder zeigen neue Details
Weltweite Elektro-Bestseller 2026: Tesla und China dominieren
Hyundai Ioniq 5 mit großem Touchscreen als Erlkönig