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Kia EV6 GT Facelift: Günstiger trotz mehr Power, neuer Technik

Jetzt unter 70.000 Euro und mit 478 statt 430 kW sowie mit simuliertem Gangwechsel à la Ioniq 5N

Kia EV5 GT (2025): Das Exterieur
Bild von: Kia

Die Sportversion des Kia EV6 bekommt mit dem Facelift nicht nur eine größere Batterie und die simulierten Gangwechsel aus dem Hyundai Ioniq 5 N, sondern wird auch noch günstiger. Statt 72.990 werden nun für den EV6 GT nur noch 69.990 Euro verlangt, also 3.000 Euro weniger. Das teilt Kia nun offiziell mit. Das überarbeitete Modell ist bereits konfigurierbar; auch eine komplette Preisliste liegt bereits vor.

Durch die Preissenkung liegt der Wagen nun unter der Preisobergrenze für steuerlich förderfähige Elektro-Dienstwagen, die aktuell bei 70.000 Euro brutto liegt. Damit muss monatlich statt einem Prozent nur 0,25 Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden. 

Kia EV6 GT (2025): Das Exterieur

EV6 GT (2025) mit krakeligem "Starmap"-Tagfahrlicht

Bilder von: Kia
Kia EV6 GT (2022): Das Exterieur

Kia EV6 GT (2022): Die alte Version mit gestrichelter Lichtsignatur

Das Facelift der GT-Version wurde bereits Anfang Dezember vorgestellt. Was die Optik angeht, so erhält das Auto die gleiche Starmap-Lichtsignatur wie der bürgerliche Kia EV6. Wie dort ersetzt der neue 84-kWh-Akku die altbekannte 77-kWh-Batterie. Die Leistung steigt von 430 auf 478 kW, womit der EV6 GT nun genauso stark ist wie der Ioniq 5N. Auch bei den simulierten Gangwechseln zieht der Kia nun mit dem Schwestermodell gleich. Die Preisfrage blieb allerdings offen. Nun ist klar: Mit knapp 70.000 Euro ist der EV6 GT auch noch rund 5.000 Euro günstiger als der Ioniq 5N.

Der 2022 eingeführte EV6 GT wurde zum Modelljahr 2025 technisch und optisch umfassend überarbeitet. Durch die größere Batterie steigt die Reichweite von 424 auf 450 km. Auch die Ladeleistung stieg von 240 auf 258 kW. In der Praxis ändert das freilich wenig: Die Ladedauer für den Standard-Ladevorgang (10-80%) wird nach wie vor mit rund 18 Minuten angegeben. Möglicherweise profitiert man aber in den ersten Minuten, wenn man das Auto bei niedrigem Ladestand anstöpselt. Neu ist auch, dass Plug&Charge nun unterstützt wird.

Das Drehmoment steigt von 740 auf 770 Nm, die Antriebsleistung wie erwähnt von 430 auf 478 kW. Beides gilt bei aktivierter Launch Control – diese stellt eine weitere Neuheit dar. Wird statt der Launch Control der GT-Modus gewählt, beträgt die maximale Leistung 448 kW, der Sprint dauert dann 3,7 Sekunden. Der Wert für den Normsprint beträgt wie bisher 3,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bei 260 km/h. 

Am meisten freuen darf man sich wohl auf die simulierten Gangwechsel, auch Virtual Gear Shift genannt. Passende Sounds und "Drehmomentanpassungen" machen den Gangwechsel für die Insassen spürbar. Ob das Ergebnis so überzeugend ist wie beim Hyundai Ioniq 5 N, müssen wir allerdings abwarten. Im obigen Video von Motor Weekend Worldwide hört sich der Sound für uns nicht besonders realistisch an.

Kia EV6 GT (2025):  Das Heck

Kia EV6 GT (2025)

Bilder von: Kia
Kia EV6 GT (2022) im Kurztest

Kia EV6 GT (2022)

Neben den Starmap-Tagfahrleuchten bietet die neue Optik auch andere Stoßfänger und einen modifizierten Diffusor am Heck. Innen gibt es ein neues Lenkrad, das nun mit kapazitiver Technik erkennt, ob man die Hände am Lenkrad hat. Dem Bild nach ist auch die neongrüne Mitten-Markierung neu, und der neongrüne GT-Button wanderte von rechts nach links:

Kia EV6 GT (2025): Das neue Cockpit

Kia EV6 GT (2025): Das neue Cockpit

Bilder von: Kia
Kia EV6 GT (2022): Erste Mitfahrt

Kia EV6 GT (2022): Das bisherige Cockpit

Zu den weiteren Neuerungen gehören das Infotainmentsystem "Connected Car Navigation Cockpit" (ccNC), eine Fingerabdruck-Erkennung, ein digitaler Autoschlüssel, verbesserte Assistenzsysteme, eine verbesserte Lärmdämmung und ein optimiertes Fahrwerk.

Zu den Besonderheiten des GT gehören nach wie vor elektronisch gesteuerte Dämpfer (Electronic Control Suspension, ECS). Mit veränderter Dämpfungscharakteristik, modifizierten Stoßdämpfern und einer verbesserten Lenkungsabstimmung soll das System für viel Komfort, agiles Handling und ein Maximum an Stabilität sorgen.

Bei der Einführung von neuen Elektromodellen habe man generell "das Engagement und die Begeisterung des Fahrers im Blick" gehabt, so Kia-Europa-Chef Marc Hedrich. Es gebe viel Nachfrage nach den GT-Versionen, und so wolle man dieses Angebot in Zukunft noch erweitern. In der Tat stellte die Marke kürzlich erst den EV9 GT vor, der mit 374 kW jedoch deutlich schwächer ausfällt als der EV6 GT. Angekündigt ist auch eine GT-Version des EV3 mit Allradantrieb; hier wurde die Leistung noch nicht verraten.

Bildergalerie: Kia EV6 GT (2025)

Unter dem Strich

Der Kia EV6 GT mit 430 kW wurde bei Erscheinen fast schon enthusiastisch gefeiert, doch das Bessere ist des Guten Feind. Und so hatte seit dem Start des Ioniq 5 N Hyundai das bessere Blatt, wie wir nach unserer Testfahrt wissen. An diese denken wir immer noch mit feuchten Augen zurück. Wer glaubt, dass Elektroautos emotional nicht an sportliche Verbrenner heranreichen, dem empfehlen wir diesen Hyundai. Hoffen wir, dass der Kia genauso gut ist. Dann darf man sich doppelt freuen: über den niedrigeren Preis und über das sportliche Fahrgefühl.