Zum Hauptinhalt springen

Slate startet wegen Trump nun nicht mehr unter 20.000 Dollar

Der Elektro-Pick-up soll dennoch im nächsten Jahr in Serie gehen

Slate EV Configurator
Bild von: Slate

Der Preis von unter 20.000 Dollar für den Elektro-Pick-up von Slate Auto könnte dem "Big Beautiful Bill" der Trump-Regierung zum Opfer fallen. 

Das von Jeff Bezos unterstützte Start-up hatte versprochen, in den USA einen ultra-günstigen Elektro-Pick-up auf den Markt zu bringen, der „nach Bundesanreizen unter 20.000 Dollar erwartet wird.” Doch dieser Preis verschwand am Donnerstag leise von der Website, wie TechCrunch zuerst berichtete.

Bildergalerie: Slate Auto Truck

Der Grund: Das neu verabschiedete Ausgabenpaket der Trump-Regierung, das nun sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat verabschiedet wurde, beseitigt die Bundessteuergutschriften, die einen solchen Preis möglich machten.

Der erwartete Einstiegspreis für den Pick-up liegt nun im mittleren 20.000-Dollar-Bereich, teilte Slate Auto auf seiner Website mit.

Bild von: Slate

Elektrofahrzeuge sind meist deutlich teurer als ihre benzinbetriebenen Gegenstücke, hauptsächlich wegen der hohen Kosten für Lithium-Ionen-Batterien. Slate Auto—unterstützt von Jeff Bezos—hoffte, dies mit einem radikal minimalistischen Ansatz zu ändern: Verkaufe einen schnörkellosen Elektro-Pick-up als "unbeschriebenes Blatt" und lasse die Kunden die Funktionen nach und nach hinzufügen, wie bei einem lebensgroßen Lego-Bausatz.

Um das Ziel von unter 20.000 Dollar zu erreichen, wurde das Basismodell auf das Wesentliche reduziert: eine einzige graue Farbe, zwei Sitze, eine Ladefläche, ein Lenkrad und ein einfaches Instrumentencluster, das den Batteriestatus und Ladeinformationen anzeigt. Alles andere - von Lackoptionen und elektrischen Fensterhebern bis hin zu Infotainment, Getränkehaltern und sogar Lautsprechern - würde extra kosten. Käufer können den Wagen sogar mit aufschraubbaren Dachpaneelen in einen SUV oder Fastback verwandeln.

Slate hat nicht offengelegt, wie viel die Zusatzoptionen kosten werden oder wie hoch der endgültige Preis steigen könnte. Aber das Konzept hat offensichtlich Anklang gefunden, da das Unternehmen innerhalb von zwei Wochen nach der Vorstellung des Trucks über 100.000 Reservierungen erhielt.

Bild von: Slate

Sinkende Batteriepreise und der minimalistische Ansatz von Slate könnten es dem Unternehmen dennoch ermöglichen, das Fahrzeug wettbewerbsfähig zu bepreisen. Doch ohne die US-Bundessteuergutschrift verliert das Unternehmen sein stärkstes Verkaufsargument und steht vor einer schwierigeren Herausforderung.

Da Tesla und traditionelle Autohersteller sich den unter 30.000 Dollar teuren Elektrofahrzeugen nähern, die nicht minimalistisch sind, muss Slate nun beweisen, wie sein minimalistisches Modell auch ohne die Hilfe von Onkel Sam (respektive Onkel Donald) Sinn ergibt.